am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ada lovelace day: conceiving ada

heute ist ada lovelace day, ein tag, der den wissenschaftlerinnen, ingenieurinnen und programmiererinnen dieser welt gewidmet ist. was kann ich da tun? ich bin und bleibe eine blöde sprachhandwerkerin, die immer nur ausflüge in diese bereiche unternimmt. also ab und zu mal das motorrad flickt, notdürftig, weilo es eben sein muß, und ein bißchen mit dem hauseigenen css herumspielt. mit der betonung auf spielt.

na logisch, ich verweise auf ein exquisites narratives element, auf den film conceiving ada aus dem jahr 1997. wobei sich mir gleich die möglichkeit eröffnet, ganz nebenbei auch noch auf die zauberhafte tilda swinton aufmerksam zu machen, die die countess verkörpert. außerdem hat dieser film kurz nach seinem erscheinen bereits stark differenzfeministisch riechenden ärger provoziert. na, wenn das keine empfehlung ist?!

watch it, if you can.

noch nicht einmal die heizung angehabt in diesem herbst, der bis jetzt eigentlich ein schwindender sommer ist. dafür steht die balkontür den ganzen tag weit offen. zumindest solange nicht die bagger draußen über die maßen baggern. heute war der dritte tag, an dem ich von hämmerndem lärm und dem leichten vibrieren meines bettes geweckt wurde. morgen wird dafür dann das wasser abgestellt. es ist eine tolle zeit.

heute mal wieder kräftig durchgekiesert. die sehnen surren jetzt noch. feierabend.

herzschatten

in meinem badezimmer wohnt zur zeit eine fliege, die ist breiter als lang. vielleicht eine kleine mutantin, ich weiß es nicht. aber sie wirft einen herzförmigen schatten. (und ich habe eine kamera, die leider wenig makrotauglich ist. ja.)

dualismus

klingt wie eine krankheit. bedeutet wohl, daß eine von beiden immer die kleinere, blödere, häßlichere, widerlichere, ekelhaftere ist. mit anderen worten: ich.

das leben der anderen ist anders

das lerne ich wohl nie. wie verweist man menschen, die ahnungslos jede grenze ignorieren und freudig überschreiten, zurück in ihre schranken. ohne daß ich es so meine natürlich. ich bin ja nicht böse, unterstelle keine üblen absichten. ich beherberge offensichtlich nur eine allgemein unübliche grenzgestaltung in mir. wie also nein sagen, wenn es zum nein sagen zu spät ist. wenn die situation nur noch eine grobe zurückweisung erlaubt. oder aber schweigen und warten. was erfahrungsgemäß ebenfalls nicht gut ankommt. weder bei anderen noch bei mir.

präsenz

massentreffen mit berufskolleginnen im weitesten sinne. sowas bestehe ich ja nur schwer, vorwiegend wegen der masse eben. und wegen des zwangsläufigen lärms. mit menschen sprechen, deren stimmen ich im soundbrei kaum verstehen kann. außerdem gefühlte unendliche male die frage nach dem ich. wer bist du? was machst du? was ist dein erfolg? den ganzen abend also an einer intelligenten, stimmigen antwort gegeübt. was gar nicht so schlecht war. auf die zumutung des egos eine zufriedenstellende antwort finden, die nicht wirklich falsch ist. die jedoch gleichzeitig die echte, wahre nichtigkeit meiner selbst ungestört, unberührt läßt.

hat spaß gemacht.

spiritual rant

viel zu oft machen sie ihre augen lächeln, viel zu selten vermag ich das nachzuempfinden. ihr denken ist simpel, ihre bilder flach. so einfach ist das. sie reden viel vom schweigen, doch sie ertragen es ebensowenig wie ich. sie reden von der offenheit des herzens, während es in ihren bäuchen rumort. ich kann hören und sehen. ich bin eine von ihnen. und ich lehne das ab. grundsätzlich.

emotwist

gefühle sind ja mehr so wie das wetter. windig mitunter, manchmal auch wärmend, auf jeden fall variabel. meist wechseln sie sogar noch schneller. alles geht vorbei, das steht fest. jedes hoch und jedes tief. nur das wetter an sich, das bleibt.

nichts ist so wenig wichtig wie der wetterbericht von gestern. nein, ich sammle keine wetterdaten. also fragt gar nicht erst.

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