ernst machen! im spiel bleiben!
unter tage
identität (8)
vielleicht die geschichte vor der geschichte, vor dem mord? kein krimi also, kein blöder kommissar und kein langatmiges rätselraten. einfach nur menschen und alltag, genügend verwirrung stiften schließlich auch diese zwei.
ach, keine ahnung. was einstweilen vonnöten ist, um anstehende fragen zu klären, ist ohnehin die arbeit an den personen und eine einigermaßen schlüssige zeitstruktur. erfahrungsgemäß findet sich dabei immer einiges. weil dadurch alles in bewegung gerät. logisch, oder?
identität (7)
seit ein paar tagen brodelt es wieder. die story schiebt und dreht sich ineinander, ohne daß ich bislang wüßte, was das nun wieder soll. die ursprungsidee verlagert sich mehr und mehr auf nebenkriegsschauplätze. aber das war und ist ohnehin nur reine struktur, erste schritte, um das laufen zu lernen. wie jedesmal, wenn man aus dem nichts kommt. im kern dagegen beginnt jetzt ein herz zu schlagen. glaube, hoffnung, liebe. und tod vielleicht, wie könnte es anders sein. ich bin schließlich die autorin, und in gedanken spiele ich gerade eineutig mit der idee eines mordes. kein zweifel.
aus einer anderen warte betrachtet ist das allerdings eine häßlich entwicklung. ich mag keine krimis, von daher werde ich das genre nur ganz am rande streifen können. also wieder ein mix an zuviel von allem?
identität (6)
nachts immerhin, beim verzweifelten schleichen durch die räume, ganz leise, bewegen sich die frischen identitäten, sortieren das konzept um, schieben daran und darin wie mit bauklötzen. vieles ist unsinn, das meiste nicht zu erkennen, aber die gestern noch erwähnte lücke macht anstalten, sich anstaltslos zu schließen.
so ist das, mehr muß nicht. das leben ist gut, solange das schreiben bleibt. was über dieser grenze liegt, ist bonus.
identität (5)
einmal durch das bestehende, aber schon monate alte, ein wenig in vergessenheit geratene konzept gerauscht und die neu entwickelte ebene eingezogen. hat überraschend gut funktioniert, war absolut keine große sache. vor allem mußte die perspektive glattgezogen werden, damit war die sache kein problem. es gibt also einstweilen keine erste person mehr. das bringt nichts, so wie es jetzt gerade aussieht.
in der mitte der zweiten hälfte klafft noch ein loch, das spüre ich genau. so kann es natürlich nicht bleiben, aber auch das wird sich bald geben. erfahrungsgemäß entwickelt sich so ein ding mit freuden wie von allein, wenn es erst einmal wieder in schwung gebracht wurde. was hiermit geschehen ist.
ich könnte mir durchaus vorstellen, daß sich vor allem die frisch integrierte story, die ja bislang genau genommen kaum mehr als ein ansatz ist, sich noch ein wenig breiter machen wird. abwarten. bis morgen.
identität (4)
manches bewegt sich schnell, anderes eher langsam.
die identität ist jedoch nicht aufgegeben, sondern erfreut sich derzeit äußerster vitalität. immer noch strukturarbeit, figuren- und storyentwicklung, was natürlich hand in hand geht, perspektivische entscheidungen. verdichtung der materie also. es wird, denke ich. bald schon.
denkfehler
kleine überraschung bei der zusammenstellung ‚meiner‘ pressestimmen. da war doch tatsächlich einmal jemand der meinung, ich sei „… Frei von Pathos und mit schwebender Leichtigkeit…“ ausgestattet. nein, entschuldigung, es ging natürlich um den text. ach ja, immer wieder derselbe fehler, verdammt.
sonntag am balkon. die sonne scheint durch die grünen maschen. es rieselt sand, wann immer ein leichter wind geht. sand, der oben auf den gerüstbrettern liegt. das ist egal. ich lese und denke, ich habe frei. in dieser ungewohnten entspannung findet sich auch irgendwann ein gedanke, eine idee. so ist das in diesem beruf, man sitzt da und hat frei. immer dann beginnt die eigentliche arbeit.
muß ich gleich alles schnell noch notieren, wer weiß, was morgen möglich ist. obwohl ich weiß, daß es zuviel ist für schnelle notizen. konzeptarbeit. shit!