am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tomaten anbauen in der stadt (6)

es ist soweit, gerade eben hab ich es gesehen. die ersten tomaten sind am start und das mitte mai. so früh waren die biester schon lange nicht mehr dran. ein kleines wunder überhaupt, daß das bei mir nun schon seit jahren regelmäßig so grandios funktioniert. viel tue ich sicher nicht dazu, ich laß sie einfach machen. das heißt wachsen.

wenn ich daran denke, mit welch erschrockenem eifer ich meine ersten zimmerpflanzen, damals, in der ersten wohnung in essen, mithilfe von sehr viel wasser vom leben zum tode gebracht habe. kaum zu glauben eigentlich.

die tomatenpflanzen sind also fett und riesig und ausgezeichnet beisammen. die schwarzäugige dagegen muß sich noch ziemlich strecken, um den rettenden strick zu erreichen.

berlin ist heute morgen ungewöhnlich still und friedlich. wenig menschen, kaum autos. dafür quatschen die vögel wie wild. das mag ich. sehr. (vielleicht gehe ich heute abend die nachtigall suchen.)

merke

ich weiß es doch, und nicht erst seit gestern: niemals leichtfertig irgendetwas aufschreiben, so wie hier zum beispiel. so schlicht das sein mag, es könnte versehentlich wahr werden. ist mir ja durchaus schon mehrfach passiert. zum beispiel in england damals.

einblick

dieses verdammte loch in mir scheint größer zu werden mit jeden tag. seit vier wochen frißt es sich stetig in mir fort. immer mehr ist mir plötzlich deutlich erkennbar, dinge, die vorher schlicht und einfach nicht existiert haben. nicht für mich zumindest, und ich habe nicht die geringste ahnung, wie das für andere menschen aussehen mag. wieviele gekränkt und verletzt von mir zurückgeblieben sind. igendwo. ich habe nicht einmal die möglichkeit, es in erfahrung zu bringen. da ist soviel unsinn, den ich verzapft habe. so viele jahre, so viele fehler, unglaublich, die mich im nachhinein fassungslos machen. ob der blindheit vor allem, mit der ich sie begangen haben muß. ahnungslos. ob es möglich sein wird, auch nur etwas davon wieder gut zu machen. es auch für mich selbst irgendwie wieder gut zu machen. oder ein kleines bißchen besser zumindest. ich weiß es nicht. ich weiß nicht, wie. ich bin sprachlos, ratlos. ich nenne es verzweiflung, ganz einfach.

freitagszen

engl auf zendura, 15. woche:

# loser

# geschrei

# shooter

# nichtsnutz (daß sich die englischen titel in letzter zeit ein wenig häufen, ist mir selbst nicht ganz geheuer. auch wenn ich es natürlich mit einer ganz persönlichen affinität zur englischen sprache begründen muß. dennoch habe ich diesmal nichtsnutz geschrieben, statt burn out. was sich zunächst tun wollte. rastlos wäre auch gegangen, aber das wäre wirklich schlecht gewesen.)

# gewaltig

seit drei tagen fühle ich derart krank, daß ich statt zu arbeiten oft nur minutenlang ins leere glotze. ich glaube, ich lasse mich jetzt zur seite fallen und krieche dann nach hause. und warte, bis die letzte zelle geflutet ist.

all i need

eben etwas anderes auf den arm der katze geschrieben, kurzentschlossen und schnell. die batterie aber erstmal gelassen. jetzt winkt sie wieder. perfekt.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner