am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

die große migräne einfach mal auslassen, das scheint nicht vorgesehen zu sein. heute permanent steigende medikation, bis hin zum größten klopper. schließlich ist da dieser wichtige termin, unverschiebbar. so ist das leben

hat aber gewirkt. keine schmerzen, keine übelkeit mehr. dafür dieser medirausch, leichter schwindel bei jeder bewegung. hoffentlich sieht das von außen nicht besoffen aus. ich bin alles andere als das.

kleine migräne ist, wenn das raubtier nur den nacken leckt. wenn es die finger in den rücken bohrt und nach muskeln und nerven greift. wenn es mir den heißen atem ins auge bläst, milde lächelnd. beinah gütig.

dann funktioniert alles, auch arbeiten und essen. sogar lachen und gute laune haben. zufrieden sein, wenn auch irritiert und ängstlich. nur menschen gehen nicht, ihre ansprüche und erwartungen. da hilft auch kein wort.

lauernde migräne. ich hoffe nicht. ich warte nicht. ich lebe.

life goes in circles

gerade habe ich den jahreskalender in der küche ausgetauscht. (ein bißchen spießig so ein kalender, ich weiß. das ist auch – fast – nur in meiner küche erlaubt. and who cares anyway?) dabei auf das dezemberbild 2010 und das deckblatt 2011 gestoßen. zwangsläufig.

circles are spirals moving forward in time.

so. mir reicht es jetzt mit dem geschepper. also aus jetzt, gut ist.

dachlawinen von außen

unten vor der haustür türmen sich schneeberge. ein einzelner mann mit pudelmütze schaufelt daran herum, baut hüfthohe schneewände an den bordsteinrand. und oben auf dem dach läuft ein mensch mit einer lichtquelle auf dem kopf die stromgewinnungsanlage ab. oder irgendetwas in der art.

dachlawinen

seit ein paar tagen ist das haus, in dem ich wohne, mit weißrotem flatterband von der umwelt abgeschottet. es drohen abstürzende dachlawinen. das lustige daran: wenn ich aus dem haus trete, stehe ich quasi mitten im sperrgebiet und muß mir erstmal einen weg unter der absperrung hindurch suchen, um in die freiheit zu gelangen. neulich hat nun der hiesige hausmeister mit zwei alpin gerüsteten kletterern konferiert.

seit fast zwei stunden wird jetzt abgeräumt. regelmäßig verdunkelt sich meine sicht, große brocken stürzen vor meinem wohnbürofenster zu boden. das knallt ganz schön. da oben ist also wer schwer zugange, die beiden seile baumeln ebenfalls direkt vor meinem fenster. und unten steht einer, dick eingepackt, alpin eben, und paßt brav auf.

blöd ist, daß ich eigentlich mal kurz aus dem haus müßte. ich trau mich aber nicht.

nachtrag: das ganze heißt übrigens seilgestützte höhenarbeiten. und ich schätze, daß sich besonders auf der seite so viel schnee gesammelt hat, liegt an den seit diesem jahr dort installierten sonnenkollektoren.

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