am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

dämmerung

früh morgens, auf dem weg nach hause. berlin ist seltsam leer. und das wesen der freiheit ist die illusion.

wait & cut

an den seiten ein bißchen spitz, fragt sie und schnippt mit der schere. ich zucke mit den achseln, ohne brille sehe ich nicht bis zum spiegel. und hinten vielleicht fransig? ich weiß es nicht. vielleicht, sage ich dann, mal was anderes. und schäme mich gleich für diese blödsinnigen satz. wenn du mal weggehst, sagt die frau mit der schere zufrieden, kurz bevor sie dann gnadenlos loslegt und oben gleich ein bißchen zuviel abschneidet. das spüre ich, ganz genau, auch ohne brille. zu spät.
naja, was will man verlangen, denke ich, als ich meine acht euro plus trinkgeld löhne. so ist das eben in diesen läden, in denen man abgefertigt wird wie beim amt oder beim arzt. das wartezimmer ist immer voll, und alle murmeln zum abschied brav auf wiedersehen. wie im chor.
inzwischen hab ich mich schon ein bißchen gewöhnt, merke ich gerade. und gleich gehe ich mal weg, dachte ich mir so. hat die frau ja gesagt.

wait & cut

an den seiten ein bißchen spitz, fragt sie und schnippt mit der schere. ich zucke mit den achseln, ohne brille sehe ich nicht bis zum spiegel. und hinten vielleicht fransig? ich weiß es nicht. vielleicht, sage ich dann, mal was anderes. und schäme mich gleich für diese blödsinnigen satz. wenn du mal weggehst, sagt die frau mit der schere zufrieden, kurz bevor sie dann gnadenlos loslegt und oben gleich ein bißchen zuviel abschneidet. das spüre ich, ganz genau, auch ohne brille. zu spät.
naja, was will man verlangen, denke ich, als ich meine acht euro plus trinkgeld löhne. so ist das eben in diesen läden, in denen man abgefertigt wird wie beim amt oder beim arzt. das wartezimmer ist immer voll, und alle murmeln zum abschied brav auf wiedersehen. wie im chor.
inzwischen hab ich mich schon ein bißchen gewöhnt, merke ich gerade. und gleich gehe ich mal weg, dachte ich mir so. hat die frau ja gesagt.

soft room

gegen ende des zweiten berliner winters endlich dazu gekommen, im schlafzimmer blickdichte vorhänge anzubringen.

good morning

übler als der lärm sind die erschütterungen des fußbodens, am schlimmsten aber die tatsache, daß der auspuff des baggers nach oben, richtung schlafzimmerfenster zeigt.

lesungshinweis

nach dem baden sagt mir der nur selten gemachte schritt auf die waage, daß seit anfang des jahres bald 5 kilo weggehungert sind. ganz und gar absichtslos, also fast eine freude, würde ich sagen. wenn ich nicht wüßte, wie und warum. aber das nur am rande, und nichts weiter an dieser stelle. samstag ist schließlich das große fressen angesagt. äh, lesen meine ich natürlich. ;-)
und ich bin dabei.

erfahrungswerte

pisswetter, wie in wtal. also irgendwie heimatlich, immer noch. andererseits natürlich die gewissheit, daß sowas hier nicht allzulang dauert. nicht in berlin. das hat was, das gefällt.

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