aufstehen, anziehen, die balkontür öffnen und meditieren. dann kaffee kochen. dazwischen irgendwo ein wort ändern, ein einziges nur, aber ein wichtiges. ganz am anfang des textes.
alle tage
mache jetzt wieder listen und erledige diese dinge dann, eins nach dem anderen. obwohl man ja nie fertig wird damit, also auch nicht weiterkommt. dennoch: mit der erledigung von so etwas wie dem abtauen und reinigen des kühlschranks, nachdem dieses vorhaben sicher an die zwei jahre auf irgendeiner inneren liste verbracht hat, erschließt sich mitunter eine eigenartige zufriedenheit. selbst in zeiten kräftiger verwirrtheit und frustration. und zerschundene hände. das soll wohl so.
okay. was da gestern beim waschbeckenreinigen, also speziell beim lösen der fetten schraube mit dem schraubendreher, so gekracht hat, war doch nicht die fette schraube selbst oder der siphon unten, der sich langsam löste. sondern vielmehr etwas in meiner rechten hand, heute spüre ich das deutlich. menno.
heute alle kraft zusammengenommen und nach zirka vier wochen endlich die hausarbeit getan, die mir mit am herzallerliebsten ist. das verstopfte badwaschbecken von seifenresten, zahnpaste, rotz, röchel, matsch und um die schraube gedrehten haarbüscheln befreit. zum glück kommt das nur etwa einmal im jahr vor. als nächstes fällt mir allerdings die steuererklärung 2011 ein, für die mir langsam aber sicher auch keine ausrede mehr einfällt. (und schon scheitere ich an diesem elsterdingens.)
hinderlich
beim durchsortieren meiner diversen augengläser: kontaktlinsen, lesebrille, gleitsichtalltagsbrille und gleitsichtsonnenbrille, dazu diverse alte restbrillen, im zweifel für nicht ganz so gut sehen, aber dafür so gerade noch lesen können eingesetzt. außerdem festgestellt, daß ich beim einsatz von kontaktlinsen immer häufiger mit lesebrille auf den bildschirm sehen möchte. was bedeutet, daß ich wohl eine weitere solche benötige, denn die jetzige ist eine halbe, über die ich beim hochsehen immer hinwegsehe. auf lange sicht ist das unpraktisch. und ich fasse es nicht, allein der aufwand, immer die richtigen exemplare zur rechten zeit zur hand zu haben. oder in der tasche, für alle fälle.
ich fürchte, ich könnte mich mittlerweile mit fug und recht als mehrfachsehbehindert bezeichnen. (ca. -9/+1,5 dioptrien) besser wird das ja wohl nicht mehr, eher im gegenteil.
gnade
ach, dieser sommer, so verliebt war ich, so wach und roh. so irgendwo, besser aufgehoben, ein paar tage noch, nur ein paar tage frist. sonne, licht und der wind, etwas wärme in den letzten ecken, in die ich mich verkrieche. bevor ich mich vergrabe, eingrabe für den rest.
ach, die zeit, die vergeht.

