viel tango gestern. viel arbeit heute. viel sonne auch. ich freue mich.
lost
es gibt sie, immer noch, dieses tage, an denen ich nicht bin, wo ich sein möchte, wo ich sein sollte. nicht dort, wo ich weiß, daß ich hingehöre. weil ich nicht darf, weil ich es nicht zugeben kann, weil ich mich nicht traue. weil ich nicht auffallen will, nicht gesehen werden. als eine, die auch irgendwo hingehört. dort, wo eigentlich andere hingehören, wo schon andere sind. vielleicht hier.
das ist die art, wie ich mich verliere, immer wieder. gestern war so ein tag.
heute ist ein anderer.
unterwegs
die richtige musik, im richtigen moment. die, die die türen zu öffnen vermag, die grenzen. die sie nicht nur sprengt, nein, welch ein frevel. die sie so nachhaltig vernichtet, daß im anschluß allein der glaube fehlt, über die jahre. ist angst die letzte illusion.
die vorwärts rasenden muster vor den augen, in den augen, wie als kind. die tiefe hinter allem, bodenlos und leicht, die neugier auf die welt, die welten. dahinter.
gut. heute ist längst schwarzweiß, was damals farbreich erschien. was einen klang hatte, wie musik.
aber wer weiß?
ausmerzen
das aufspüren von gedanken und zuschreibungen, innen wie außen, meistens ein unangenehmes konglomerat aus beidem, beiden richtungen auch, die alsbald zur aussortierung herangezogen werden müssen. jetzt schon. dabei ist doch erst februar und die ansätze für dieses jahr womöglich noch gar nicht durchgebrochen. egal, es sind eh immer dieselben konsorten, die sich bei mir breitmachen, da kann ich auch grob vorgehen. damit das gar nicht erst einreißt, in diesem jahr 2014. das könnte entscheidend sein.
fühlt sich gut an. ja.
eine kleine anspannung im körper, kurz vor dem schlafengehen, eine falsche bewegung vielleicht und schon reißt es mir überraschend wieder die malade linke schulter. vielleicht sind es auch die gedanken, die falschen vorstellungen und illusionen, die mich nachts beherrschen. der ewige kampf, in dem ich mich gefangen sehe. die ständige sehnsucht danach.
schmerzgel und eine tiefe nacht, träume von großen weißen flächen, papier und pixel. jetzt ist alles wieder wie zuvor, kein reißen mehr. nur dieser druck innen, dieses tiefe zweifeln in jeder bewegung, eine leise hemmung und enge. das ist nicht neu. das ist alles.
das wird. werden. was auch immer.
fledertier
dieses leben und seine grobheiten, wie sehr ich mich daran gewöhnt habe. manchmal kann ich es sehen, werde ich für einen augenblick zu der, als die ich gemeint war. womöglich. meistens aber bleibe ich starr, voller erwartungen. und leer.
all die feinheiten, die auch zu mir gehören, die sich nicht von mir lösen wollen, trotz allem nicht. wie ich sie verleugne und verschweige, vor mir selbst vor allem und sowieso. seit jeher, seit es sonst niemand mehr tut. das ist eine tatsache. als gäbe es keinen anderen weg, haltlos durch die luft. alles ist eine gefahr. von einem zur anderen, und zuletzt zu mir zurück.
diese momente der durchlässigkeit, diese offenen nächte und manchmal. plötzlich. locken fluchtwege zwischen den wimpernschlägen, hauchzart. in der schwindenden zeit suche ich meine heimat, ein freischwingendes, luftiges wesen.
das bin ich. mitunter.
write insight
sieht doch schon viel besser aus, oder? die farbe, die schrift, der hintergrund vor allem. und überhaupt, die schlichtheit. ich mag schlichtheit, sowieso, immer. aber zur zeit ganz besonders.
trotzdem ist das ding ziemlich modern, paßt auch auf tablets und smartphones, recht elegant sogar. es ist also ganz anders als das hiesige uraltmodische blog hier, das technisch längst überholt ist, ich weiß. aber ich hänge nun mal daran und werde ohne jeden zweifel so bald nichts ändern wollen. (auch wenn ich weiß, daß ich absehbar irgendwann mal muß.)
jaja, ich hätte meinen namen da oben auch gern etwas größer und außerdem in einer anderen, dunkleren farbe. leider finde ich mich ausgerechnet da aber gerade nicht rein. mist!
nach über drei stunden basteleien reicht es mir aber für heute erstmal. ich will jetzt einen knopf annähen und eine hosentasche stopfen.
sacado
mit dem tango an dem punkt angelangt sein, wo die in der stunde vorher, die gerade erst damit angefangen haben, mich fragen, wie lange das denn dauert, bis man so tanzen kann. das ist eine überraschung, weil ich mich so gut daran erinnere, wie ich selbst mich eben das nicht zu fragen traute. letztes jahr.
