raum für notizen

disziplin: alle tage

meinwien/1

27. Juni 2022 - 14:36

die stadt empfängt mich mit der größten menschenmasse auf einen schlag seit immer, wie mir scheint. am hauptbahnhof bin ich noch nie angekommen. der wiener hauptbahnhof scheint auf den ersten blick ein riesiges durcheinander zu sein. westbahnhof wäre so viel schöner gewesen, nur einen kilometer laufen bis zur unterkunft. nachdem mir aber der in selben zug gereiste und in wien beheimatete klagenfurtgast mir grob die richtung gewiesen hatte, taxi links, u-bahn recht, es gäbe auch einen bus, ging alles ziemlich schnell. die wochenkarte für die kernzone kostet 17,10€, wobei ich nicht weiß, was genau die kernzone ist. aber egal, das ist gekauft. keine stunde später stand ich in meinen appartement, keine 25qm, aber alles drin. ein überaus bezahlbares stück wohnen in wien für mich.

auch gestalterisch wie für mich gemacht. gelungene details, platzsparend und geschickt gelöst, keine besonderen möbel, viel aus dem bekannten möbelhaus, aber lustig eingesetzt. eine deckenlampe zum beispiel hängt an der küchenwand. eine begehbare dusche, durch die man auch zum klo geht und bilder, die nicht stören, ja, zum teil sogar passen. die hinterhoflage bescherte außerdem eine wunderbare ruhe. allerdings nur, bis in der nachbarferienwohnung die klimaanlage eingeschaltet wurde. die brauste und brummte dann die ganze nacht vor meinem einzigen fenster.

dennoch dachte ich gleich: sowas als zweitwohnung, als schreibzeitort, als altersarmutssitz vielleicht haben zu wollen. zu besitzen am besten (haha). damit sackte die utopie zügig in sich zusammen, logisch.

heute dann, schlafen und aufwachen ohne wecker. was nicht wirklich viel später war als in den tagen zuvor und auch nicht wesentlich später als sowieso. aber eben ohne wecker. auch nach dem aufstehen ziemlich rumgedümpelt, etwas orientierungslos, weil es ab jetzt keinen plan mehr gibt. schließlich aber doch endlich geduscht, dann milch für den kaffee besorgt und auch sonst ein bisschen den kühlschrank gefüllt. es ist ja übersichtlich, die zeit bis freitag.

jetzt erst, es ist fast nachmittag, kommt mir die frage, was ich denn hier will. 2019 gab es da eine idee, aber ich erinnere mich kaum noch. jedenfalls wollte ich 2020 zurückkehren und weitersehen. klar, da sind noch die zwei weiteren bücher (haha), die beide mit wien zu tun haben. eines ein bisschen, das letzte, wenn es denn dazu noch kommen wird, recht viel. darauf wollte ich hinarbeiten, das weiß ich noch.

und es gab die idee, vielleicht hierherzuziehen. immer schon, seit ich klein war. später ist kurzfristig zürich dazwischengekommen, was ich heute kaum noch nachvollziehen kann. dann war es wieder wien. doch auch der gedanke, sich durch die welt zu bewegen ist mir in den letzten zwei jahren so dermaßen aus dem kopf verschwunden, dass ich eindeutig begonnen habe, mich in neukölln einzurichen. für immer womöglich, obwohl ich in berlin so zehn bis fünfzehn jahre nur bleiben wollte.

meine mitbewohnerin in klagenfurt hat mich gestern an mein wien erinnert, als sie davon sprach, in fremden städten gerne in ferienwohnungen zu residieren, um das alltägliche leben dort ein wenig ausprobieren zu können. vielleicht tue ich ab heute einfach das.

und ich gehe hin und schaue mir das haus an, in dem mein opa im august 1902 gemeldet war. dieses haus, es steht noch. (viel mehr dazu hab ich noch nicht herausbekommen. ich muss erstmal herausbekommen, wie man solche alten geschichten herausbekommt. wenn überhaupt.)

