am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tomaten 2013

tomatenbondage

es war zeit für tomatenbondage, längst schon. nicht daß die dinger sich noch achtlos vom balkon stürzen. die verschnürung allerdings ist ein wenig achtlos ausgeführt, das gebe ich zu. wobei es darauf ja nicht wirklich ankommt, zumindest bei tomaten nicht.

kennen lernen

oder kennenlernen, in einem wort. so ist es richtig, so liebe ich es. eines der schönsten deutschen worte überhaupt, wie ich finde und das schon seit langer zeit. so lange, daß ich es der ersten liebschaft, der nur wenig deutsch sprach, erklären musste: das kennen ist ein lernen. deshalb.

überraschend eigentlich, denn ich lerne nicht leicht kennen. oft lerne ich auch nicht kennen, weil ich den mut nicht aufbringe. zu oft tue ich alles, um das kennen, das lernen zu verhindern. auch heute noch, viel zu oft.

daß mir jetzt das kennen, lernen, wollen derart in den rachen zurückstopft wird, ein ums andere mal, in rasanter folge. warum auch immer, das muß ich nicht verstehen. nur würgen muß ich und weinen fast, eine nacht nach der anderen. auch das ist überraschend, aber es erinnert mich. daß das kennen ein lernen ist. immer. und lernen ist veränderung, ist schmerz. ja. wie könnte es anders sein.

ich sage: ja.

die 50!

rot, grün und blau

meine 50! überraschte mich mit einem spontanen kurztrip ans naheliegende meer, kurz darauf dann mit noch mehr scharfen sachen. (z. t. in bonbonfarben gehüllt, getarnt.) außerdem mit einem achselzucken, mit einer gelassenheit, beinah leichtigkeit, die mir eher fremd ist. dennoch fällt es mir schwer, zurückzudenken an 30, 35, 40. wie anders. selbst die vielen menschen, die mich am samstag besucht haben, sind offensichtlich gern hergekommen. und auch gern geblieben und hier gewesen, auch im nachhinein. das alles ohne große schwierigkeiten. ich bin überrascht.

irgendwie lässig diese 50!, wenn sie dann echt werden. echt gut. (und jetzt muß ich raus auf den balkon, die diesjährigen tomatenbäume festbinden.)

verlaufen

das schöne an diesem internet ist ja, daß all die geschichten, die dort überall hineingeschrieben werden, meistens nirgends ein konkretes ziel finden. im gegenteil, dieses netz, mein netz, ist voll von losen verläufen, offenen enden und plötzlichen leerstellen. so soll es sein, so gefällt es mir. voller fragen und gedanken, ohne eindeutige antworten. fast wie das leben, der alltag, irgendwann verlaufen im sand.

das sollte in die literatur hineinwachsen, langsam aber sicher. denke ich.

schüsselduo

fast alle instrumente von früher sind nicht mehr da, auch die steeldrum nicht. das ging nicht anders, es mußte eben sein, und ich vermisse die fette schüssel (meistens) nicht. wenn ich aber die kleinen schüsselchen da oben sehe und höre…

fleischfresser

meine maiblüte, was immer das für eine zimmerpflanze ist, jedenfalls lebt sie schon lange bei mir und will einfach nicht eingehen. ich vernachlässige sie, wo ich nur kann, habe sie vor jahren schon in eine zimmerecke hinter der balkontür verbannt. doch auf sie ist verlaß.

maiblüte 2013

jedes jahr, ohne ausnahme, steht sie punktgenau zum 30. in voller blühte. so auch jetzt, fast schon ist sie bereit, mit ihrem blöden lachsorange. sieht aus, als wolle sie mich fressen.

meinmai

so. die geburtstagswoche hat begonnen, und ich fange langsam an, mich in ein nervliches wrack zu verwandeln. dabei ist das doch alles gar nicht so schlimm. hoffentlich. nur so viel.

kalimba solo

man achte auf das leise metallische scheppern hinter der klarheit der töne. das ist absicht, teil des instruments. die menschliche note sozusagen. (via @fragmente tonight)

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