am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

interim

ich mag diese zeit zwischen den jahren. und ich bin nicht ich allein, andere – nur wenige zwar, aber immerhin – verstehen das. ich liebe die stille, die sich genau jetzt herstellen läßt, mit wenigen mitteln. man muß es nur wollen. ich liebe die nächte, ob sie nun heilig sind oder nicht. ich lese, ich spiele, ich denke. ich bin gern mit mir, und noch lieber steige ich hinab in die tiefe. dahin, wo ich sowieso zuhause bin. dort treffe ich auf mich, viel zu selten im grunde. lange nicht gesehen, sage ich mir dann. viel zu lange.

so kann das nicht weitergehen. da muß sich was ändern. dringend. denke ich gerade.

oh

wunschlisten funktionieren offensichtlich doch irgendwie. gerade mußte ich feststellen, daß schon zwei positionen vergeben wurden. und zwar zwei ganz reizende.

und jetzt? jetzt weiß ich auch nicht weiter. ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt mitkriege, wer das denn gewesen ist.

danke.

wunderbare weihnacht

wirklich. zwei bügelsessions diesmal, gestern und heute auch noch mal. so gut hatte ich vorgearbeitet. außderdem ist es ein großartiges gefühl, den posten steuern 08 von der ewigen liste zu streichen. endlich. wenn auch nur, um gleich darauf den posten steuern 09 einzufügen. aber gut.

obwohl ich mich immer wieder mal frage, wie wohl das leben ganz ohne liste wäre. morgen probiere das aus. der wecker bleibt stumm, die liste tabu. vielleicht gehe ich kiesern, wer weiß. vielleicht streiche ich auch die schlafzimmerwand oder baue den neuen herd endgültig fix ein. silikon habe ich extra noch gekauft.

ach, alles unsinn. das beste wäre wohl, ich lasse den ganzen scheiß und mache einfach mal nichts. was dabei wohl rauskommt?

buchsuche, verzweifelt

neulich habe ich von einem buch gehört, das mich interessieren würde. ich hatte mir autor und titel notiert, und anschließend sogar nachgesehen, ob ich es nicht vielleicht gleich bestellen sollte. soweit ich mich erinnere war ich dann ein wenig abgeschreckt von dem preis, der, glaube ich, etwas über 40 euro lag. ein ganz schöner schinken, nur gebundene ausgabe dazu. wenn ich mich recht erinnere.

und jetzt finde ich leider nicht einmal mehr den zettel, auf dem die notwenigen eckdaten stehen. schön blöd.

also: in dem buch geht es um österreich oder die österreicher, um die seele oder das wesen von östrreich. oder so ähnlich. der autor ist engländer oder australier, ich weiß nicht mehr so genau. er lebt auch nicht in österreich, kommt immer nur zu besuch. gute voraussetzungen, da kann man so ein buch sicher ganz besonders gut schreiben.

nur ich kann es jetzt leider nicht mehr finden. weiß wer weiter?

im minus

scheint wirklich kalt zu sein. es ist ganz still draußen, und ich habe gerade im schlafzimmer die heizung hochgedreht. kurz vor dem zu bett gehen. schlafen tu ich aber wieder kalt und mit offenem fenster.

fünf tage noch. muss dringend frische misteln finden.

immer noch liegt mein ego im dreck. da, wo die geliebte es vor wochen schon hingeworfen und liegengelassen hat. ich überlege jetzt, es einfach dort zurückzulassen und allein weiterzugehen. was soll ich noch damit? soll es doch verrotten, so ist das sicher gedacht. all things must die. was sowieso das beste ist im leben. die möglichkeit zur transformation.

verdammmtes werkzeug

als ich gestern nacht, das heißt eigentlich heute morgen, wenn ich ehrlich bin, nach hause kam, funktionierte das licht in der großen kammer nicht mehr. eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich das überhaupt gemerkt habe, mitten in der nacht. da hatte ich in der kammer nichts zu suchen. das war vorher, am nachmittag. als ich das neue regalbrett an die schlafzimmerwand gebohrt habe. vorher hatte ich es noch zurechtgesägt und an einer stelle frisch verleimt, obwohl ich es ja fertig gekauft hatte. so ist das eben manchmal. alles schrott.

es ist ja immer wieder überraschend, wieviel verdammtes werkzeug man braucht, um ein einziges brett an die wand zu bringen. das liegt dann alles irgendwo auf dem boden rum, in drei räumen verteilt, wenigstens. und alles versinkt in chaos und staub. andererseits ist es natürlich ganz normal, das gehört dazu. da können sich alle saubermänner und hausfrauen noch so aufregen. das geht nicht anders.

nur, daß dann stunden später das licht in der kammer, wo mein gesammeltes werkzeug lagert, plötzlich den geist aushaucht, das gehört nicht zum programm. da besteht vermutlich auch kein kausalzusammenhang, das war einfach nur zufall.

kein zufall dagegen ist der verkohlte phasenprüfer kurz nach dem kurzschluss. so ist das, wenn man mitten in der nacht auf die idee kommt, am strom zu basteln. wenn man dann mithilfe eben dieses phasenprüfers elegant die beiden pole der lampenfassung miteinander verbindet. logisch. dann funkt und knallt es, sekundenbruchteile, es rieseln kleine fetzen auf das haupt hernieder, obwohl die sicherung längt raus ist, und ein hauch von hitze hallt nach.

schön dumm. die neue lampe heute hat aber alles wieder ins lot gebracht. 1,95 im baumarkt. einen zweiten phasenprüfer hatte ich ja noch.

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