am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

details

die via internet aus der heimatstadt angeforderte kopie meiner geburtsurkunde, die zu meiner großen verschrecktheit bereits nach zwei tagen bei mir eintraf, informiert mich überraschenderweise auch über den zeitpunkt der eheschließung meiner eltern im winter 1961, zwischen weihnachten und neujahr, ausgerechnet. das erklärt einiges.

ebenso tief trifft mich die tatsache, daß ich beim ersten lesen des dokuments spontan der auffassung war, der vorname meines vaters sei definitiv falsch geschrieben. was sich bei näherer überprüfung in seinem alten reisepass jedoch als nicht zutreffend herausstellte. zu meiner entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß er selbst die lange form seines namens nie wirklich verwandt und die kurzform tatsächlich immer ohne das vermeintlich überflüssige e geschrieben hat. so wie engl auch.

spät abends, mitten in der nacht im grunde, schnell noch einen großen ärger erwischt. er mich oder ich ihn? egal. jetzt erstmal wieder runterkommen, irgendwie. keine leichte sache.

märz

ich mag dieses frühlingslicht, diese plötzliche weiche, gepaart mit den letzten winterbissen im gesicht.

fremde welten treffen aufeinander. sonne und dreck, licht und lärm. so ist berlin. gestern habe ich etwas getan, was mir nur noch selten gelingt. ich bin in einem buch verschwunden, stundenlang, wie als kind. bis der kopf in watte weich gar nichts mehr wußte von dieser welt. heute dann quer durch die liste gejagt und etliches erledigt. darunter gleich drei an- und ausstehende blogartikel, geschenke also. und eben noch schnell rechnungen geschrieben. jetzt die pflanzen wässern, das wär noch gut.

kalt ist es. dunkel auch. ich hab mir die arbeit auf den schreibtisch gelegt, griffbereit. jetzt surfe ich ein wenig drumherum. alles halb so schlimm. ;)

die küche so mittelmäßig gründlich putzen, also mit herd schruppen und boden wischen, aber ohne schränke ausräumen und regalböden aufräumen, dauert so etwa 90 minuten. das ist eigentlich gar nicht so schlimm, finde ich. im nachhinein.

müde. fertig. feierabend.

müde. vielleicht, weil ich das kiesern endlich wieder aufgenommen habe. ich sag jetzt besser nicht, nach wie vielen wochen. und dann auch noch gleich festgestellt, daß die linke schulter wieder mal satt fest sitzt. keine ahnung, wie lange schon. merkt man ja so im allgemeinen schreibtischalltag nicht.

we all want to change the world

schon recht, mehr als das, wenn sich die menschen in ägypten jetzt erstmal freuen und wir europäer und sonstige westler ein wenig staunen. und uns fürchten vor dem, was da noch kommen mag. denn natürlich hat don recht, wenn er schreibt: Man wird abwarten müssen wann, ob und in welcher Form das Militär Gespräche mit der weitestgehend unorganisierten Opposition aufnehmen wird und welche Bereiche überhaupt besprochen werden können.

andererseits hätte es schlimmer kommen können. gestern nacht zumindest hatte ich noch ganz andere bilder im kopf von dem, was soldaten alles anrichten können. von daher könnte man auch sagen: so weit – so gut! einstweilen.

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