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14. Juni 2022 - 00:08

neulich habe ich die besudelte küchendecke testweise zu überstreichen versucht. an einer stelle einmal, ab einer anderen zweimal. beides hat wenig gebracht, ist eigentlich kaum sichtbar. ich werde also strategisch vorgehen müssen, erste neue grundierung aufbringen, dann ein grau anrühren, das dem richtigen farbton möglichst nah kommt. für einen ersten anstrich, um die letzten ressourcen nutzen zu können. zuletzt dann das richtige grau, mit den letzten resten. immer in der hoffnung.

keine ahnung, ob das reicht. ob das funktioniert. aber testen kann ich das alles im bad, da läuft ja dasselbe spiel. nur ganz in weiß, zum glück. da ist sie die hoffnung, spät in der nacht. aber spaß macht das alles nicht. (es könnte längst alles so schön sein.) keine chance.

der schöne wind von gestern, der gute, hat die mir über nacht am balkon das band mit den gebetsfahnen zerrissen. nach fast achtzehn jahren. ganz zerfetzt sind sie noch nicht, nur ziemlich dreckig. und jetzt hängt rechts ein stück und links eins, ich weiß ja nicht. ich habe nachgelesen, sie sollen ersetzt werden, wenn es sie weggeweht hat. doch ich denke ich warte noch, dieses jahr vielleicht. (dabei hätte ich noch welche, irgendwo, der rest von derselben leine. das sollte reichen für eine zweite runde.) mal sehen, was geschieht.

wohin es meine gebete weht. und ob ich sie nicht einfach verschwinden lasse.

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nichts

13. Juni 2022 - 00:20

es geht ein guter wind durch die stadt, seit gestern schon. abends, am wasser, ausnahmsweise. da gab es die .txt, ein nachklapp der re:publica, und so viel besser und wichtiger für mich.

noch einmal lukas rietzschel zu erleben, wie er sein buch päsentiert, ganz allein. wie er eben raumfahrer präsentiert und nicht sich selbst, nur seine worte, seine geschichte. das ist beeindruckend, das will ich auch da will ich hin. am ende erwähnt er, dass er später noch woanders lesen wird, dass man ihn begleiten könne, er hätte gern gesellschaft und man käme ja auch schnell zurück mit so einem 9€-ticket.

das hätte ich machen sollen, denke ich gerade. jetzt erst, das ist natürlich zu spät.

natürlich hätte ich dann robin thiesmeyer nicht erlebt, wobei ich seine skizzen von meinem platz aus gar nicht sehen konnte. doch auch seine präsentation war beeindruckend, seine person zwischen lakonie und traurigkeit. ganz selbst, so schien es, und ganz und gar unterhaltung. da will ich nicht hin, das ist unmöglich. aber es ist dennoch gut.

und ich hätte nicht die geschichten vom krieg gehört, die waren wichtig. frauen kämpfen, indem sie all die care-arbeit leisten, im krieg. pakete packen und dahin transportieren, wo sie gebraucht werden. kindern geschichten erzählen, diese geschichten erst  noch erfinden, im krieg. und all das, es klingt und fühlt sich an, wie es ist: teil des kampfs, teil des siegs letztendlich.

heute war nichts, pause von den massen, den menschen, von denen ich kaum wen getroffen habe. aber sie waren alle da, so viele, ein kommen und gehen, wie der wind.

tage, an denen ich pause mache, also nichts tue im grunde, es zumindest versuche, sind immer irgendwie blöd. träge und hinterhältig, am ende habe ich immer trübe laune. ich sollte keine pausen machen, niemals nichts tun, einfach weiter, immer weiter.

ist doch egal.

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untermenschen *

10. Juni 2022 - 12:07

sie ist wieder da, die re:publica. und ich auch, ich bin da. übrigens mit meinem alten ticket aus dem jahr 2020, legendär. zweimal soll es in der zwischenzeit eine digitale re:publica gegeben haben. ich hatte sogar versucht, irgendwie dahinzufinden, wenn ich mich recht erinnere. aber für mich ist das nix, mich noch ausgeschlossener zu fühlen als sowieso schon auf solchen massenveranstaltungen. das halte ich in echt schon kaum aus.

so ist es auch diesmal. der erste tag verging in panik vor den menschen, den massen. es ist wirklich voll, und trotz viel draußen, alles immer offen und maskenempfehlung bzw. maskenpflicht in den kleineren räumen, bin ich zusätzlich zu der üblichen anspannung unter menschen doch auch besorgt, weil ich ja in zirka zehn tagen verreisen will. ganz sicher verreisen, muss, ganz wichtig, nach klagenfurt nämlich. live und in echt, vor ort, kaum zu fassen eigentlich.

aber ich schweife ab. viel sehen und hören kann ich auf der re:publica diesmal nicht, noch weniger als ich sonst schaffe. zum beispiel habe ich es nicht zu carolin emcke geschafft, obwohl das fest auf dem plan stand, weil die angst vor dem engen raum und der zu erwartenden masse zu groß war. und leider war gerade keine*r anwesend, um mich fürsorglich einfach mitzunehmen.

auch heute lasse ich es langsam angehen. noch sitze ich zu hause, die tomaten sind im plötzlichen sommerwetter explodiert und wollten angebunden werden, es gab ein paar kleine übersetzungssachen zu erledigen und überhaupt. ich will es bis in den abend schaffen, vielleicht tocotronic sehen, die ich (erst) in letzter zeit ziemlich mag. wobei das vermutlich wieder nicht gehen wird, weil es derselbe enge raum mit dem einen, kleinen eingang an der schmalen seite sein wird.

ohnehin ist ja morgen erst mein tag, da findet die offensichtlich recht kurzfristig neu erfundene .txt statt. das wird gut, hoffe ich, spannend und greift hoffentlich voraus. (soll ja auch in zukunft weitergeführt werden, wie ich gehört habe. da könnte die re:publica – zumindest im umfeld – tatsächlich nochmal richtig interessant werden.)

aber jetzt muss ich schnell noch was einkaufen, man kommt ja trotz allem zu nix bei so einer konferenz.

* eigentlich natürlich übermenscht

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06. Juni 2022 - 23:42

gegen mittag den helm geputzt, die kluft entstaubt und eine kleine runde gedreht. das motorrad läuft hervorragend, ich weiß nicht, womit ich das verdient habe. dazu war es die erste fahrt mit der neuen brille. auch die funktioniert außerordenlich gut. es ist eine immense erleichterung, den navibildschirm mit einem kurzen blick lesen zu können. die straßennamen, die geschwindigkeit, 30 oder 50. alles steht glasklar da. die fernsicht ist auch etwas besser, aber das war ja nicht so das problem. zum glück.

es ist mir seltsam fremd, das hier zu schreiben. es hat keinen wert, scheint mir eher unangemessen, fast sogar unverschämt. there are no more words, hat mir gestern jemand erklärt. kann durchaus sein, denke ich. worte aber sind meine aufgabe.

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kein dreck mehr

05. Juni 2022 - 13:46

die maschine, das olle motorrad, ist wie ein alter trecker. ich kann sie stehenlassen, in dreck und regen, sie lebt doch immer noch. springt an innerhalb weniger minuten, tuckert dann vor sich hin mit den üblichen kleinen aufschlucksern. so kenn ich sie.

natürlich muss zuvor die batterie, inzwischen ja mehr ein akku, keine säure, kein geblubber, ausgebaut und geladen werden. was kein problem ist, inzwischen habe ich zwei davon, da ist ein schneller wechsel garantiert. beim check der elektrik zeigt sich jahr für jahr zunächst der immer gleiche fehler: das rücklicht will nicht. das liegt am zündschloss. ich arbeite also mit ruckeln und rütteln, puste graphit in den schlitz und verteile es mit dem schlüssel. hundertmal hin und her, so weit es geht. lange passiert da nix, und jedesmal denke, dass es das dann wohl mal war.

der schlüssel, obwohl es egal ist, wie herum er eingesteckt wird, will wegen der rücklichtproblematik nur auf eine weise eingesteckt sein. das bleibt das ganze jahr so, immerzu muss ich vor dem losfahren schauen, ob das licht auch wirklich an ist. besonders nachts, und ständig bleibt da die angst, dass es irgendwann einfach gar nicht mehr geht. dann stehe ich da, es gibt ja nur eins. ein rücklicht. (gut, ich bin auch schon zwei stunden autobahn gefahren, nachts ohne rücklicht, indem ich den bremslichtschalter der fußbremse hochgedreht habe, sodass einfach dauerhaft das bremslicht an war. das hat funktioniert, war aber nicht angenehm.)

