immer noch fehlt etwas entscheidendes. eine haltung, ein ansatz. der letzte dreh in die richtige richtung, von wo aus es kein vertun mehr gibt. nur noch arbeit, arbeit, arbeit. doch das scheint unerreichbar.
ich bemühe mich also um ironie, versuche es mit zynismus und verwerfe es gleich wieder. das alles ist es auch nicht, das kann es nicht sein. zumindest ist es nicht das allein. es braucht mehr. aber wovon?
was mir im alltag nur so zufliegt, die schnelle hingeworfene pointe, aus dem moment geboren. das will mir im schreiben nicht gelingen. da scheint es einfach keinen weg zu geben, keine form, die dem entspricht.
das macht müde! schon vor wochen wolle ich soweit sein. längst wollte ich angefangen haben.
unter tage
klug ist es nicht, einen text an einem tag druckfertig schreiben zu wollen oder zu müssen. besser ist es in jedem fall, ihm ein oder zwei tage zum aushärten zu geben. aber was soll ich machen, deadline ist deadline. auch wenn ich mir durchaus denken kann, daß die anderen sicher nicht alle pünktlich sein werden. selbst wenn sie schon wesentlich länger am thema sitzen. ich hab ja erst vor einer woche davon erfahren.
eine durchsicht noch, bis zwölf.
identität (2)
im alltagstreiben verliere ich immer wieder den faden, eher noch das gemüt. an schreiben ist bislang nicht zu denken, obwohl ich schon am 1. anfangen wollte. (mein schöner monat mai.) derzeit ist alles nur ein nebeneinander von ideen, demzufolge ein sinnloses suchen nach gründen und zusammenhängen. stochern im nichts. insgesamt mag nichts auch nur irgendwie gelingen, derzeit.
was also fehlt? ich habe wirklich keine ahnung. (und schicke es hiermit in die träume.)
identität (1)
zwischen diesem und jenem immer wieder der versuch, über das neue projekt nachzudenken. die grundlinie steht schon länger, die konstruktion sowieso, die story im großen und ganzen auch. dennoch fehlt etwas, ich weiß nicht was.
schwer zu erklären, wie das ist, wenn man weiß, daß etwas noch nicht richtig ist, etwas grundlegendes. daß etwas entschieden werden muß, obwohl doch das projekt noch nicht einmal angefangen ist. also substanzlos, unexistent.
so richtig weiß ich noch nicht, wo es eigentlich klemmt. es muß so etwas wie ein tragendes moment sein, das aber nichts mit der story zu tun hat. es ist eine figur, der noch etwas fehlt. etwas inneres. denke ich.
während der vielen u-bahn-fahrten heute die idee, den zuletzt beackerten stoff in ein hörspiel umzubasteln. einfach so, nebenbei. das sollte nicht viel aufwand sein, ich steck ja noch so gut wie drin. und schon fängt die eine hauptfigur an zu plappern, sich als erzähler aufzuspielen. tja, so schnell kanns gehen, und die entscheidungen sind gefallen. (aber mal sehen… wer weiß…)
nach vorgabe schnell noch eine story – oder zumindest etwas in der richtung – geschrieben. vermutlich ziemlicher quark, aber was solls? besser als nichts, heute war schließlich die deadline. also abgeschickt, das zeug, und jetzt heißt es wieder einmal abwarten. auf die ablehnung vermutlich, wie immer, in letzter zeit. (dabei ist der schnitt gar nicht so schlecht, nur noch recht selten kassiere ich rein formales abgekanzel.)