am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

keine klagen (31)

tagsüber im liegestuhl am lendhafen, abends auf dem bett beim fußball. ein ganz und gar nichtssagendes spiel. (vermeldet der fußballwicht, in dem ein ich enthalten ist.) doch ich habe keine ahnung, natürlich.

die texte dagegen fließen zu mir hin, an mich heran, manche durch mich hindurch. ob das gut oder schlecht ist? ich schreibe dazu nichts, mit jedem jahr denke ich etwas mehr, daß mir das nicht zusteht. statt dessen amüsiere ich mich über die juroren, ihre anstrengungen, ihre streitigkeiten, ihre hilflosigkeit mitunter. das sind alles nur versuche, und letztendlich ist die literatur immer mehr als das. mit ihr fängt doch alles erst an.

so what?

anders gesagt: ich habe da eine ahnung. aber ich sage nichts.

keine klagen (30)

nach dem streß die entspannung. mir vor dem radeln zum lendhafen für dort einen liegestuhl gewünscht, obwohl ich liegestühle eigentlich immer unbequem finde. am lendhafen dann einen liegestuhl entdeckt und sofort besessen. ausgesprochen bequem gefunden und dann nicht mehr davon gelassen, bis gegen fünf. kaum text mitgelesen, recht wenig internet nebenbeikonsumiert. das kleine tablet für ideal befunden, um ein wenig mitzutwittern, vorwiegend aber mitzulesen. mehr nicht.

so darf das gerne weitergehen. (sollte ich im vierten jahr mein ideales bachmannpreisdasein gefunden haben?) gleich dann los mal zum empfang.

keine klagen (28)

doch, diesmal schon. die anreise nach klagenfurt war heuer (sic!) beklagenswert. eigentlich nicht viel anders als sonst, als im letzten jahr insbesondere, dennoch war ich ungleich erschöpfter von dem ohnehin nicht sonderlich geliebten reisezustand. müdigkeit ist mir zwar grundsätzlich angenehm, sogar in einem ausmaß, das die sinne verwirrt und die körperwahrnehmung in verwirrung stürzt.

gestern zum beispiel, als ich dem nachwuchs lauschte, wie jedes jahr bevor es hier so richtig losgeht. da kam ich spät, hockte als einzige auf dem boden und hörte noch, vielleicht nicht den text bis ins letzte, aber doch die melodie des vortrags. der körper wollte derweil in sich zusammensacken, wie bei der meditation manchmal, einnicken, hinfallen. was ja nicht schlimm gewesen wäre, ich war ja scho am boden.

die wege durch die stadt, die ich zum glück längst alle auswendig kann, ging ich wie in trance, wie ein pferd, eingespannt, das bei der arbeit routiniert schläft. ein literaturpferd.

erst am abend bei der offizielen eröffnung, nach zwei stunden steinschlaf und plötzlich unter vielen menschen, habe ich mich wieder ein wenig zusammensammeln können. essen und trinken im regen, reden und lachen. literatur eben.

ich könnte nicht klagen, kein bißchen, ich will es auch nicht. ich täte es nicht, wenn mit der müdigkeit nicht immer auch die schmerzen kommen würden, die migräneangst. ich will nicht, aber ich muß vorsichtig sein. so tue ich nun also etwas, was mir schier albern vorkommt. ich sitze im hotelzimer und schaue bachmann im tv. bis gegen mittag oder so, dann begebe ich mich zum lendhafen, wo am nachmittag die wohl wichtigste lesung stattfindet.

ein langer tag, bis in die nacht.

write insight

sieht doch schon viel besser aus, oder? die farbe, die schrift, der hintergrund vor allem. und überhaupt, die schlichtheit. ich mag schlichtheit, sowieso, immer. aber zur zeit ganz besonders.

trotzdem ist das ding ziemlich modern, paßt auch auf tablets und smartphones, recht elegant sogar. es ist also ganz anders als das hiesige uraltmodische blog hier, das technisch längst überholt ist, ich weiß. aber ich hänge nun mal daran und werde ohne jeden zweifel so bald nichts ändern wollen. (auch wenn ich weiß, daß ich absehbar irgendwann mal muß.)

jaja, ich hätte meinen namen da oben auch gern etwas größer und außerdem in einer anderen, dunkleren farbe. leider finde ich mich ausgerechnet da aber gerade nicht rein. mist!

nach über drei stunden basteleien reicht es mir aber für heute erstmal. ich will jetzt einen knopf annähen und eine hosentasche stopfen.

write-insight

und so auch. (die zweite!)

die dritte kommt hier nicht, die ist ja privat. und dementsprechend reichlich unütz, wie ich schon sagte. mußte aber trotzdem, für alle guten dinge und so. man weiß ja nie.

ebooks for free

wer es noch nicht mitgekriegt hat: bei der amazonkrake gibt es derzeit zwei ebooks von mir für umsonst.

in „vater. mutter. kind.“ befindet findet sich eine hübsche weihnachtsgeschichte zur erbauung bzw. erholung nach den soeben durchfeierten und womöglich durchlittenen tagen. wenn das als anreiz nicht reicht, dann gibt es genaueres dazu auch bei kitty koma und jutta s. piveckova nachzulesen. das buch ist eine pralle sammlung aus kurz- und kürzestgeschichten aus den vergangenen 25 jahren.

der blinde ist nur ein heftchen, elf kleine – und wirklich uralte – episoden, die es dennoch verdient haben, mal wieder ins licht zu geraten. also schnell zugreifen, auch wenn er regulär nur das absolute minimum kostet, das die krake zuläßt.

die aktion geht noch bis sonntag, also bitte fleißig weitererzählen und verlinken. herzliches dankeschön. und bitteschön.

keine klagen (26)

unterwegs. die drei stunden schwechat werden mir durch kostenfreies freies wlan erleichtert, es gibt sogar steckdosen. meine person sortiert sich bereits, arrangiert sich zurück in die alte form, reißt sich zusammen. ich mag das nicht, alles sollte anders werden. mehr leben, mehr wort. mehr mut. so sollte es sein. es wird zeit.

(dazu der dunkel grollende schmerz in nacken und schulter. tut so, als sei er nicht da. ich bin eben doch so alt, wie ich bin. auch wenn ich den einen oder anderen zwanzigjährigen offensichtlich locker im schwimmen schlage.)

doch in berlin warten berge. berge, nicht das meer.

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