am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

versprechen gebrochen, heute doch nicht mehr in den text gegangen. nicht einmal angefangen, nur kurz einen gedanken notiert. zwei sekunden. dafür einen anderen, einen schnell gekneteten blogbeitrag zum thema #aufschrei gebaut, gepostet. der letzte von meiner seite, versprochen. (oder auch nicht.)

jetzt: unendlich müde.

natürlich schaffe ich es irgendwie nicht in den text, obwohl es drängt. da ist hier noch ein bißchen und da noch ein bißchen. zeug, das erledigt werden will oder auch muß. langsam lichtet es sich aber, und ich verspreche mir selbst für morgen, wenigstens einen anfang zu machen. zu machen, nicht nur zu versuchen.

so schön heute, also gestern eigentlich, so warm und naß mit ein bißchen licht. ich denke an kräuter und tomaten für den balkon, männertreu und die schwarzäugige natürlich. bald ist frühling.

außerdem sind mir bratkartoffeln gelungen, vielleicht das zweite oder allerhöchstens das dritte mal im leben.

schrittweise schwarz

der zweite tangotag macht traurig am ende, weil er mir klarmacht, wie wenig leben gelingt. neu ist das nicht, nein. aber selten so offensichtlich. und dennoch.

[schnell einen blick nach köln.]

gehend tanzen

drei stunden tango lernen bedeutet vor allem jede menge vorwärts und rückwärts gehen, je nach rolle, ab und zu ein bißchen wiegen, wenn es zu eng wird, und natürlich rückenschmerzen kriegen von den blöden schuhen. das alles zu zweit, außer den rückenschmerzen vermutlich. die sind nur für mich.  das alles ist eigentlich so überhaupt nicht mein ding: auf wildfremde leute zugehen, sie gleich danach anfassen, beinah umarmen, auch noch selbst angefaßt werden und so einfach nur schweigend im rund gehen.

aber es geht. ist eine art kommunikation, glaube ich.

close up

üben mit der lumix. (nicht so doll, ich weiß.) roter klee im winter, mit aller vorsicht.

nach einer verrückten woche tritt langsam wieder ein wenig ruhe ein. was unverletzt ist, was nachwachsen kann und was auf dauer zerstört bleiben wird, das wird sich zeigen. wenn ich es nicht verpassen werde oder einfach vergessen im strudel der veränderungen. überhaupt: das vergessen nimmt einen immer höheren stellenwert ein mit den jahren. alle enden bleiben offen, wie könnte es anders sein.

derweil hat der körper abermals beschlossen, nicht mehr sonderlich viel zu sich nehmen zu wollen. kein reinfressen mehr, kein stopfen der hohlen stellen innen. wieder schlackern die hosen, diesmal eine der beiden neueren. (die eigentlich auf den zu erwartenden wiederzuwachs hin gekauft war, im herbst erst.) ballast abwerfen und leicht sein. ich sein. lerr sein und licht. wund und verwundert.

ich bin einverstanden, bis auf weiteres.

listen

morgen die letzten drei texte putzen, anschließend ein bißchen bürokram erledigen. (eigentlich ein bißchen viel.) in der nächsten woche dann voraussichtlich nur lektorieren auf abruf, da bleibt zeit. vermutlich. zeit, ein letztes mal in den text zu gehen, der mir in den vergangenen zwei wochen längst längst schon wieder in der peripherie verschwunden ist. das macht nichts, das ist gut. text ausgraben, wiederfinden, das gehört dazu.

außerdem ist da bereits ein neuer ansatz. etwas, das so kalt ist wie der berliner winter unter einfluß von sibirien. jetzt. das erschreckt sogar mich, dieses kältezittern. was soll das in einem text?

ich weiß es nicht. ich schreibe das alles auf listen, ich rechne das geld aus und lege es auf die zeit um. die zeit, die bleibt. so versuche ich, die angst zu überlisten. und es gelingt, es wird ruhig im körper, im kopf. auch wenn es nur illusion ist.

schrecken

wie die menschenangst größer wird mit jedem versuch. wie ich fehl bin und falsch laufe, immer in die irre. kläglich am ende, ohne zweifel verzweifelt.

die brotarbeit dagegen läuft leicht dieser tage, ausgerechnet die kaltakquise. normalerweise meine panikwoche voller spontanqual. doch es kostet kaum zeit diesmal, nicht einmal mut. ich rede, schmeichle und lache. meine stimme wirkt, darauf ist verlaß. daß mir beim anschließenden mietschreiben die tränen kommen, ist nicht relevant. ich tue meine pflicht. immer. auch die bilder, die sich langsam aus der nacht in die tage schleichen, stören nicht. das muß so sein. da gibt es nicht viel, das mich schreckt. da bin nur ich.

und ich ahne: es ist die rückkehr ins schreiben, die anfängt ihren preis zu fordern. (jetzt schon, so früh. aber vielleicht auch einfach nur rechtzeitig.)

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