am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gestern nacht meine stimme kaputt gemacht, zerbrochen oder so. irgendwann zwischen dem ersten und einzigen caipi und der anstehenden beichte, was ich vor zirka sieben jahren dummes in eine email geschrieben habe. und dann auch noch abgeschickt. egal. die, die ich bin. manchmal ist es doch gut, daß ich da bin. und bleibe.

we need to talk (about kevin)

im kino gewesen. eigenartiger film über gewalt, so nah und doch so falsch. anders kann ich es nicht sagen. vielleicht weil die schuldfrage fehlt, obwohl sie ständig präsent ist. wobei das eigentlich gar nicht so schlecht ist. vielleicht auch wegen der nicht ganz umschifften kitschmomente. ganz im gegenteil, der film ist voll davon. ziemlich anders auch als das buch, soweit ich mich erinnere. (hab das original gelesen, und das nicht ganz mit der vermutlich nötigen aufmerksamkeit.) nicht so sehr in der story, aber definitiv in der haltung, der perspektive. herausragend ist aber die montage des films, ebenso der einsatz der musik. und tilda natürlich.

emo

eigenartig auch, daß mir seit gestern in diesem typisch wirren kommentarverlauf im HSB womöglich so etwas wie gefühlsduselei bescheinigt wird. wo mir doch im echten leben eigentlich konsequent nachgesagt wird, ich sei so ausgeprägt emotionslos und rational. beinah kalt. da kann man mal sehen, was das internet alles möglich macht. gefäßerweiterungen sozusagen, komisches gefühl.

herrenjahre

guten tag der herr, sagt die kassiererin an der supermarktkasse. zu mir. das ist echt neu, bislang kannte ich nur junger mann, so nebenbei, ohne genau hinzusehen. und ganz früher die frage nach dem ausweis, weil man mich mit anfang, mitte zwanzig ständig für einen pubertierenden jungen hielt. nun werde ich im alter also zum herrn. naja, es gibt schlimmeres.

kaum mehr stoff

fast kommt es mir so vor, als hätte die blöde lesung mir tatsächlich das lesen verhagelt. in dieser woche vorwiegend den kindle zur hand genommen, erst den tischer, für eine bessere ebookübersicht,  dazwischen Andosina von annina luzie schmid. mehr nicht. die kurze novelle ist mir eine ziemlich fremde welt, diese welt der jungen frauen. ich bin schon so lange nicht mehr jung. ich weiß nicht  einmal mehr, ob ich jemals jung gewesen bin. vermutlich nicht. dennoch, hier und da reißt mir der himmel auf. oder die erde öffnet sich. ich weiß es nicht so genau, aber schlecht ist das sicher nicht. nur bin ich eben zu alt, zu wenig unfertig, zu sehr ganz woanders beheimatet. seit jeher. eine bessere besprechung findet sich bei den guten büchern der klappentexterin.

auf papier versuche ich es jetzt mal mit einem krimi, den die kaltmamsell mir nicht nur ans herz gelegt, sondern sogar frei haus geschickt hat. aber krimis sind eigentlich auch nicht so recht was für mich. fürchte ich. obwohl, Der Nachbar spielt in südengland. immerhin.

triangle

wie dünn das eis ist und die haut dieser tage. nichts ist stabil, alles balance. aber beständig, wenn das dreieck auf der spitze steht.

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