am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

write-insight

und so auch. (die zweite!)

die dritte kommt hier nicht, die ist ja privat. und dementsprechend reichlich unütz, wie ich schon sagte. mußte aber trotzdem, für alle guten dinge und so. man weiß ja nie.

identity

die umbauarbeiten halten an, die beiden beruflichen webseiten haben da sozusagen einen anfang losgetreten. jetzt gibt es neue visitenkarten, die rechnungen kommen ebenfalls ab sofort minimal gestaltet daher, alles von grund auf neu durchdacht. das (rudimentäre) design und die farbgestaltung zieht sich dabei durch bis hin zum rein privaten infokärtchen. (mit adresse und privatnummer, wobei ich de facto soetwas noch nie im leben gebraucht habe, kann ich mir auch gar nicht vorstellen. ist also womöglich ziemlich albern. aber egal.)

ausgegangen bin ich bei alle dem von der inzwischen wirklich endgültig fertiggestellten zwischenzeile, der texterinnenhälfte meiner existenz. von dort habe ich das dunkle grau und das rot aufgegriffen und auch die kleine sonne in meinem namen. der witz ist, daß ich mich oft, wenn jemand „sonne“ sagt, angesprochen fühle, weil ich meinen vornamen verstehe. vielleicht ein wenig arg persönlich und im grunde unverständlich, soll aber so. ich mache meine arbeit eben persönlich.

die autorinnenhälfte meiner existenz dagegen – wright-insight – gefällt mir derzeit noch überhaupt gar nicht. ich fürchte, es liegt am theme, das mir zunächst so unglaublich treffend erschien. jetzt nerven mich die kleinen linien, überhaupt die überbetonung doch ohnehin prominenten themas. da muß ich wohl nochmal suchen. und bauen und basteln. ach.

aber: alles wird gut. und immer besser.

paradigma

mein kreislauf eiert, der blutdruck tanzt, aber eher nicht tango. mehr so gar nicht bodenständig. stattdessen auf fremden wellen, gestern total im keller, heute dann wieder in überraschender höhe. spaßig ist das nicht, eher erschreckend. verstehen kann ich es auch kaum, nur daß ich tendenziell rasend bin. was allerdings nichts neues ist. die fingerknöchel beißen immer wieder zu, auch wenn es nicht weiter stört. die linke schulter reißt es nach wie vor, ziemlich kräftig, ist aber ebenfalls nicht besonders tragisch. kaum besserung also in den letzten tagen, keine erleichterung, keine heilung. (wie auch? die rechte schulter, die im spätsommer dran war, hat auch ein paar monate gebraucht.) gedankenfreiheit. ich lasse es einfach. das wetter? der mond? die hormone? ich lasse es so.

andererseits ist da etwas im gange, ohne zweifel. eine große ruhe ist im anzug, eine plötzliche perspektive. eine art wolfstreiben vermutlich. ein leben, ein schreiben. ich.

manchmal begegnet man menschen, die genau das nicht tun, was man erwartet, weil die welt eben so ist, wie sie ist, wie man sie sich gebaut hat, weil man es besser nicht weiß. das ist das eigentlich gute im leben, wenn die erwartungen plötzlich zerfallen.

endlich.

spring

diese wunderbare milde in diesem winter, dieses licht, das so warm schon ist. fast so, als könnte im leben nie etwas einfrieren, sich für ewigkeiten in minusgraden festsetzen. ich liebe den frühling, wie er jetzt ist, den ganz frühen frühling, der eigentlich noch gar kein frühling ist. nur eine erste, vage idee. etwas, das es in berlin im grunde gar nicht gibt. nur jetzt, in diesem verrückten jahr mit der 14, das so gruselig begonnen hat. ich weiß auch nicht warum, aber jetzt ist schon frühling. und es ist wie ein geschenk, für mich ganz persönlich.

zehn tage seit dem letzten arztbesuch, und so schnell wird da auch nix mehr kommen. zwei termine im märz und april, aber sonst: kein bedarf! ich kann mir das gar nicht vorstellen, daß es menschen gibt, die darin zufrieden- und geborgenheit finden. oder sicherheit vielleicht, eine seltsame art von sinn. mir ist das nicht gegeben. aber das ist natürlich leicht gesagt, ich habe ja im grunde nichts. nichts gravierendes, das ein solches vorgehen zwingend vorschreiben würde.

die hände funktionieren wieder, zwei oder drei fingerknöchel meckern noch ein wenig. die schulter taugt auch weitgehend, nur nach hinten greifen, schieben, heben, drücken macht noch keinen großen spaß. schmerzen mag ich das aber nicht nennen, mehr so ein knarren und quietschen in den angeln. keine medikation, sogar das schmerzgel vergesse ich permanent. nachgekommen ist auch nichts, seit über einem monat.

beim tango tanze ich erste milongas, stichwort: schrittverdopplung. (macht arschmuskelkater.)

ich heile. (das ist wichtig.)

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