am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

nach tango und nach zwölf noch an den text. keine ahnung.etwas über eine stunde oder so. fertig? vielleicht tatsächlich.

dabei mit der kleinen schmiege herumgespielt, die ich gestern überraschend in dem zweiten werkzeugkasten wiedergefunden habe. schönes teil, eine zweitschmiege aus metall. auch von meinem vater, denke ich. meine zweitschmiege.

hatte mich sehr gefreut darüber, gestern war sie auch gleich in gebrauch. eben habe ich sie dann versehentlich mit bloßen händen zerbrochen. in kleine teile, einfach so. gußalu wird alt und brüchig offensichtlich.

sieben zwingen besitze ich nun also. und nur eine schmiege.

das ist traurig.

gegen mittag bereits ans schlafen denken, nur kurz, wegen des versäumnisses in der vergangenen nacht. den tag dann doch einfach weitermachen, die dinge tun, die eben getan werden müssen. immer weiter, sogar im bad, die fugen, trotz bleierner schwere. mir beinah selbst schon sorgen machen aufgrund der übermäßigen physischen erschöpfung.

gegen neun dann, kurz nach dem essen, in den text schauen und ihn scheiße finden, platt und ungelenk. daraufhin ins arbeiten geraten, und sechs stunden später fast fertig sein. fertig und fertig, fix und. aber zufrieden.

zirka sieben seiten in knapp zehn tagen, fast aus dem nichts. geschöpft. zwei weitere ansätze gefunden und notiert, außderdem ein genialer titel, der nicht verschenkt werden sollte. (und das bad, das nicht zu vergessen, daneben die laufenden geldverdiengeschäfte, auch nicht ohne.)

ich weiß, jetzt kriecht mir das blei zurück in den körper. und morgen werde ich diesen tag und diese nacht schwer bereuen.

schreiben ist ein ebenso göttliches wie tödliches handwerk.

die intimität von gewalt, die es zu bewältigen gilt.

immer noch überraschend, dieser arbeitswahn, dieser schreibrausch. diese seltsame geschichte, fast schon fertig, in ein paar tagen nur. die erste fassung steht, und sie ist nicht einmal mehr grob. ganz im gegenteil. was fehlt sind die feinheiten, die zartheit hinter all der qual.

ich bin zuversichtlich. und ich zweifle, an allem, vor allem an mir.

überraschend in die arbeit eingestiegen. völlig planlos, einfach irgendwo. wo sich worte zeigen und bleiben. ich weiß auch nicht. in zwei tagen stehen auf einmal fast vier rohseiten da, ohne daß ich wüßte, worum es geht. wo das hinwill, hinsoll mit mir. aber es ist gut. gut, das zu tun. was immer es wird. das scheint, wieder einmal, nicht in meiner hand zu liegen.

alltagsangst. zur beruhigung schaue ich in den text, den ich in den nächten im herbst und winter zusammengefetzt habe. die letzte  wirkliche arbeit, die wirklich fertig wurde. doch es hilft nicht. ich erschrecke nur, wie hier und da meine testleserschaft. den scharfen schnitt spürt man spät.

wo ist mein grund, meine kraft.

verlaufen

das schöne an diesem internet ist ja, daß all die geschichten, die dort überall hineingeschrieben werden, meistens nirgends ein konkretes ziel finden. im gegenteil, dieses netz, mein netz, ist voll von losen verläufen, offenen enden und plötzlichen leerstellen. so soll es sein, so gefällt es mir. voller fragen und gedanken, ohne eindeutige antworten. fast wie das leben, der alltag, irgendwann verlaufen im sand.

das sollte in die literatur hineinwachsen, langsam aber sicher. denke ich.

schreibkrise, obwohl ich an gar nichts schreibe derzeit. also schreibzweifel, grundlegend. alles wie gehabt, wie in den letzten jahren. verbunden mit leiser verzweiflung, schweigend, alles verschweigend. nach der überwältigenden anstrengung des letzten jahres, finde ich jetzt, seit wochen schon, das rechte ende nicht mehr, um wieder anzufangen. um weiterzumachen.

endlich. alles ist endlich. dabei erledige ich doch immer alles, all die listen. nur nicht meine arbeit. meine sinnlose, dumme existenz. ich weiß, irgendwann erledigt sich das von selbst.

der geist und das geld

zwei bücher hätte ich im kopf, die noch zu schreiben wären. dringend. vielleicht sogar drei. und wer weiß, wie viele mehr es von da aus werden könnten. ein anderes thema ist, ob die kraft dazu reicht. oder besser: das geld.

im grunde gibt es da nur eines, ich weiß. anfangen, sofort. oder aufhören, endgültig. mit allem.

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