am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

still sitting still

immer noch sitzt er da, im torf, im regen, im dreck. die blüte ist verwelkt, verschwunden. dafür hat ihm jemand einen spielball gewidmet, geschenkt. auch ich sitze, nicht weit vorn dort, unter schmerzen und schweigen. letzteres weite ich genüßlich aus, erweitere die wortlosigkeit, betrete sie schon auf dem weg, unterwegs.

und so würde ich mich nach jahren der behauptung, des reinen denkens und möchtegerns, nun womöglich als praktizierend bezeichnen. einstweilen.

trixen

beim kiesern heute, nach wieder einmal sicher sechs wochen verschlamperei, gnadenlos kein gramm nachgegeben, an keinem einzigen gerät. ging sogar, im großen und ganzen. nur jetzt tut mir alles wohlig weh.

ich sollte mir besser einen regelmäßigen termin setzen, jede woche am gleichen tag, zu gleichen zeit. dann könnte daraus vielleicht doch noch wieder was werden. denke ich gerade.

sollte ich wirklich so platt gestrickt sein?

nach getaner arbeit dichte ich jetzt noch ein bißchen.

puh, viel zu tun heute. vorbereitung des neuen projekts und dazu noch den rest. :)

zeit ist immer

wenn ich ganz weit zurückdenke, dann sind da dinge, dann ist da welt. aber keine menschen, ich gebe es zu. andererseits sind die dinge noch nicht begrenzt, noch nicht in die ihnen ureigene feste form gepresst. so wie heute. es könnten also auch menschen sein, wer weiß. ich weiß es nicht. ich war sehr klein, damals. als das licht noch einen klang hatte, manchmal sogar einen geruch. und die zeit war noch keine uhr. definitiv nicht. zeit war einfach und immer.

[menschen haben sich erst später in mein erleben gedrängt. und sie brauchten dazu gewalt.]

siff

heute war müll- und reparaturtag. ich weiß gar nicht warum, ist einfach so gekommen. müll und reparatur, die zwei sind ja ohnehin naheliegend.

zunächst also alte kartons und pc-schrott entsorgt, dann den neuen rückreflektor ans fahrrad geschraubt. anschließend auf die alte art den berliner schutzblechstraßendreck mit der kehrschaufel zusammengesammelt. nicht einfach so schnell mal gesaugt. dabei die unterlegscheibe entdeckt, die ich hätte wiederbenutzen können. wiederbenutzen benutzen sollen, auch wenn sie vermutlich nicht nötig ist. alte schrauberschule eben.

zuletzt der allerletzte dreck. das waschbecken im bad entsiffen, wo das wasser seit langem schon nach nur wenigen sekunden bereits steht, statt sauber abzulaufen. das habe ich schon früher, bei den eltern, nur sehr ungern gemacht. aber wer sonst hätte es tun sollen? im vergorenen familienschmand schnell nach dem soeben verloren gegangenen ohrring der mutter suchen. (der sich dann meistens später ganz woanders wiederfand.)

der nachteil solcher siphonsabbereien ist übrigens, daß sie eine großflächige putzerei nach sich ziehen, welche sich sogar mir auf anhieb als unprokrastinierbar vermittelt. das hatte ich fast vergessen.

ich denke außerdem, daß diese sauerei der einzige trifftige grund gegen menschliche körperbehaarung ist. der ganze rotz würde mir durchaus reichen.

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