am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ebook bauen (9)

dran. drin. und doch irgendwie nicht so richtig. werde das gefühl nicht los, daß ich murks mache. werde also im anschluß wohl doch noch den üblichen weg gehen müssen: ausdrucken und auf papier arbeiten. und das bei einem ebook. ob ich mich jetzt schämen sollte?

novella (25)

taumeln zwischen den welten. das ebook mit toben und wut bearbeiten, in alter wilder manier. immer unsicher, ob ich den grund überhaupt berührt habe. dann von der hauptfigur der novelle in ein mir völlig fremdes phlegma gezwungen sein. das hat sich in den letzten tagen schon eindeutig herausgestellt, der ist eben so. ich kann das nicht ändern, denn es ist gut, wenn die figuren ein stück weit sich selber schreiben.

spät heute nacht also noch etwas mehr als zwei seiten des ersten entwurfs in die neue fassung übertragen. in aller ruhe. aufbrechen und neu aufbauen, alles wie im fluß. wie eigenartig das ist.

ebook bauen (8)

wieder das soll, zirka zwölf seiten. über die hälfte ist geschafft. keine leichte sache allerdings, alles aus MEMORY. aus dem text also, den ich am meisten verhunzt habe in meinem leben. oder hat er mich ruiniert? was auch immer, das ist vorbei. dennoch gehört es dazu, irgendwie. und es sind eben auch nur zwölf seiten aus über einhundert. ein erträgliches maß.

ebook bauen (7)

heute das soll erfüllt. gegen abend erst, es war fast schon dunkel. bis jetzt. mein arbeitsrhythmus ist mir selbst unattraktiv, aber egal. die beiden schwierigen fälle sind einigermaßen durch. war auch  gar nicht so schlimm. ich halte mich wieder an meinen plan, nicht allzusehr einzugreifen. sollte aber endlich parallel dazu anfangen, über die technik zu lesen und zu lernen.

novella (24)

nachdem seit ein paar tagen alles gelöscht ist, gerade eben ein bißchen mehr als eine seite geschrieben. diesen neuen anfang probiert, der mir seit tagen durch den kopf geht. ich weiß auch nicht. mir geht immer noch alles derart durcheinander. (immerhin ist da doch auch dieses ebook zu bauen.)

vielleicht hatte ich einfach nur keine lust, schon wieder bücher zu sortieren. und irgendetwas mußte sich heute abend noch bewegen. ganz einfach.

ebook bauen (6)

ich hänge, natürlich tue ich das. ich muß lesen und laufen dieser tage, und dabei nachdenken vor allem. außerdem zwischendurch ein bißchen geld verdienen, so ganz nebenbei. es könnte auch sein, daß es die beiden recht unbekannten texte sind, die jetzt anstehen. sachen, die ich gründlicher durchsehen muß, aber nicht allzu gründlich werden darf, um sie nicht total zu versemmeln. oder mich zu verzetteln. vielleicht hänge ich gar nicht, vielleicht drücke ich mich.

egal. es geht bald weiter, das habe ich mir versprochen.

p. s. heute morgen (in der meditation) ist mir übrigens ein titel oder untertitel eingefallen, der mir jetzt bereits wieder entfallen ist. etwas mit familie, fiktion und variation. ich weiß es einfach nicht mehr. auch an das beständige notieren muß ich mich erst wieder gewöhnen.

ebook bauen (5)

warum ich spät abends mit der arbeit beginne und dann damit in die nacht hinein treibe, weiß ich nicht. auch mein geist ist im grunde am morgen frischer und später dann eher ein nervöses wrack. nicht gut eigentlich für korrekturen.

heute nur ein text, ein langer aber. den ich noch dazu kurzentschlossen ein klein wenig gründlicher überarbeitet habe. es kommen noch zwei weitere solche, bei denen mir das passieren könnte. passieren wird.

ebook bauen (4)

ich lese die alten, wiedergefundenen schreibmaschinentexte, an die ich mich allesamt so gut wie nicht erinnere. 20, wenn nicht 25 jahre alt. die kopien sind mit büroklammern zusammengeheftet. beim abziehen sehe ich, daß sie mit der zeit nicht nur druckstellen, sondern auch rostspuren auf dem papier hinterlassen haben. zum lesen setze ich die lesebrille auf. wie grotesk. eine sehr eigenartige konfrontation mit einem anderen ich.

der erste text, stilitisch eine katastrophe, hier und da peinlich, aber insgesamt bin ich überrascht. das ist gut. das ist leicht und schwer zugleich, sogar witzig, hier und da. ich bin wirklich überrascht.

irgendjemand hat die texte offensichtlich korrekturgelesen, sie sind voller zeichen und hinweise. ich weiß nicht mehr, wer das gewesen sein könnte. der zweite text ist langweilig, aber versöhnlich. schon wieder eine überraschung. das papier riecht nach altem papier.

nicht ist peinlicher als mißglückte sexszenen. text drei hat zwei davon, zweieinhalb vielleicht. schlimm, aber der rest ist tröstlich lebendig. und da ist ein ich das irgendwie mich selbst beschreibt. wobei mir dieses selbst mir beinah autistisch vorkommt, sehr seltsam. vermutlich bin ich beides nicht, weder das ich noch das selbst. ich bin nur die, die das geschrieben hat.

text vier, ich schreibe alles klein. damals also auch schon. ich bin erleichtert. was ich beim ersten, flüchtigen durchsehen vor ein paar tagen als grobheit identifiziert habe, war offensichtlich nur eine aktuelle panik. das alles ist stilistisch nicht mehr meins, es ist alt und zum teil recht wirr. hier und da stürzt der text ins banale, dann wieder in eine worthülsenreiche dramatik. aber es ist nicht menschenleer, vor allem sind die menschen nicht leer. davor hatte ich am meisten angst.

der letzte text. darin hatte ich neulich schon geblättert. und der war es, der mich zu dieser grobheitsvermutung verleitet hat. viel sex, dementsprechend peinlich. doch wenn ich über die unzulänglichkeit der umsetzung hinaussehe, ist auch dieser text im grunde vertretbar. (steht da doch zum beispiel: Kein Schrei verläßt seinen Traum.) mehr noch, er schlägt einen erkennbaren bogen, tatsächlich, über die vergangenen jahre, jahrzehnte.

ich bin so anders, so alt, wie ich inzwischen bin. so reich und so arm. aber ich bin ein ganzes.

(keiner der texte wird in das ebook kommen. die ersten vier kommen in den koffer, der letzte auf den stapel mit den aktuellen stoffen. zur erinnerung.)

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