am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

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diese welt, in der alles immer nur in geld berechnet wird, zerfrißt mich. ich bin, was ich bin. und das ist nichts.

am abend rutscht das migränetier kraftlos von meinem rücken, gebändigt von 3 x ibu und 1 x formi + mcp al. es stürzt zu boden und schwört mit letzter kraft rache. so kennen wir und, so lieben wir uns. ich esse eine tiefkühlpizza, eine ganze, was viel zu viel ist. (den schnaps, den ich mir danach von herzen wünsche,  verkneife ich mir bbesser.) aber tagsüber hat mich das monster nicht aus dem haus gelassen, schnell mal eben, kartoffeln, eier und zitronen. nur meine arbeit habe ich gerade so geschafft, ohne große qual. kriechend, mit tränenden augen. sieht ja keineR.

wenn alles so roh ist. und bleibt. das fleisch ohne lust.

schlechte nachrichten aus dem freundeskreis relativieren die eigene lächerliche befindlichkeit.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

2012 < 2013

2012 war ein selten intensives jahr, verbunden mit tiefgreifenden veränderungen, auf die ich nicht gefaßt war. heute ist mir angst, weil ich ahne, daß es damit nicht genug war. 2013 wird noch größer, noch fetter werden. ende mai werde ich 50, was mich jetzt schon eigenartig berührt. und ich weiß nicht, ob ich bereit bin. sein kann.

aber das war ich vor einem jahr auch nicht, nicht gefaßt, nicht bereit. wenn es anders würde, weniger, harmloser, nichtssagend. es wäre auch nicht gut. vermutlich sogar unerträglich. oder mehr noch: vernichtend.

status: nachts wühlt der text in mir, bis ich wieder in ihm wühle. wir schenken uns nichts. (knapp vier stunden schlaf zwischen sieben und kurz vor elf. traumlos.)

schuldfragen interessieren (mich) nicht, schuldgefühle noch viel weniger. dennoch bleibt das auftauchen dieser fragen mitunter nicht aus, und die beschäftigung damit lähmt den atem. was hätte ich (anders) tun können, tun sollen? was soll ich dazu (noch) sagen? wenn ich nicht einmal (mehr) denken kann.

automatismen

vor ein paar tagen schrieb claudia in ihre sammelmappe über das gute und das böse, wohl in zusammenhang mit dem amoklauf in newtown. darüber habe ich auch viel nachgedacht, zwischen all dem anderen schrott, der in den letzten wochen anstand. über die antwort der waffennarren vor allem, ihre absurden vorschläge und argumentationen. gehört habe ich zunächst von überlegungen, einfach die lehrerInnen mit waffen auszuzstatten, um so eine mögliche gefahr schnell und unkompliziert mithilfe des personals vor ort bereinigen zu können. (der gedanke wurde mittlerweile wohl ersetzt durch die forderung, jede schule vorsorglich mit bewaffnetem personal zu besetzen.)

man stelle sich das vor, lehrerInnen, die mit halbautomatischen schnellfeuerwaffen in ihren klassen stehen und unterrichten. (oder eben gewaffnetes personal, das durch die gänge und klassenräume streife geht, immer die MP im anschlag.) ein scheußliches bild, aber ein gutes natürlich, denn es geht ja um sicherheit

allerdings nur bis zu dem tag, an dem zum ersten mal einE lehrerIn das feuer eröffnet. (oder eben ein anderer mensch, der mit seiner legalen waffe und eigentlich in schutzfunktion bereits vor ort ist.) etwas, das ohne zweifel irgendwann geschehen wird.

und dann? die logische konsequenz wäre wohl, die kindermit waffen auszustatten. zu ihrem schutz natürlich. oder?

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