am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

dreierlei

heute waren die fensterbauer zum zweiten mal da, um sich zum zweiten mal um das festsitzende oberlicht der balkontür zu kümmern. das hat nun schon zum zweiten mal nicht geklappt. das fenster macht sich einen spaß und sitzt nach ein paar stunden wieder bombenfest. zum zweiten mal jetzt, also werde ich da gleich morgen noch einmal anrufen dürfen. auch zum zweiten mal.

vor und nach dem besuch der fensterbauer habe ich viel von dem übersetzt, was ich gestern recht akribisch vorbereitet habe. das lief ganz gut, flott vor allen, nach dem SEO-scheiß der letzten wochen, wenn nicht monaten. diese verdammten satzfragmente und das ständige buchstabenzählen, das war ein einziges elend. natürlich habe ich jetzt, wo es wieder um fließtext geht, gleich wieder ein paar fehler in den vorlagen entdeckt. das ist im grunde völlig normal, übersetzen ist eben auch qualitätsmanagement. immer.

zuletzt dann noch in den text, das anstehende kapitel hatte ich ja ebenfalls gestern schon zur überarbeitung aufbereitet. das war ein ausgezeichneter wiedereinstieg, es lief einfach, fast wie von selbst. (viel gekürzt, da stand aber auch mächtig viel geschmadder. himmel! aber dazu ein andermal.)

und draußen ist schnee, aber das ist mir jetzt zuviel.

sonst noch was

was für ein verdammter tag.

erst im brotberuf endlich diesen verflixten brocken bewältigt, mit dem ich jetzt fast zwei wochen gekämpft habe. ein lernkampf noch dazu, fast ohne produktivität. das nervt ja besonders. und so richtig zufrieden bin ich immer noch nicht. im gegenteil, es könnte auch daneben gegangen sein. das werde ich sehen, nächste woche oder so.

dann bei meiner physiotherapeutin auf dem tisch. (sagt man das so?) und währen sie meinen arsch dehnt, damit mir die tangoachten besser gelingen, rede ich über kampfsport und andere dinge, die früher einmal waren. später, als ich allein in der wärme liege, träume ich, wie ich als kind träumen konnte. irgendwo zwischen bewusst und abwesend.

zuhause wechsel ich in die andere arbeit, sortiere die verschiedenen aufgabenstellungen, von denen sich mächtig viele angesammelt haben. ich verschaffe mir übersicht und versuche einen plan. der steht noch nicht so recht, aber eine idee scheint sich durchzusetzen, ist fast schon ein gefasster entschluss. einen recht umfangreichen teilbereich werde ich, wenn es irgendwie geht, auslagern und an jemand anders delegieren lassen. zumindest die rohübersetzung, danach kann das auch wieder in meine hand. aber grundsätzlich ist das einfach nicht mein fachgebiet. (fühlt sich richtig an, auch wenn ich damit auf geld verzichte.)

zuletzt noch in den text geschaut, den roman. das kapitel, das zur überarbeitung ansteht. auch hier: mir einen überblick verschafft, die verschiedenen abschnitte erfasst und die stimmung und die übergänge notiert. auch die schwierigkeiten gesehen. alles gut, wunderbar. das mache ich am liebsten, am besten. das macht mir keine angst, niemals.

und so war dieser tag ein wirklich guter tag. das wetter könnte besser sein, aber das licht war schön. corona könnte auch weg, von mir aus. aber sonst!?

jetzt

ist ja nicht so, das ich zu wenig arbeit habe. zieht sich jetzt auch noch alles ein wenig zu. muss also jetzt anfangen, meine zeit zu planen. nicht erst morgen nachmittag oder so: jetzt!

ist nicht lustig, aber. sonst schaffe ich das alles nicht. weder jetzt noch gleich.

zum abend schnell noch ein paar worte finden. heute nicht, auch wenn es unbefriedigend ist. auch für mich. wenn es keine worte mehr gibt.

#insight

müde. es gibt keinen halt in der welt, das ist nicht neu. das ist so gemeint, ich hatte es nur vergessen. kalt ist es auch zurzeit, doch mein leben ist zurück. mein sein und mein tun, das alles funktioniert wieder weitgehend gut. nur bin ich außerhalb von dem, wie es anderen sein mag in der welt. mir ist diese welt illusion. ich bin jetzt, wie es früher schon war. in die enge genommen. allein.

so ist es endlich gut, das ist mir ein zuhause.

erledigt

es ist sonntag, es ist dunkel, so gegen 18 uhr. alles ist fertig, was für die letzten tage auf der liste stand. wirklich alles, inklusive weiterführung der badrenovierung, umsortierung der wohnimanenten abstellecken bis runter in den keller, sowie zwei mal physio und ein mal tango. also im grunde sogar ein bisschen mehr als nur das, was auf der liste stand. wegwerfen zum beispiel oder wegschenken, bzw. via ebay bereitstellen. (was auch eine ziemliche arbeit ist.)

