aufwachen mit einem herzen, das in den kopf gesprungen ist. und dort schier unerträglich schlägt und pocht. heute zum dritten mal in folge. (unter mir kein boden mehr.)
alle tage
so war das als kind, wenn ich von menschen geträumt habe, vom einem leben, wenn all das vorbei sein würde. irgendwann. als ich noch nicht wußte, daß es niemals vorbei sein würde. daß das einfach nicht sein könnte, weil all das schon in mir war, ich längst angefüllt von dem, was kein leben sein kann, nicht sein darf. wie erwachsene so sind. vor all dem nahm ich menschen als vage räume wahr, dunkel und endlos, mit linien und mustern durchzogen, angereichert mit potential. nicht mit emotion.
alle verläßlichkeit im leben ist illusion.
mache jetzt wieder listen und erledige diese dinge dann, eins nach dem anderen. obwohl man ja nie fertig wird damit, also auch nicht weiterkommt. dennoch: mit der erledigung von so etwas wie dem abtauen und reinigen des kühlschranks, nachdem dieses vorhaben sicher an die zwei jahre auf irgendeiner inneren liste verbracht hat, erschließt sich mitunter eine eigenartige zufriedenheit. selbst in zeiten kräftiger verwirrtheit und frustration. und zerschundene hände. das soll wohl so.
okay. was da gestern beim waschbeckenreinigen, also speziell beim lösen der fetten schraube mit dem schraubendreher, so gekracht hat, war doch nicht die fette schraube selbst oder der siphon unten, der sich langsam löste. sondern vielmehr etwas in meiner rechten hand, heute spüre ich das deutlich. menno.
heute alle kraft zusammengenommen und nach zirka vier wochen endlich die hausarbeit getan, die mir mit am herzallerliebsten ist. das verstopfte badwaschbecken von seifenresten, zahnpaste, rotz, röchel, matsch und um die schraube gedrehten haarbüscheln befreit. zum glück kommt das nur etwa einmal im jahr vor. als nächstes fällt mir allerdings die steuererklärung 2011 ein, für die mir langsam aber sicher auch keine ausrede mehr einfällt. (und schon scheitere ich an diesem elsterdingens.)
