am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

besser, aber nicht gut, noch nicht. es ist sommer, es ist warm und weit überall. das immerhin ist mir wieder erkennbar, da draußen. was also kümmert es mich, wenn die dinge nicht so wollen, wie sie sollen. was soll überhaupt dieses sollen?

doch ich bin disziplinlos, das stimmt. ich mache nur meine arbeit, verdiene miete und brot, mehr aber nicht. kein schreiben und auch die persönlichen kleinen weichenstellungen, notwendige artzterminierungen und das angehen der telefon&netz-kostenreduzierung, liegen brach und zerren heimtückisch an den nerven.

das wird, das muß sich ändern. morgen.

eigenartig uninspirierter tag heute, träge und schwer. so ist es eben, wenn die dinge nicht funktionieren. wenn einfach nichts ineinandergreift, stattdessen alles danebengeht, wo es nur kann. früher hätte ich diese art von mißlingen auf hormonelle umschwünge geschoben und einfach auf den nächsten tag gehofft. heute weiß ich nicht mehr, ob und wo meine hormone schwingen oder torkeln oder was auch immer. nicht einmal darauf ist verlaß. trotzdem ist morgen natürlich ein neuer tag. ob mit oder ohne hormone.

zustände

kurz vor dem aufwachen mit träumen von nicht unerheblichem erotischen potential konfrontiert sein und anschließend das frühstücksrührei mit lachs, also wirklich sehr einfach herzustellen, selbst für mich,  derart versalzen. was das nun wieder soll?

nicht drüber nachdenken. besser.

platz da

keine arbeit erledigt an diesem wochenende, das muß auch mal sein. stattdessen viel geräumt und umsortiert in der wohnung. umgedacht auch, nach jetzt bald zehn  jahren hier. befinde mich im verschiebemodus, das gefällt mir. danach kommt der reduzierungsmodus, so kenne ich es jedenfalls. (mit dem handy habe ich schon angefangen und flickr rausgeworfen, brauche ich eh nie, und anderes zeug. google+ zum beispiel, weg damit.) auch das käme mir gelegen, platz, ich brauche platz. und platz muß man sich schaffen.

einstweilen habe ich gebügelt, gewaschen, die wahnsinnstomaten angebunden und gefüttert, das günstig gebraucht ergatterte digitale tv-dings mit festplattenrekorder an den großen fernseheher gebastelt und dabei festgestellt, daß weitere maßnahmen, wie etwa die kostenpflichtige zubuchung von digitalfernsehen, mitnichten nötig sind. das dings beliefert mich auch so mit weit mehr tv, als ich verkraften kann. ich habe also gesägt und geschraubt, um den tv-schrank zu optimieren, verkabelt, gestöpselt und verlängerungen gelegt, mit fünf bis sieben fernbedienungen hantiert und anschließend den aufgewirbelten dreck wieder soweit wie möglich minimiert. alles reibungslos, kann ich eigentlich kaum glauben.

das nächste projekt wäre dann also der telefonanbieterwechsel. (mir graut davor.) und ein paar routinearztbesuche, zum beispiel beim zahnarzt. (hölle!)

dazwischen tango, gestern nacht. das wird den füßen dann doch langsam zuviel, dieses ständige barfußtrampeln. jedenfalls so gut wie barfuß oder aber in denkbar unkomfortablen schuhen, es endete schon wieder in leichtem tangohumpeln. die armen füße, die alten füße eben auch, brauchen vielleicht ebenfalls platz, mehr platz. schicke tangoschuhe mit einlagen, ob es sowas gibt?

ansätze für morgen: die ausarbeitung der analyse beginnen und die monatliche übersetzung. und: schreiben, bzw. mich dem wieder annähern. wenigstens.

tango, weiter

war dann doch nicht beim tango gestern nacht, zuviel regen und wind. aber samstag dann wieder.

(hm. ist denn nicht eigentlich langsam mal wieder gut damit? äh, nein! im gegenteil. ab jetzt wirds richtig gut.)

tangoweit

nix neues hier. die füße gehen wieder, auch der rechte, so einigermaßen. heute abend dann tango in der strandbar (mitte) und morgen dann arbeiten. wieder mit der arbeit anfangen, mit aller arbeit, auch dem schreiben. das vor allem.

tangoweh

zustand nach tango (vier tage bzw. nächte): rechtes hinken aufgrund von überochung, vermutlich. und zwar so richtig, heftig.

war aber schön, sehr schön. und ist jetzt vorbei, vorbei.

tango tanzen macht weh

viel tango macht viel müde und das nicht nur körperlich. tango hat eine nicht unerhebliche mentale komponente, von der sozialen ganz zu schweigen. viele, so viele menschen dieser tage und das zwangsläufig in einem beständig saunaähnlichem ambiente. ich bin dabei, mal mitten drin, mal eher am rand, mal an der tür, bei der arbeit. geht schon, irgendwie, alles.

am meisten schmerzen die füße, gleich nach dem ersten tag, nach zweieinhalb kursen und einer milonga, zum glück immer wieder an einer anderen stelle. laufen ist unangenehm, besonders morgens, besonders barfuß. aber tanzen geht, tanzen geht vielleicht immer, gleich heute abend wieder. ich bleibe dabei.

wenn die füße wegtun, tun übrigens die hände nicht weh. kein rheuma, nirgends. mein körper ist tangogesund, ach was, sowieso völlig gesund.

nur das schreiben fehlt, selbst das bloggen. nach nur vier tagen. bemerkenswert.

mein fisch und mein vogel

auf einmal wohne oder arbeite ich anderswo, und ich weiß nicht, was ich dort verloren habe, ob ich dort sein will. aber ich allein, meistens, ich habe auch nicht viel zu tun, nur verantwortung. ich weiß aber nicht, wofür. da ist der vogel, den ich füttern sollte, obwohl mir das niemand aufgetragen hat. ich vergesse es, wenn ich ein paar tage nicht herkomme. dann befreit sich der geier und sucht auf eigene faust nach körnern.

da ist der fisch, eingesperrt in einen länglichen, sehr engen fischtank, der leckt. das war mir nicht klar, nach wenigen tagen schon ist er halb leer, und der fisch lehnt wie tot an der scheibe. ich gieße eilig wasser nach, wie man pflanzen gießt, das ist sicher falsch, doch der fisch paddelt gierig dem wasserloch entgegegen. ich gieße weiter, immer noch fehlt mehr als die hälfte des wassers, das ist mir unangenehm, obwohl ich glaube, nicht zuzständig zu sein. doch ich weiß es nicht genau.

der fisch reißt sein maul auf, dicht an dem loch, das ich begieße. das wasser gerät dabei in sein maul, viel wasser. wenn er jetzt bloß nicht ertrinkt, denke ich, bevor ich aufwache. sonst hätte ich einen fisch ertränkt, bei dem versuch, ihn zu retten. kann denn ein fisch ertrinken?

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