This evening Anouk finally found a book that fitted her size.
weiter im wohnzimmer
ja, ich liebe anouk. sie ist mir sehr nah.
die via internet aus der heimatstadt angeforderte kopie meiner geburtsurkunde, die zu meiner großen verschrecktheit bereits nach zwei tagen bei mir eintraf, informiert mich überraschenderweise auch über den zeitpunkt der eheschließung meiner eltern im winter 1961, zwischen weihnachten und neujahr, ausgerechnet. das erklärt einiges.
ebenso tief trifft mich die tatsache, daß ich beim ersten lesen des dokuments spontan der auffassung war, der vorname meines vaters sei definitiv falsch geschrieben. was sich bei näherer überprüfung in seinem alten reisepass jedoch als nicht zutreffend herausstellte. zu meiner entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß er selbst die lange form seines namens nie wirklich verwandt und die kurzform tatsächlich immer ohne das vermeintlich überflüssige e geschrieben hat. so wie engl auch.
engl auf zendura, 4. woche:
# ich bin
# bin ich
die vierte woche schon, mal mehr und mal weniger bringe ich zustande. zufrieden bin ich natürlich nicht, aber ich lerne, damit umzugehen. (der segen des imperfektionismus, wie ines so trefflich formuliert.) allzu schlimmes verändere ich einfach nachträglich, da kenne ich nix. so ist das eben mit der lyrik: sie wird nie fertig, dennoch muß man sie irgendwann sich selbst überlassen. wie sowieso alles.
die lyrische grundstimmung beginnt allerdings, sich auf den alltag auszuwirken und zwar nachhaltig. selbst konzepte schreiben entfaltet plötzlich kreative momente, was gar nicht so übel ist. und heute vormittag habe ich mich tatsächlich für ein paar stunden mit einem uralten, fast schon verstaubten material beschäftigt. einigermaßen ergiebig übrigens.
kling doch gut, alles in allem.
heute morgen überraschend in die basisarbeit eingestiegen. personal ausformulieren, grundstruktur legen, orte, alter und namen festlegen. daran hat es nun schon allzu lange gefehlt, das war wirklich allerhöchste zeit.
auf der suche den esoterischen namensgenerator gefunden, zum brüllen komisch. (für meine zwecke natürlich zu teuer, da muß ich wohl doch selber schütteln.)
den bisherigen titel habe ich übrigens gestrichen, sogar als arbeitstitel, und versuche einstweilen ohne weiterzukommen. eine novelle bleibt das ding aber. denke ich.
sweet honey on the rock singing „sylvie“ in sydney in 1990, i like the bass best.
so ist doch jeder tag ein anderer, gerade im frühjahr. gestern noch schwer arbeitsgefrustet, sammel ich heute die ideen aus allen höhen und tiefen, ecken und enden zusammen. sie fliegen mir quasi zu, wie von allein, und füge sie auch noch glücklich zusammen. alles paßt, alles läuft, irgendwie gut.
eigentlich ist es ja auch recht einfach, man muß nur anfangen. das ist der trick, darauf kommt es an. und die richtigen bücher versteht sich, die muß man zur hand haben. und sie auch zur hand nehmen natürlich. bücher können so hilfreich sein. ich liebe bücher. (okay, die richtigen websites tun es mitunter auch, da will ich mal nicht so sein.)