am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tango. das ist eine einzige verzweiflung, ist lust und frust und angst, ein ständiges scheitern an mir, an den anderen. ohne zweifel zuviel für mich, meine verkrochene existenz, die nicht wirklich auf begegnung ausgelegt ist. ich sollte diese verrückte masche fallen lassen, aufgeben, von grund auf. alles.

wäre da nicht dieser seltsame wunsch, daß es anders wäre, daß ich anders wäre. was auch immer. wie auch immer.

flüchter

motorrad: läuft wieder, blinker hinten rechts auch. badboden: das letzte klötzchen ist gesägt, handgesägt sogar. morgen schaffe ich dann die fugen, hoffentlich. bleibt nur noch diese unglaublich wichtige, richtungsweisende, womöglich existentielle email, die ich schreiben muß, seit wochen schon. schreiben müßte.

ich geh dann mal raus, ein bißchen radfahren. oder tango, vielleicht.

badboden

schnell noch das letzte fußleistenklötzchen eingeklebt, jetzt nur noch fugen, dann wars das. ach nein, da ist noch das stück unter dem großen fallrohr, das ich vor ein paar tagen schlicht und einfach vergessen habe. oder ich wollte es mir leicht machen, was nun aber nicht so bleiben kann, das könnte ich vor dem eigenen handwerklichem pfuschergewissen nicht verantworten. also das dann auch noch zusägen und einpassen, dann ist alles gut, aber verdammt, das geht ja nun gar nicht, um die uhrzeit.

feierabend jetzt und nicht mehr in die literatur heute. nein. das habe ich zwischendrin den ganzen tag schon immer wieder mal gemacht. stattdessen schlafen. vielleicht.

die motorradbatterie ist heute, nach ein paar regentagen mit einem sagenhaften temperatursturz von ein paar grad, total in die knie gegangen. kein wunder, nach dem ausbau sehe ich, daß sie enorm leer ist. noch nie mußte ich soviel wasser nachfüllen, in jede einzelne zelle. jetzt brodelt sie seit ein paar stunden artig vor sich hin, damit sie morgen wieder fit ist.

wenn das bei mir mal auch so leicht wäre.

das meer. ach, das meer. es macht mir angst, daß es mir irgendwie doch nicht in die nähe kommt. aber ich weiß einfach nicht, wie. ohne anlaß oder andere menschen bin eine lausige reisende. ich allein bin einfach nicht grund genug. vermutlich.

arztuntauglichkeiten

die fremde frau reicht mir zur begrüßung nur die finger, nicht die ganze hand, wie es sich gehört, was zur folge hat, daß ich zu fest zugreife mit meinen handwerkerhändchen, was wiederum peinlich ist. zusammengenommen bedeutet das wohl: na, das fängt ja mal wieder gut an.

für einen grundlegenden check up möchte die arztin demnächst dann noch diverse körperflüssigkeiten und meinen impfpaß, den ich zurück zu hause gleich eifrig suche. ergebnis: letzter eintrag 5.7.77, röteln. ob das noch irgendwie relevant ist? (ich erinnere mich übrigens genau an den termin. ich war 14 und wurde in gegenwart meines vaters gefragt, ob ich eventuell schwanger sein könnte.)

ich und die ärzte, das ist und bleibt eine strunzblöde sache.

kurz vor feierabend schnell noch was im rücken so richtig nachhaltig verdreht. als würde das ganze drücken und kneten alle paar tage nicht reichen. naja, besser als beim tanzen gestern, das wärs noch gewesen.

schmerzen und der vielfältige umgang damit, ein zentrales thema des aktuellen jahres. erschöpfung ein anderes, ich bin und bleibe überrascht über die windungen und wendungen. der körper eben, das fremde, tote land. es wird wohl tatsächlich zeit, mich ein bißchen zu kümmern. (arzttermin morgen um zwei, vor zehn tagen oder so recht sinnfrei vereinbart. wenn das nicht paßt. hoffentlich fällt mir ein, was ich eigentlich will.)

das jahr mit der nummer 13.

draußen die sonne

gestern die sonne, erst auf dem balkon, dann auf der demo. brennen im gesicht, natürlich, an den füßen auch. anschließend trotzdem zum tango, üben, üben, üben. dann mit ein paar netten tänzerinnen gesessen, gegessen und getrunken. whisky zum beispiel, draußen, bis in die nacht. ein schöner tag. für mich.

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