es ist gar nicht so leicht zwei jobs und zwei fette texte zeitgleich zu managen, außerdem die wirklich nötigen renovierungen zumindest nach und nach anzugehen. aber es ist ja immer noch pandemie, also kommt da sonst nix dazwischen. zeit und platz genug, möchte man meinen.

trotzdem wäre ein wochenende mal eine grundgute idee. denke ich.

ich will lösen

ganz einfach, ich mache mir das leben leicht. heute habe ich wie nebenbei das problem mit dem ollen phonoschrank gelöst, den ich nicht mehr brauche und nicht mehr will. schon lange, deshalb steht er seit jahfen jahren im keller und verdreckt dort. (ja, das ist bei mir so. ich kann die dinge nicht einfach in den keller bringen und mit sofortiger wirkung vergessen. ich packe auch nicht ständig etwas hinzu, ich erledige die dinge in er hiesigen welt. meistenszumindest.)

nachdem mir vor einigen tagen eingefallen ist, dass ich das halbhohe ikeateil ja einfach auseinanderschrauben und in zwei oder drei etappen im normalmüll entsorgen könnte. zur not auseinandersägen, schließlich besitze ich schicke minikettensäge mit akku. wirklich durchringen konnte ich mich aber nicht, es ist kalt draußen, ebenso im keller. und ich wollte lieber das bad machen, was dann sowieso länger gedauert hat als erwartet.

heute war ich kurz unten, was wegbringen. ich hatte kurzfristig den in der wohnung befindlichen stauraum umgeschichtet und war dabei darauf gestoßen, dass ich einen 5-liter-bezinkanister und noch ein bisschen anderes zeug hier oben nun wirklich nicht dauernd brauche. also eigentlich nie, wenn ich ehrlich bin.

im keller hab ich dann den vermaledeiten schrank spontan hinten links in die ecke geschoben. es ist nicht so, dass ich ihn da bräuchte, aber ein schank ist ja auch nicht falsch. im keller steht sonst nur ein regal, ein ziemlich leeres zwar. aber egal, damit ist das schrankproblem vom tisch.

jetzt kommt in das offene, kistenartige ding hinten der motorradkram, gesammelte ersatzteile usw. und in dem regal vorne bleibt, wie gehabt, das gesammelte handwerkzeugs. vorwiegend material und andere reste, gestapeltes zeug, das hier oben keinen platz findet. (solange bis ich es dann vielleicht doch wieder brauchen kann. wie die flache deckenlampe neulich, die jetzt in der küche hängt.)

dazwischen war tango. unterricht mit gefühlt tausenden von ochos. das mochte der untere rücken, auch nach dem vielen sägen dieser tage, eher so gar nicht. war trotzdem toll.

sägen und zeug

sieht gut aus, das mit dem kleben, es scheint wider erwarten zu klappen. da hab ich dann mal gleich weitergemacht und die zweite ecke fertiggeklebt. das wars‘ dann aber auch, mehr als zwei ecken hab ich nicht, will ich nicht. gibt es also auch nicht.

das sägen, hobeln, raspeln, schleifen und bohren schlaucht. das kleben, naja. aber das kriechen um’s klo herum, da ist nämlich diese ecke. das messen auch, bei dem ich seit jeher gerne nur zu gerne fehler mache. das schlaucht zwar nicht, aber es kann nerven. leider.

wenn es nicht nervt, ist es berauschend schön. dann ist es das perfekte leben, quasi harmonie und einklang. mit was auch immer. schönheit wahrscheinlich, es geht um schönheit.

ein leben ohne sägen ist durchaus denkbar, ja. aber es wäre sinnlos.

die schönheit japanischer sägen

heute sägen und kleben, wobei letzteres nicht meine liebste befestigungsmethode ist. aber ich will ja die badkacheln nicht beschädigen. also heute ein erster, vorsichtiger klebeversuch, und jetzt abwarten, ob es gelingen mag. einstweilen bleibe ich skeptisch, aber mal sehen. morgen.

der kleine handbohrer, der mal meine erklärte lieblingsmaschine, hat dabei den geist aufgegeben. gestern schon ist einfach abgeraucht. wirklich gewundert hat mich das nicht, schon eine weile schien das ding etwas kraftlos zu werden. jetzt ist also schluß.

die stichsäge habe ich nicht ausgepackt, stattdessen die japanischen sägen eingesetzt. immer wieder einen schönheit, wie auch, immer noch, eine irritation, das ziehen mit beiden händen. das fordert konzentration und ruhe, dass die säge arbeiten kann.

am ende ist der schnitt so fein, kaum dass ich ein wenig nachschleifen müsste. nur die bleistiftmarkierung entfernen. denn manchmal sägt die säge etwas schief, fast wie die stichsäge.

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