enge spielt oft ein seltsames spiel mit weite. ähnlich wie die zeit, die sich dehnt oder zusammenzieht, je nachdem, ist das eine wie das andere. gleich. so ist es seit jeher, mit den teilen dieser welt, die sich gegenüber zu stehen scheinen.
einstmals empfundene liebe läßt sich bewältigen, auch das ist ein fakt. die diesbezüglichen regeln sind denkbar einfach. obwohl es dabei nicht um das vergessen geht, das die zeit angeblich mit sich bringt. so einfach ist es nun auch wieder nicht. in dieser hinsicht bin ich auch nicht besonders talentiert, seit jeher tue ich mich damit besonders schwer. mit dem vergessen, meine ich. dazu fehlt mir jegliches talent.
ohnehin ist das wesen der bewältigung einer liebe viel eher die vermeidung. eine denkdisziplin, ausgeweitet ins negativspektrum. eine nichtdenkdisziplin sozusagen. die überwältigung des ehemaligen liebeslandes mit anderem schrott, sei es arbeit oder krieg. oder eine sogenannte neue liebe. das ist alles.
schrott und krieg liegen mir, das ist kein problem. eine neue liebe dagegen ist mir zur rechten zeit noch nie untergekommen. daran liegt es wohl auch, daß ich letztendlich doch immer wieder zurückkehre, nach jahren noch. in das verbotene land, in die wüste.
das ist peinlich, verflucht nochmal. und ich wage kaum zu denken, was passieren würde, wäre es einmal wirklich liebe, irgenwann.
alle tage
gegen sechs einschlafen und um kurz vor zehn schon wieder von der postbotin geweckt werden, das macht nicht wirklich einen guten tag. so auch heute nicht. stunden vergehen, bis sich ein wenig linie in der arbeit zeigt. ein ganz klein wenig. und dann ist es nur bürokram. ein kleiner werbebriefstapel, weiter nix. übel. vor allem, weil es darüber hinaus tatsächlich nichts zu sagen gibt.
ein hoch auf die wodkajahre, alle kommenden
ab sofort beginne ich jedes neue jahr mit wodka. nie wieder sekt, ich verabscheue sekt. wodka hingegen ist positiv besetzt. ergo sind wodkajahre gute jahre. bislang zumindest, und das ist doch schon mal was. es spricht allerdings nichts gegen einen späteren wechsel zu tequila oder whiskey, meinetwegen auch martini oder sambuka. aber nie wieder sekt, nicht einmal den allerbesten. das ändert ja auch nichts. sekt taugt einfach nicht für mich. okay? (danke sven!)
ich eben im café bilderbuch: wie heißt nochmal bier mit limo drin? alzheimer?
happy new year
das dritte silvester in berlin, diesmal in friedrichshain. dort, in einem der oberen geschosse, an einer großen, breiten kreuzung, läßt sich der straßenkampf ertragen. ein bißchen sogar genießen, wenn ich ehrlich bin. die lichter, das heulen und zischen, dagegen der verhalten wirkende jubel vereinzelter gestalten. mit der kraft der drei wunderkerzen verfluche ich das jahr 2006, im hintergrund turnt die stimme von farrokh bulsara in bemerkenswerte höhen und einer der anderen gäste schubst verschmitzt eine leere bierflasche vom balkongeländer. scherben bringen glück. dumm nur, daß die flasche ganz bleibt. die erste zumindest.
die nacht zieht sich, bis in den morgen. die themen kreisen um entscheidungen, die zu treffen sind, wahrsager und katzenschänder sowie die globale erwärmung. und über sex natürlich. sekt mußte ich keinen trinken, statt dessen habe ich mir einen soliden wodka zum anstoßen erschlichen. insgesamt eine ziemlich gute mischung. schlafen gehe ich bei tageslicht.
die karten heute morgen liegen ausgesprochen gut, um nicht zu sagen hervorragend. 2007 scheint mir gewogen zu sein. mal ganz vorsichtig ausgedrückt.