am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

novemberschmerz

ich weiß nicht mehr, wohin mit dem schmerz. seit freitag (oder mittwoch?) schon sitzt er mir so tief im körper, so weit innen, daß ich nicht einmal atmen möchte. ich versuche musik, laufe zur apotheke und durch den supermarkt. dieser lärm überall. ich sollte arbeiten, muß arbeiten. es hilft alles nichts.

der schmerz macht müde im kopf und leer. läßt keinen raum für ruhe. besonders im november. ausgerechnet.

aufwachen mit einem herzen, das in den kopf gesprungen ist. und dort schier unerträglich schlägt und pocht. heute zum dritten mal in folge. (unter mir kein boden mehr.)

so war das als kind, wenn ich von menschen geträumt habe, vom einem leben, wenn all das vorbei sein würde. irgendwann. als ich noch nicht wußte, daß es niemals vorbei sein würde. daß das einfach nicht sein könnte, weil all das schon in mir war, ich längst angefüllt von dem, was kein leben sein kann, nicht sein darf. wie erwachsene so sind. vor all dem nahm ich menschen als vage räume wahr, dunkel und endlos, mit linien und mustern durchzogen, angereichert mit potential. nicht mit emotion.

alle verläßlichkeit im leben ist illusion.

aufwachen, weil der schmerz im nacken so ist, wie er ist. so hart wie selten. dann den ganzen tag daran kauen. und beißen, als gäbe es sonst keinen halt. außerdem war da dieses ding mit den frühen, fast fremden räumen. wie vergessen in mir.

jetzt erst. heute noch, vielleicht.

räume

aufstehen, anziehen, die balkontür öffnen und meditieren. dann kaffee kochen. dazwischen irgendwo ein wort ändern, ein einziges nur, aber ein wichtiges. ganz am anfang des textes.

mache jetzt wieder listen und erledige diese dinge dann, eins nach dem anderen. obwohl man ja nie fertig wird damit, also auch nicht weiterkommt. dennoch: mit der erledigung von so etwas wie dem abtauen und reinigen des kühlschranks, nachdem dieses vorhaben sicher an die zwei jahre auf irgendeiner inneren liste verbracht hat, erschließt sich mitunter eine eigenartige zufriedenheit. selbst in zeiten kräftiger verwirrtheit und frustration. und zerschundene hände. das soll wohl so.

halloween

heute einen kleinen kürbis gekauft. einfach so, weil ich kürbisse schön finde. und schmecken tun sie ja auch. dabei allerdings vergessen, daß ich nicht kochen kann. was nun?

okay. was da gestern beim waschbeckenreinigen, also speziell beim lösen der fetten schraube mit dem schraubendreher, so gekracht hat, war doch nicht die fette schraube selbst oder der siphon unten, der sich langsam löste. sondern vielmehr etwas in meiner rechten hand, heute spüre ich das deutlich. menno.

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