am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

habe mir dieser tage mit ein paar worten eine schwere last vom herzen gestemmt. wurde dafür mit guten nachrichten belohnt. und mit einer dieser sich sanft öffnenden zarten traurigkeiten.

weihnachtsfrieden

eine der schönsten weihnachtgeschichten ist und bleibt dieser seltsame weihnachtfrieden, den es wohl tatsächlich zum ende des ersten weltkrieges gegeben hat. keine legende also, diese kurze zeit im niemandsland, zwischen den lagern. trauer und trost, getauschte geschenke und gesang. und fußball natürlich, wie könnte es anders sein zwischen engländern und deutschen. mitlerweile mit legenden gespickt, sicherlich. dennoch ein nachhaltiger beweis, daß menschen einander nicht mehr töten mögen, wenn sie einmal angefangen, miteinander zu sprechen. eigentlich.

meine weihnachtsgeschichte

andere bauen gerade den weihnachtsbaum auf, ich habe soeben schonmal das bügelbrett in position gebracht. in ein paar stunden ist zeit für mein alljährliches weihnachtsbügeln, ist ja bekannt. oder nicht? hier die erklärung in sechs teilen: teil iteil iiteil iiiteil ivteil vteil iv

immer wieder schön. aber jetzt werde ich erst noch ein bißchen arbeiten, ganz in ruhe.

weihnachtsfail

in den letzten tagen bin ich mehr denn je zum paketumschlagplatz der gesamten hausgemeinschaft mutiert. zwei oder drei paketdienste luden tagtäglich diverse kisten und tüten bei mir ab, und nahezu die gesamte nachbarschaft pilgerte anschließend zu meiner tür, um ihrer bestellung habhaft zu werden.

immer gleich öffnen kann ich in dieser woche nicht, zu oft bindet mich das headset an die jeweiligen interviewpartner. so wird mir manchmal der stapelplatz im flur recht knapp. gut, daß sie immer da sind, sagt mit die frau von nebenan dennoch, als sie mich endlich erreicht. und schenkt mir eine flasche wein dafür. einen moment lang denke ich darüber nach, was sie wohl von mir denkt. immer zuhause, wie das klingt. und dann mittags um kurz nach zwölf die tür nicht aufmachen. da paßt wohl ein wenig wein ganz gut ins bild.

einmal, es ist schon dunkel,  steht der kleine junge von ganz oben in strumpfhosen begierig vor meiner tür. das paket, das ich ihm auszuhändigen habe, ist zirka dreimal so groß wie er. und schwer. das ist aber groß, sage ich ihm. und schwer. aber der kleine packt es und schleppt es tapfer bis zur ersten treppenstufe. paß auf, sage ich noch. da ruft er stolz nach seiner mutter. und steht da wie ein held. in strumpfhosen.

ein weihnachtsgeschenk habe ich übrigens auch bestellt, vor wochen bereits. bis jetzt ist es nicht bei mir angekommen, vielleicht ist es parallel  zu dieser aktion schon verloren gegangen. obwohl mir die paketversender inzwischen versichert haben, daß die ware erst in der letzten woche auf die reise gegangen ist. nun ja, das ist pech. oder es kommt noch, morgen. was auch zu spät wäre, weil ich es noch hätte weiterschicken müssen.

ich bin aber sowieso nicht sicher, ob ich mich das getraut hätte.

wochenendarbeit ist durch. morgen kommt dann wieder die fleißarbeit. wobei: arbeit ist arbeit. oder?

devon

in meinem baileysglas schmelzen die eisherzen. ich denke, zu weihnachten mache ich mir so ein richtig englisches essen, wie früher. mit baked potatoes, richtig cross, und viel käse. und mit salat für in die leere kartoffelkruste ganz zum schluß.

zur erinnerung an eine zeit, als ich noch jung war und dumm und geliebt. ohne es zu wissen, alles.

winterschläfrig

gestern nacht den biorhythmischen gegebenheiten nachgegeben und den wecker um 45 minuten vorgestellt. dann vergessen, ihn anzuschalten. trotzdem prompt eine stunde früher, also beinah richtig pünktlich, am schreibtisch gesessen. geht doch.

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