natürlich geht das rücklicht jetzt, aber es hat länger gedauert als das erste anspringen. nach monaten, vielleicht ein halbes jahr. so spät war ich lange dran nicht mit diesem alljährlichen erweckungsprozess. zum teil liegt das wohl daran, dass ich nicht mehr zur arbeit fahre, sondern jeden morgen einfach ins wohnbüro gehe. und es liegt an dem neuen e-bike, dass auf dne kleinen alltagswegenso mächtig spass macht. und den radradius ziemlich erweitert hat. es hat es tatsächlich geschafft und die motorradliebe ein klein wenig verdrängt. erst gestern war da plötzlich dieser impuls.

nach einer weile habe ich also herausgefunden, welche schlüsselseite die richtige ist und ein paar wiederholungen haben gezeigt, dass weiterhin eine grundsätzlich verlässliche lichtsicherheit besteht. wenn ich die bedingungen berücksichtige, so wie jedes jahr. zusätzlich habe ich mir eine kerbe in den schlüssel geritzt, damit ich ab sofort nicht mehr probieren muss. das hätte mir auch mal eher einfallen können.

am längsten ging das putzen. die sitzbank, der tank, die koffer und die griffe. kurz: alles, was regelmäßig angefasst wird. die spiegel blank waschen, alle lichter und das schild. (immer auch schauen, ob es nicht inzwischen auseinanderfällt.) putzen ist ein dreck, so ein maschinendreck. der geht schwer ab, das schmiere und öl im zweifel. das bleibt an den händen, den fingern, in den hautritzen, überall. schön ist das nicht, aber egal.

du willst dir doch später mal nicht die hände schmutzig machen müssen. das hab ich als kind oft gehört, wenn es darum ging, dass ich mich in der schule anstrengen soll. und nun? da arbeite ich alles, was ich arbeite, am pc oder im netz, alles mit worten und so. kein dreck. und mache mir immer noch die finger schmutzig. so schmutzig, dass es sich nicht so einfach wegwaschen lässt. dass ich warten muss, dass es rauswächst. das hat mein vater behauptet, dessen hände nie sauber waren. ich denke nicht, dass das stimmt. er hat sich einfach nicht gekümmert, es war ihm egal.

man kommt nicht an gegen den dreck, die eigene herkunft. da lässt sich nichts wegwaschen, das muss sich verwachsen.

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bergfrei

24. Mai 2022 - 22:48

seit über einer woche schon ist du küche so gut wie fertig, besonders seit der neue kühlschrank endlich da ist. der freude darüber steht allerdings der erneute wasserschaden entgegen, den mir der nachbar von oben beschert hat. alles wieder nass, küche und bad, wie schon einmal, etwas über ein jahr ist das her. (so kam das, ursprünglich, mit dem renovierungswahn von bad und küche.) da kommt einfach keine freude auf. auch keine wut, immerhin. nur dieses dumpfe gefühl, dass es nie gut sein wird. nichts, so sehr ich mich auch bemühe.

inzwischen sind die dunklen flecken auf der gerade frisch gestrichenen küchendecke einigermaßen getrocknet, jetzt sieht es nur noch so aus als hätte da wer hingepisst. das werde ich bald überstreichen können, vielleicht wenn ich aus wien zurückkomme. vielleicht auch schon zu pfingsten, mal sehen. weiße farbe fürs bad habe ich schon besorgt, das ist kein probem. aber ob das bisschen restgrau für die küche reicht? das wird sich zeigen. im grunde ist es mir egal, dann bleibt halt die pisse. (so gehört das.)

nein, es ist kein guter tag. es ist keine gute zeit. es gibt keinen boden mehr, die letzten zwei, drei jahre haben mir viel genommen. illusionen! das ist gut, ich muss und ich kann ohne.

problematisch ist nur das mit dem schreiben. damit verliere ich anderes und mehr, und es fehlt genau das. dabei weiß ich, dass ich schreiben könnte, ohne probleme vermutlich. es gibt keine blockade. es gibt nur die leere, die alltägliche lebensleere, die alles andere schwer bis unmöglich macht. bis zur erschöpfung, tag für tag.

da ist eben keinen boden, nicht mehr. und es gab ihn wohl nie, ich erinnere mich genau. wie ich als kind bei jedem schritt dachte, ins leere zu treten. (und ins bergfreie zu fallen, wie die kumpel sagen. allein.) in das mich umgebende nichts. so sollen kinder nicht sein, ich weiß.

aber wen kümmert das schon.

