ich glaube, ich kratze jetzt ein bißchen geld zusammen, mache den tank voll und verlasse berlin. vielleicht fahre ich nach potsdam, ins holländische viertel, nutzlose vergangenheit überschreiben. endlich mal. oder ich fahre einfach nur eine große runde. ich weiß auch nicht. die maschine freut sich sicher über ein wenig luft, nach jahren. los jetzt.
lighthousekeeping
die erste seite lesen, ach was, nicht einmal das, die hälfte vielleicht. und schon grinsen, auflachen (ein bißchen wie kichern), staunen und erschrecken. staunen vor allem. daß es das gibt. eng und weit zu gleichen teilen. und zeitgleich. (jeanette winterson, der leuchtturmwärter/lighthousekeeping)
novella (25)
taumeln zwischen den welten. das ebook mit toben und wut bearbeiten, in alter wilder manier. immer unsicher, ob ich den grund überhaupt berührt habe. dann von der hauptfigur der novelle in ein mir völlig fremdes phlegma gezwungen sein. das hat sich in den letzten tagen schon eindeutig herausgestellt, der ist eben so. ich kann das nicht ändern, denn es ist gut, wenn die figuren ein stück weit sich selber schreiben.
spät heute nacht also noch etwas mehr als zwei seiten des ersten entwurfs in die neue fassung übertragen. in aller ruhe. aufbrechen und neu aufbauen, alles wie im fluß. wie eigenartig das ist.
ebook bauen (8)
wieder das soll, zirka zwölf seiten. über die hälfte ist geschafft. keine leichte sache allerdings, alles aus MEMORY. aus dem text also, den ich am meisten verhunzt habe in meinem leben. oder hat er mich ruiniert? was auch immer, das ist vorbei. dennoch gehört es dazu, irgendwie. und es sind eben auch nur zwölf seiten aus über einhundert. ein erträgliches maß.