am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

vor ein paar tagen hat ein freund gesagt, ich sei eine gute gastgeberin. nur so nebenbei erwähnt war das, und ich finde überhaupt nicht, daß das stimmt. gästen gegenüber habe ich vor allem eines: angst. das macht aber nichts, ich mag trotzdem manchmal gäste haben. deshalb wohl funktioniert es, einigermaßen.

heute steht in einem kommentar kurz und knapp, ich verstünde es zu leben und das zu allem überfluß auch noch schön. was ich ebenfalls nur sehr selten von mir behaupten würde, schlimmer noch, was mir im grunde vollkommen fremd ist. ich und leben?! wobei ich allerdings zugeben muß, daß es rein faktisch in letzter zeit überraschend häufig vorkommt. ich mache mir darüber auch kaum noch sorgen. komisch.

wieder jemand anders hat mir gesagt, ich hätte eine wirklich sehr eigene stimme. womit zum glück nicht meine physische stimme – nicht schon wieder! – sondern die eines meiner texte gemeint war. das weiß ich natürlich, schlimm wäre es, wüßte ich ausgerechnet das überhaupt nicht. und dennoch: eine wirklich eigene stimme, die man mit fug und recht so nennen müsse. im gegensatz zu vielen anderen eigenen stimmen, die eben genau das nicht seien. und das von einem, der durchaus weiß, wovon er spricht. da blieb mir schon beinah der atem weg, für einen augenblick.

und das alles in drei tage. wo soll das nur hinführen?

der badboden

weil ich es irgendwann einmal versprochen hatte, daß ich ihn hier herzeige. so sieht es jetzt also aus. ein optisch angenehmes sowie fußwarmes hellbraun verdeckt die bisherigen, grauenhaft schlecht verlegten weißen billigkacheln. ich bin zufrieden.

yes!

vor der textarbeit noch ein bißchen bauen, das kann ja eigentlich nicht schaden. kommt aber nicht so gut, wenn dabei dann nichts, aber auch gar nichts so recht klappen will. löcher in wände bohren, das ist doch eigentlich kein problem. heute dagegen war es eine katastrophe. zwei von acht habe ich außerdem noch derart danebengesetzt, daß ich morgen noch einmal ran muß, um sie zirka einen zentimeter zu versetzen. und welcher idiotenteufel hat mich eigentlich geritten, als ich neulich im baumarkt vor den transparenten kabelbindern stand, und mich nicht entschließen konnte, einfach mal einen frischen packen mitzunehmen. jetzt fehlen mir exakt sieben.

verdammt.

mit dem schreiben war es ähnlich. bislang ist der text ein rudimentäres fragment, dem jegliches fundament fehlt. ein fürchterliches geschwätz auch, hier und da, und ich hab nicht die geringste ahnung, wo der kern sitzen könnte. immerhin bin ich tapfer einmal mitten hindurch geschaufelt und gepflügt, um mir das material wieder einzuverleiben. jetzt ist schlafen und träumen angesagt, fischen aus den zwischenwelten.

es kann also nur besser werden. vielleicht.

was für ein perfekter tag!

panzer brechen

heute den letzten physiotermin gehabt, fürs erste zumindest. selbst die eigentlich recht geringe zuzahlung für weitere anwendungen kann ich derzeit nicht aufbringen. vielleicht nächsten monat wieder oder im dezember, mal sehen. dabei hat sich dieses experiment ganz eigenartig entwickelt. deutlich weniger kopfschmerzen, stattdessen immer mehr rücken, selbst beim atmen, zug um zug mitunter. zufrieden bin ich damit nicht, aber auch nicht unzufrieden. der panzer regt sich, dahinter scheint noch leben, mitten im toten land.

besonders bemerkenswert auch, wie sich in der fangoentspannung der raum zwischen bewußt und unbewußt langsam aber sicher weitet. wie zuletzt als kind, da aber zu jeder zeit und wie von selbst, schaue ich in den sich öffnenden spalt hinein, sehe überrascht die bilder, blitzlichtartig, die ich nicht mache, nicht suche, nur finde.

wissen, es ist so viel noch zu begreifen.

lazy sunday afternoon

erst spät ins bett, besser gesagt früh, sehr früh, tango bis zum schluß, und dann nicht gleich einschlafen können. stattdessen schokolade essen und etwas im facebookprofil korrigieren. träumen von türen und fenstern aus papier. schlafen. nach dem späten, wirklich späten aufwachen noch lange liegen bleiben und in den baum sehen, dessen blätter so gelb geworden sind in den letzten tagen. sonne auch, ja. müsli, kaffee und ein obst, wie jeden morgen, nur diesmal am nachmittag. letzte handgriffe in der fast aufgeräumten kammer, anschließend ein heißes bad, die wäsche zusammenlegen und bügeln. im facebook sehen, daß menschen es mögen, daß ich nun „bei Autorin“ arbeite, also bei mir selbst, für mich selbst und das seit 1975. salat essen, die ausgerissenen taschen an zwei jacken nähen, per hand, wie das dauert, und dabei gin trinken.

eine mail, sonst nichts. geschrieben. aber hier jetzt.

gestern nacht, so gegen zwölf, erstmals im leben so etwas wie türsteherqualitäten bewiesen und zwei, nunja, jungs halt, die beim queertango ein wenig herumrotzen wollten, mit ein paar worten, klaren sätzen und abgezirkelten vorgaben, rückwärts wieder hinausbugsiert. (rubriziert unter: 50+ ist lustig.)

lebende texte

lebende_texte

drei tage unglaublich viel gegessen. und gut natürlich. und getrunken natürlich, bis in die nacht. baileys, caipi, whisky. natürlich! heute dann mal martini, auch fein. und morgen? gin vielleicht?

einheit

wollte ich nicht eigentlich heute mal nichts machen, nur vor mich hin dümpeln, dabei schniefen und rotzen? ausruhen also, wie man das tut, wenn man ein bißchen kränkelt. und was habe ich gemacht? ach egal. wenigstens das mit dem rotzen und röcheln hat ja reibungslos geklappt.

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