am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

berliner pisser

es ist gerade vier uhr nachmittags. der typ ist derart besoffen, daß er kaum noch gehen kann. stehen auch nicht, deshalb lehnt er sich mit dem gesicht an das nächste auto, während er mit einer hand an seiner hose herumfummelt. aber selbst so kann er kaum ruhig bleiben. irgendwann haut der rückstoß ihn nach hinten. der typ schlägt auf den boden, lacht und bepisst sich dabei. sein blasser schlappschwanz hinterläßt sonst keinen bleibenden eindruck.

frühling in berlin, neukölln. (da, wo andere kreuzkölln zu sagen.)

freitagszen

engl auf zendura, 6. woche:

# gnade

es gibt wohl nicht viel zu sagen zu so einer woche, in so einer zeit. letztere wird so schnell wohl nicht vorbei sein, ich weiß. aber jetzt gerade, in diesem moment fällt mir wenig ein. außer schweigen.

das muß einstweilen reichen.

auf einmal scheint es wieder andere nachrichten zu geben, nicht nur japan. es wird geburtstag gefeiert und geheiratet sogar. seltsam, wie dadurch die welt zurückkehrt. daß sie überhaupt zurückkehrt. das ist pathetisch, ich weiß. das geht vorbei.

alles andere nicht.

global

am ende des tages schält sich eine ebenso plumpe wie gewöhnliche erkenntnis heraus: wir haben alle nur diese eine erde.

proustmoment

wick plus c mit wildkirschgeschmack, diese künstliche süße ohne zucker, führt augenblicklich zu einem weitreichenden flashback, und nur die zunge weiß: die form war anders früher, kantiger und schärfer.

da

kein balkontag heute, das war ja wohl auch nicht wirklich zu erwarten. statt dessen habe ich durchgearbeitet, vorgearbeitet, gleich ein paar stunden am stück. irgendwie habe ich besser immer etwas tun. ich kann nicht nur einfach so entspannt herumsitzen, wie ich das an einem solchen sonntag eigentlich gern getan hätte. zurücklehnen und dümpeln. die sonne genießen, das licht.

völlig vergessen habe ich gestern auch, endlich einmal die musenstube zu besuchen, dabei habe ich das schon so lange vor. und gestern abend nun gab es dort einen poesiefrühling, den zu genießen ich mir fest vorgenommen hatte. das ist mir dann völlig im nachrichtentsunami untergegangen. leider. so ist das zurzeit, ich bin wohl nicht so recht da.

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