am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bescherung

wieder nicht viel getan, dachte ich. wie und warum auch, ist ja weihnachten. also lange im bett herumgelegen, anschließend vor mich hin geglotzt und dann schnell die wohnung gesaugt. schließlich zur bügelbescherung übergegangen.

am abend dann ein plötzliches gerödel. die beiden alten ebooks auf werbeaktion gesetzt, fünf tage weihnachtaktion für lau, dazu gleich noch das neue hochgeladen. ist sogar jetzt schon verfügbar. (morgen mehr dazu.) für morgen liegen zwei texte auf halde, einer für geld bis freitag, ein anderer, weil er eben ansteht. meine mörderin.

sorgen macht mir die steuererklärung. darauf habe ich so gar keine lust. aber die liste sieht gut aus, viel gestrichen heute.

nichts, absolut gar nichts gearbeitet heute. nur zwei päckchen rausgeschickt, nix mit weihnachten, nee nee, einkaufen gewesen und dann den in der nacht zerbrochenen füller repariert. diesem kleinen textchen ist er zum opfer gefallen, das wäre wirklich nicht nötig gewesen. aber egal, superkleber ist super, und der kleine kaweco taugt jetzt wieder. naja, ein bißchen schief ist es geworden. war ja auch nicht geplant, daß ich das abgebrochene gewindestück so schief fixieren würde, daß ich danach eben dieses gewinde halbseitig wegschleifen muß. so sind sie, die dekorateure, stümpern rum, bis es dann doch wieder irgendwie geht. ein bißchen zumindest, für eine weile vermutlich. das rudimentäre restgewinde reicht, so gerade eben, vor allem weil der rest stramm sitzt und quietscht beim aufstecken.

was solls? schreibt!

jetzt muß ich nur noch die tintenflecken aus dem bett waschen. und von meinen fingern, wie auch den kleber, der sitzt.

die nacht ist ein privileg

gut, bis nacht um vier bei der arbeit zu sitzen und erst gegen sechs ins bett zukommen, ist meinem gesellschaftlichen leben nicht gerade sehr zuträglich. andererseits ist es eben, wie es ist. ich bin sehr froh darüber, die macht über die eigene zeit zu haben und nicht beständig von anderen in fixe muster gezwungen zu werden. auch wenn ich das mitunter teuer bezahle. man sollte das priviligiert nennen, trotz allem. daß ich die möglichkeit habe, die anfänge zu ergreifen, wenn sie sich mir bieten. daß ich sie nicht über die maßen zwingen muß in das bißchen leere, das andere mir für mich lassen. anzufange, mit was auch immer, ist schwer genug.

so ist das also jetzt, es liegen viele anfänge in der luft. keine ahnung warum. oder ob das immer so ist, so war, zwischen den jahren. eigentlich ja eher nicht.

uff

war ja klar, daß ich hier noch nahtlos weitermachen würde nach dem letzten post. kurz vor eins kann ich mich nicht ausbremsen, unmöglich. nach drei jetzt. und hellwach bin ich. dennoch ist jetzt mal schluß mit der blogbastelei.

fassungslos

das leben, dicht neben dem schreiben. das gibt es ja auch noch. das gibt es ja immer.

aktuell kann ich es kaum fassen.

no X

wie immer zu dieser zeit im jahr stelle ich fest, wie gründlich und lange schon ich mit allem, was familie heißt oder dem auch nur gleichkommt, gebrochen habe. wobei gebrochen das falsche wort ist, denn kaputt ist eigentlich überhaupt nichts. ganz im gegenteil. ich habe mich auch nicht darum bemüht, es steckt keine absicht dahinter. es ist einfach so geworden, und es ist gut. rückwirkend betrachtet war es sogar recht leicht, auch wenn es mir unterwegs nicht so vorkam. nach und nach habe ich alles unangenehme beendet oder fallen gelassen, wiederholungen einfach irgendwann unterbrochen. jetzt ist alles, was irgendwann einmal war, vorüber. auch die ewige qual, die das leben in einer familie mir war.

jetzt ist es gut. endlich.

es ist dieses kindsein, das hätte ich nicht überleben dürfen. jetzt bin ich dieses reststück, dieses menschenfragment, für nichts gut. aber so ungut in fast allem, was menschen betrifft.

tango(ab)gründe

wie sich die dinge doch verändern mit der zeit. ganz langsam, kaum merklich, nur rückblickend zu erkennen. in teenagerzeiten habe ich auf den damals üblichen tanzveranstaltungen die klos zusammengetreten, jaulend vor angst und vor wut. wegen der menschen. getanzt habe ich nicht, das ist heute anders. aber immer noch rette ich mich auf die toilette, wenn es sein muß, weil es da türen gibt zum schutz. doch ich gehe, um zu weinen, so leise und still wie möglich. und dann gehe ich wieder tanzen, obwohl ich kaum noch atmen kann.

manchmal finde ich menschen so wunderbar, so einfach und schön. auch die musik und die begegnung. aber ich weiß nicht, was ich da soll oder will. manches ist so zauberhaft, daß ich es nicht mit meiner anwesenheit (zer)stören will, mit meinem unverständnis und meinem wenig attraktiven selbst. das wäre ein frevel.

(diese jahr mit der nummer 13. es schickt sich an, mich endgültig zerbrechen.)

nachtrag: jetzt weiterweinen mit wodka. und schluß!

rückblickende erkenntnisse aufgrund von naheliegenden internetmagazinen (106)

es ist doch noch irgendwie immer wieder überraschend für mich, obwohl ich es natürlich längst besser weiß: es scheint inzwischen ein privileg zu sein, in neukölln wohnen zu dürfen. wenn ich das alle vor 10 jahren gewußt hätte… (ich wäre ans flugfeld gezogen, definitiv.)

so also geht die hiesige wohnungssuche aktuell, nachzulesen im neukoelln.net:

Besorgte Anwohner fragten sich währenddessen, für oder gegen was sich die Demo wohl ausspricht, die da anscheinend in ihrer Straße stattfand. Oder war das einer dieser Flashmobs, von denen man immer so viel liest?

ich weiß noch, wie hier zu besichtigung zu spät kam, was mir sonst nie passiert. aber meine uhr war stehen geblieben und dann wieder angesprungen, dementsprechend ich war noch ein wenig mit rad umhergekreist. als ich dann endlich vor der tür stand, verließ der einzige andere besichtiger gerade mit der maklerin das haus. glück gehabt. oder auch nicht, denn man hatte ich ja extra auf meine anzeige in der zitty angerufen, um mir diese wohnung zeigen zu dürfen. die sich, damals, in einem haus befand, das zu zirka zwei dritteln leer stand und so auch noch eine ganze weile blieb. unter mir zum beispiel wurde wegen leerstand sicher zwei winter nicht geheizt. das waren zeiten. damals.

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