am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

immer noch überraschend, dieser arbeitswahn, dieser schreibrausch. diese seltsame geschichte, fast schon fertig, in ein paar tagen nur. die erste fassung steht, und sie ist nicht einmal mehr grob. ganz im gegenteil. was fehlt sind die feinheiten, die zartheit hinter all der qual.

ich bin zuversichtlich. und ich zweifle, an allem, vor allem an mir.

überraschend in die arbeit eingestiegen. völlig planlos, einfach irgendwo. wo sich worte zeigen und bleiben. ich weiß auch nicht. in zwei tagen stehen auf einmal fast vier rohseiten da, ohne daß ich wüßte, worum es geht. wo das hinwill, hinsoll mit mir. aber es ist gut. gut, das zu tun. was immer es wird. das scheint, wieder einmal, nicht in meiner hand zu liegen.

alltagsangst. zur beruhigung schaue ich in den text, den ich in den nächten im herbst und winter zusammengefetzt habe. die letzte  wirkliche arbeit, die wirklich fertig wurde. doch es hilft nicht. ich erschrecke nur, wie hier und da meine testleserschaft. den scharfen schnitt spürt man spät.

wo ist mein grund, meine kraft.

verlaufen

das schöne an diesem internet ist ja, daß all die geschichten, die dort überall hineingeschrieben werden, meistens nirgends ein konkretes ziel finden. im gegenteil, dieses netz, mein netz, ist voll von losen verläufen, offenen enden und plötzlichen leerstellen. so soll es sein, so gefällt es mir. voller fragen und gedanken, ohne eindeutige antworten. fast wie das leben, der alltag, irgendwann verlaufen im sand.

das sollte in die literatur hineinwachsen, langsam aber sicher. denke ich.

schreibkrise, obwohl ich an gar nichts schreibe derzeit. also schreibzweifel, grundlegend. alles wie gehabt, wie in den letzten jahren. verbunden mit leiser verzweiflung, schweigend, alles verschweigend. nach der überwältigenden anstrengung des letzten jahres, finde ich jetzt, seit wochen schon, das rechte ende nicht mehr, um wieder anzufangen. um weiterzumachen.

endlich. alles ist endlich. dabei erledige ich doch immer alles, all die listen. nur nicht meine arbeit. meine sinnlose, dumme existenz. ich weiß, irgendwann erledigt sich das von selbst.

der geist und das geld

zwei bücher hätte ich im kopf, die noch zu schreiben wären. dringend. vielleicht sogar drei. und wer weiß, wie viele mehr es von da aus werden könnten. ein anderes thema ist, ob die kraft dazu reicht. oder besser: das geld.

im grunde gibt es da nur eines, ich weiß. anfangen, sofort. oder aufhören, endgültig. mit allem.

novella (28)

wenn eines durch ist, kommt das nächste. so soll es sein, so will ich das. und ich zwinge es nicht, es schleicht sich von allein an mich heran, schmeißt dabei alles über den haufen, von grund auf. ich werde alles verwerfen und von vorn anfangen müssen. die konstruktion neu ziehen, die ausgangsposition, die eigentlich so etwas wie eine finale starre ist, neu verorten. das ist nicht zu ändern. eine neue, verrückte linie zeichnet sich ab.

soll sie doch. mir nur recht. danke.

ich werde das vertiefen.

luz

so. das wars. was anfang september begonnen hat, mitten in der nacht und beinah wie von selbst, ist in fünf monaten licht geworden. ich erkläre die arbeit hiermit für beendet, vorerst zumindest. fertig.

wirklich fertig.

eine stelle noch, eine zeile, die nicht stimmt, die besser muß, die ich ändern will. ich weiß aber nicht.

dazu muß ich noch träumen.

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