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endlich

22. Mai 2022 - 23:52

ich sollte schreiben, wenigstens in dieses blog. jeden tag einen satz oder so, wenigstens. (nee, das wird ganz sicher nichts.) aber für heute vielleicht den, den ich schon so in etwa getwittert habe.

was ich habe, was mich hält im leben: dieses tiefe vertrauen in meine sterblichkeit.

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früher war alles

06. Mai 2022 - 00:44

nach der österlichen küchenrenovierraserei, mit zwei wochen pause also, bedingt durch die zeitweilige nichtnutzbarkeit der rechten hand, heute mit der noch unvollendeten küchenarbeit weitergemacht. und ich bin dumm, ich reiße die letzten tapetenreste ab, das dauert, und verspachtel anschließend auch noch (nicht nur meine) meine bohrlöcher. obwohl ich an genau der stelle in den nächsten tagen oder so eine vertäfelung anbringen werde. ich hätte es also einfach so lassen können, ist doch egal, sieht ja keine*r. aber ich bin so, ich kann nicht anders. ich will es schön, auch darunter. gerade darunter.

immerhin streiche ich nicht auch noch darunter, das habe ich mir gegenüber durchsetzen können. auch, weil ich nicht mehr genug farbe habe, das hat mir die entscheidung ein wenig erleichtert. bei der arbeit einen antiken dübel gefunden, einen kleinen holzblock, der in die mauer geschlagen wurde. saß noch noch stabil und fest, wird wohl auch so bleiben. gleich darunter zwei moderne plastikdübel von mir, zufällig dort gesetzt, durch die zuvor angebrachte tapete. darum herum ein großes bröselndes loch, das sich kaum verspachteln lassen wollte. ich weiß nicht recht, welche methode in den fall das bessere bild abgegeben hat. rein optisch das holz, aber da war ja mein regalbrett nicht angeschraubt. vielleicht nur ein bild, irgendwann.

was anderes: wien. nachdem mir bereits drei buchungen geplatzt sind, tatsächlich, war ich nicht mehr sicher, ob ich den für 2020 bereits gebuchten besuch wirklich nachholen wollen würde. oder sollen vielleicht. dann hat es aber gleich auf anhieb geklappt, eine ziemlich kleine, dafür aber superzentrale hütte für einen fantastischen preis. jetzt also doch, alles wird gut.

die euphorie wollte es, dass ich mich gleich danach auf die seite der österreichischen botschaft in berlin begeben und einen termin gebucht habe. ging ganz leicht und war schon für anfang august möglich. einen deutschen pass zu beantragen dagegen scheint in berlin gerade so gut wie unmöglich, die termine in den bürgerämtern ab juli sind offensichtlich noch nicht einmal freigeschaltet.

jetzt bin ich gespannt, ob ich im konsulat einen pass kriege. ich habe nichts gefunden, was dagegen späche, abr wer weiß. dennoch: dann könnte ich nach so ungefährt 45 jahren, was ich damals mit 13 schon wollte. beides haben und sein.

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aktiviren

02. Mai 2022 - 00:28

ich könnte mich zwingen, darin bin ich gut. ich könnte nach der uhr arbeiten, schreiben. so wie man auf konzerte geht, ins kino oder theater. einen platz buchen und anwesend sein, egal wie. so machen es doch alle. nur ich, sturkopf, will, wenn es wichtig ist, immer noch das eigene leben. so sehr es mir auch ausgetrieben wurde, von anfang an. wozu gibt es das sonst, das eigene.

schreiben ist wichtig. vielleicht sollte ich mir das groß an eine wand schreiben, oder als mantra jeden morgen meditieren. besser noch jeden freien, unbedachten moment. doch ich kann das nicht oft und viel zu oft nicht leiden, dieses sitzen und atmen. nichts tun, nur lassen.

am allerbesten wäre wohl eine art aktive meditation: das schreiben.

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