am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

rotweiß | 1:2

heute nachmittag saust neben mir – auf dem fahrradweg, naja – ein roller, an dem eine rotweiße fahne flattert. klar, denke ich, türkei, was sonst. wir sind ja hier in berlin. war aber dann doch kein mondstern, sondern ein schlichtes kreuz. tatsächlich. ein nachträglicher, eidgenössischer gruß?

inzwischen ist das spiel vorbei. nur wenig jubel und hupen in neukölln. eben noch ein paar, auf der sonnenallee vermutlich. grad noch eine einzige, ganz alleine.

schade!

heute gutes fußballwetter, in berlin zumindest. sogar für public viewing, denke ich. oder etwa nicht? außerdem hervorragendes motorrad- oder aber rollerwetter. ganz bestimmt.

andere länder, andere sitten

obwohl die em-beflaggung durchaus ähnlichkeiten aufweist, in der josefstraße in zürich und in der mainzer straße in friedrichshain zum beispiel. auch die schlachtgesänge sind identisch, zumindest in der melodieführung. der sinn der worte erschließt sich mir ohnehin in vermutlich keiner sprache.

warum die zürcher aber in den letzten tagen eine übergroße runde derartiger hosenscheißer in ihren stilvollen hauptbahnhof gebaut haben, bleibt mir unverständlich. bewacht von reichlich personal, wenigstens zwei pro schuh, denke ich, wurde dennoch nach zwei tagen bereits mit rotweißem flatterband abgesperrt. schön ist das nicht.

nachtrag: mehr infos hier, scheint eine berliner werbeagentur verzapft zu haben, das ganze. peinlich.

ist nasenspray eine im flugzeuggepäck verbotene flüssigkeit? gilt der hsb-button am rucksack als waffe? oder das winzigkleine schweizermesser, obwohl der flug doch in die schweiz geht? keine ahnung.

diese modernen zeiten verlangen immer wieder nach lösung äußerst seltsamer rechercheaufgaben. aber das gehört wohl dazu, nicht nur beim schreiben.

das berliner kopfsteinpflaster übt seine nachhaltige wirkung. die maschine macht anstalten, ihr rücklicht abzuwerfen. also war kurz mal echtes schrauben, soll heißen anschrauben, angesagt. kein problem. so hat wenigstens mal was geklappt heute.

mißmut

kann ich echt nicht leiden, die leute, die jetzt überall ihre fahnen raushängen. ungebügelt.

etwa die hälfte der menschen, die meine wohnung betreten, äußern sich zum thema ordnung und struktur. die allermeisten positiv, denke ich. damit kann ich leben. auch wenn ich mich regelmäßig zu entschuldigen pflege, wenn mir das thema persönlich vorgetragen wird.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner