am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

bonding (49)


ist ja nicht so, dass ich nichts mache. wer sich morgens gleich nach dem aufstehen noch einmal zwei stunden hinlegt und schläft und dann am späten nachmittag dasselbe noch einmal für zwei stunden. der darf dann wohl auch spät noch ein bisschen was tun. oder?

ach nein, ist ja alles geschummelt. vor dem nachmittgsschläfchen saß ich bei einem süppchen im café und habe die kapitelstruktur überarbeitet. dabei bin ich auf ein paar sachen gestoßen, die dringend in den bereits bestehenden text eingearbeitet werden müssen. ganz grob ist das jetzt erstmal erledigt.

morgen dann die neu überdachten kapitel notieren, damit endlich mal wieder eine art überblick entsteht. das ist auch wichtig, sehr wichtig

danach dann weiter im text. an der stelle, an der ich, wann war das? vor drei tagen oder so? wo war ich stehengeblieben?

to adapt

nachdem mir das mit hub schon gestern aufgefallen und außerdem ein denkfehler war, stellte sich heute heraus, dass gleich zwei adapter, die es gestern noch getan hatten, über nacht ihren geist aufgegeben hatten. bei einem war es egal, der war ohehin nur spielerei. eine spielerei, die exakt einen halben tag gehalten hat. nun ja, geschenkt.

der andere, usb micro auf usb c: ein desaster! ohne den stirbt das tablet innerhalb etwa eines tages. und ich hatte noch gedacht, gestern, während das ding ohne probleme seinen dienst tat, dass ich doch etliche davon habe und nur einen mit dabei. was, wenn?

losfahren und neu kaufen, shopping am potsdamer hauptbahnhof. jetzt hab ich einen usb 3.0 4er hub, ein neues t-shirt mit totenkopf und einen passenden adapter für das tablet. damit ist der arbeitsplatz gerettet, stromversorgung und anschlussmöglichkeiten für alle geräte gesichert.

nur ich tue mich schwer mit dem aufladen, die totmüdigkeit herrscht vor, und ich gebe ihr nach. ich passe mich an. also am nachmittag gleich nochmal zwei stunden geschlafen. vielleicht ist also diesmal hier mehr urlaub als arbeit, könnte durchaus sein. das wetter ist ja entsprechend, und es bleibt so.

aber denken und träumen gehört ja auch dazu, zum schreiben.

high noon

ein wenig angst hatte ich ja vor der mir inzwischen gut bekannten, sehr harten matraze. nicht ganz zu unrecht, wie sich herausgestellt hat. zunächst recht angenehm, weil bewegungen mit den akuten hws-einschränkungen durchaus leichter fallen. auch die schultern schmerzen weniger, aber das ist ohnehin so seit ein paar tagen. oder nächten.

am morgen aber ist es eher schlimm. der kopf, der nacken will keinen entspannten platz finden, keine haltung. gegen sieben bin ich wach, nach einer lange sich hinziehenden halbwachphase. nicht hellwach, nicht ausgeschlafen. das sowieso nicht. aber wach eben, schmerzwach.

dass ich dann nach einer halben stunde doch wieder im bett liege, mein hartes lager für die kommenden tage, und noch einmal zwei stunden schlafe, liegt wohl an dem verheerenden schlafmangel der letzten wochen und monate. jetzt, um fast zwölf, nach kaffee und frühstück, kann ich behaupten, dass ich mir seit langem zum ersten mal so etwas wie ausgeschlafen vorkomme.

das fängt ja gut an.

schreibzeit (16)

am schreibort angekommen, überaus freundlich begrüßt worden und sofort den schreibtisch eingerichtet. festgestelllt, dass ich den für die vier mitgebrachten usb-geräte notwengigen usb-hub vergessen habe. was heißt vergessen? ich hab mich dagegen entschieden, ohne nachzuzählen. ich habe das ding in der docking-station stecken lassen und trotzdem die lieblingsminimaus mitgenommen, statt der größeren, die über denselben stick läuft, wie die tatstatur. die habe ich natürlich in letzter sekunde auch noch in den rucksack gepackt, mitsamt stick.

ähem. warum genau bringe ich ein nahezu komplettes büro hierher, mitsamt zweitem bildschim sogar? damit ich dann morgen erstmal einen dieser elektrogroßhändler aufsuchen darf, um so einen hub zu kaufen?

nun ja, was solls. schnell einkaufen gewesen, den kühlschrankgefüllt, und gleich auch ein rad besorgt, günstig und gut. um dann morgen gleich als erstes so einen elektrogroßhandel zu (be)suchen.

sonst alles gut.

bonding (48)


und dann, kurz nach dem letzten blogeintrag, einfach mal die datei mit all dem neuen text von heute bei vorsorglichen sichern versehentlich komplett löschen. kann man ja auch mal machen, so um kurz vor elf am sonntag abend. verdammt! da kommt dann freude auf und eifer und angst. alles auf einmal. an dieser stelle also ein kleines hoch auf den kleinen server auf dem fußboden hinter dem schreibtisch, der, wie ich jetzt weiß, bis zu fünf verschiedene versionen aller synchronisierten dateien speichert. das, und nur das, hat mich soeben gerettet! word selbst kann das ja eher nicht, zumindest meine uraltversion ist dazu kaum imstande.

ansonsten will ich jetzt nur noch sagen, dass einen neue schreibzeit ansteht. alles andere später. aber über ostern bin ich wieder in potsdam, in meinem mir inzwischen schon so tief vertrautem schreibdomizil, um das buch, was es ja nun mit ziemlicher sicherheit sein wird, irgendwann, ein ordentliches stück voranzutreiben. das wetter soll ja großartig werden, da ist dann außerdem noch ein wenig platz für frühling und erholung. hoffentlich.

nicht schlecht, alles in allem.

sonntägliches nichts

ein völlig verschluderter sonntag heute. nach einem anstrengenden samstag, unter einer spüle gelegen, mit maulschlüsseln und schraubendrehern hantiert, sollte ich vielleicht nicht machen, nicht mit meinem akuten nackenhalsschulternproblem. und einem höchst angenehmen theaterfreitag mit anDERs in potsdam, „jeder stirbt für sich allein“ am hans-otto-theater. kann man sich ansehen, zieht sich aber ein wenig über die dreistundenundzehn.

eigentlich hatte ich heute an den anstehenden übersetzungen arbeiten wollen, geld verdienen. das gibt es ja auch noch, das darf man ja nicht vergessen. ich schon gar nicht, da steht einiges an.

statt dessen ein paar bauhaus- und literatursendungen auf 3sat gesehen, vormittags, beim frühstück. dann selber geschrieben, gar nicht mal schlecht. einmal durch das kapitel, und hinten wieder raus. da fehlt jetzt nicht mehr viel. erschreckend, wie leicht mir das derzeit fällt, wenn ich denn einmal angefangen habe. also nicht, dass es nicht auch anstrengend wäre. die zeit, die konzentration. die angst auch, dass es wieder zäh wird, unerträglich und schwer. wie gut ich das kenne.

aber wenn ich einfach anfange. dann gehts.

außerdem die schmerzen beobachtet, wie sie aus dem rücken in die schulter, dann wieder vom nacken aus, von hinten in den schädel hinein. ein beängstigendes drücken, hitzig und dumpf. eine üble mischung.

liegen ist doof. sitzen mit lehne ist doof. in der wanne liegen und sich anlehnen ist auch doof, blöderweise. beim rumlaufen und schlenkern fängt es an zu pieksen. sonst ist es erträglich, besonders weil die linke schulter langsam ruhe gibt. zu geben scheint, ich will es ja nicht beschreien. die drückt derzeit nur noch unangenehm, wenn ich draufliege. immerhin.

sonst nichts, keine erledigungen, keine pflichten, kein muss, nicht einmal ein sollte.

nichts eben.

hat mir gefallen, dieser sonntag.

unten durch

weiter, wie gehabt. ein paar tage geht es ganz gut, auch das schlafen. zumindest habe ich am morgen das gefühl, dass die nacht einen gewissen zusamenhang hatte. also, dass ich wohl geträumt haben muss.

dann wieder geht nichts mehr. ich wache unter schmerzen auf, kurz nach dem einschlafen im grunde. zwei uhr war es gestern. anschließend bemühe ich mich stunde um stunde, irgendwie unter dem schmerz hinwegzukriechen. mich heimlich hinauszuschleichen aus dem geschehen, was selbstredend aussichtlos ist.

was bleibt ist quälerei. ich schlafe nicht wirklich, träume aber dennoch, irres zeug. ich suche die zeile, die falsch programmiert ist, die mir all das antut. ich den weg in den urlaub, dahin, wo alle sind, wo auch ich immer bin. doch ich finde ihn nicht. zeug halt, schwachsinn.

was bleibt ist gefühl, schlagartig alt geworden zu sein, verloren und verbrannt. von jetzt ab für immer, erschöpft bis in die letzte hirnzelle. so bin ich heute.

obwohl da immer noch was geht, ein kleines bisschen. sagt die erfahrung. ich wachse ja fleißig nach, wenn es darum geht, dass sich wer an mir nähren mag. ich bin da durchaus offen, vielleicht sogar speziell dafür gemacht.

aber wer oder was ist das? jetzt und gerade, in diesem moment. wer? und warum?

schreiben ist leicht, wenn man es nicht schwer nimmt. wenn man vertraut auf den augenblick, in dem die geschichte geschieht. und wenn man weiß, dass man nicht weiß, was geschehen wird.

ganz einfach.

tage, wie dieser

ich brauche mehr sonntage, die frei sind. und freitage auch, ich brauche mehr zeit. zeit, in der ich nichts zu tun habe. kein termine, kein geld verdienen, keine listen abarbeiten. einfach nichts.

dann wird auch das schreiben wieder leichter. die stellen, die wichtig sind. wo auf zwei, drei seiten sich alles wandeln muss. ich es wandeln muss.

im moment geht es nicht, fürchte ich.

aber auf dem motorrad habe ich gesessen. es läuft nicht nur, es fährt. ich fahre. das ist doch auch was. und der balkon ist betretbar, besitzbar sogar. noch ohne tomaten, aber immerhin.

ein bisschen was.

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