am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kalte kommentare

ich bin eine schlechte diskutantin. ich stehe nicht auf debatten und diskurse, nicht einmal auf wohlwollende über literatur und theater und so. auch da bestehe ich auf gespräch, auf austausch und ergänzung, wenn es irgendwie geht. sonst bringt das doch alles nichts, nur zeitverschwendung und verwirrung. dadurch öffnet sich nichts, nicht bei mir. nicht einmal der geist, also ganz zu schweigen von raum und zeit und inspiration.

nur manchmal bringt mir solch ein verwirrter kommentarverlauf eine plötzliche erkenntnis. dieses links-rechts-gerangel, das da im HSB immer wieder abgeleiert wird, ist nichts anderes als eine neue spielart des kalten krieges. eine harmlose intonation des kistendenkens, vielleicht mit der einen oder anderen komponente eines stellvertreterkrieges.

fein, so läßt sich das alles doch gleich viel besser ertragen.

echtes leben

mir ist, als hätte ich tatsächlich mal so etwas wie ein wochenende gehabt. eine pause von der welt, auch von den nachrichten, das vor allem. das ist ja kaum noch auszuhalten in letzter zeit. am samstag also eine sehr angenehme, weil sehr entspannte party, ohne sarrazin und stuttgart, ohne jegliche demokratiedebatte. muß auch mal sein. statt dessen eine höchst charmate junge katze als stets verfügbare gespielin und ein prächtiges büffet, das mir ein ganzes kilo zuwachs in einer nacht beschert hat. ich sag nur: mousse au chocolat! nun ja.

deshalb muß ich jetzt an dieser stelle einmal fragen. ist dieses bild jetzt echt? oder vielleicht doch satire? das weiß man so richtig ja nie, via twitter.

auf die bremse

gerade die zwei schrauben an der rechten bremse wieder festgedreht. dabei festgestellt, daß das bremselement, wenn es sich denn ganz losgerüttelt hätte, nach unten hätte wegrutschen können, wo es dann letztendlich durch die bremsleitung gehalten worden wäre. logisch. und aus der position heraus wäre dann ein eleganter schwung in die „aluspeichen“ des vorderrades hinein möglich, vermutlich sogar wahrscheinlich gewesen. die vorstellung amüsiert mich definitiv nicht. darüber denke ich wohl einfach nicht intensiver nach.

auch die frage, ob das womöglich absicht gewesen sein könnte, breche ich besser im ansatz ab. irgendwer hat die bremsbeläge gewechselt, das war im juni oder so. ein anderer jemand hat später dann den reifen gewechselt. keine ahnung, wer von denen mit der bremse blödsinn angestellt hat. ich will es gar nicht wissen. diese art der ungewißheit ist mir auf jeden fall lieber als die vorstellung, daß es da draußen absolut indiskutable neuköllner geben könnte.

wenn man nicht alles selber macht! (ja, ich habe gerade alle auch nur irgendwie sichtbaren und erreichbaren schrauben und muttern gecheckt.)

ungebremst

nachts durch berlin fahren und mich über die seltsamen geräusche wundern, die das motorrad plötzlich macht. irgendetwas vibriert vor mir, am lenker oder an der gabe, immer beim anhalten oder in der kurve. das ist wirklich kein gutes gefühl.

zuhause angekommen stelle ich fest, daß die bremse, die auf der rechten bremsscheibe sitzt, lose ist. soetwas kommt nicht von allein.  jemand hat mir die schrauben, die die bremse halten, gelöst, irgendwann in den letzten wochen. gehört hatte ich das schon einmal, ganz kurz und ganz leise.vor ein paar wochen, in einer anderen nacht. keine ahnung, wie lange es dauert, bis sich die dinger sich so losgerappelt haben. man hört das wohl nicht tagsüber.

im zweifel hat also mein schrauber gepennt, aber sicher bin ich da nicht. wie auch immer, schwein gehabt. und morgen pack ich mir besser mal den knarrenkasten und laufe eine runde um die ganze maschine. sicherheitshalber.

migräne mit medikamenten gebrochen, nach 36 stunden. riskantes spiel, funktioniert oft nicht mehr. und dann ist es zu allem anderen auch noch sinnlos kostspielig. na, was solls. scheint geklappt zu haben.

wasser & tränen

was für ein tag. aufgewacht mit einer migräne der eigenartigen art. wenig schmerz, nur erschöpfung und stumpfheit, außerdem leichte übelkeit. also kein hunger, den ganzen tag nicht. und dann das in stuttgart. das habe ich seit jahrzehnten nicht gesehen, wasserwerfer mit solch einer macht eingesetzt. das gibt es nicht einmal mehr in berlin. vielleicht in hamburg, im schanzenviertel oder wie das heißt. aber auch da bin ich nicht sicher. nur damals in den 80ern, da sah es genauso aus. doch da ging es immer um die chaoten, die steinewerfer des schwarzen blocks, gegen die man (angeblich) nicht anders ankam. so ungefähr jedenfalls.

jetzt sind es also schüler. und eltern mit ihren kindern, die weggeblasen werden. und ältere leute, brave schwabenbürger. na, das kann ja heiter werden.

wasser & tränen

was für ein tag. aufgewacht mit einer migräne der eigenartigen art. wenig schmerz, nur erschöpfung und stumpfheit, außerdem leichte übelkeit. also kein hunger, den ganzen tag nicht. und dann das in stuttgart. das habe ich seit jahrzehnten nicht gesehen, wasserwerfer mit solch einer macht eingesetzt. das gibt es nicht einmal mehr in berlin. vielleicht in hamburg, im schanzenviertel oder wie das heißt. aber auch da bin ich nicht sicher. nur damals in den 80ern, da sah es genauso aus. doch da ging es immer um die chaoten, die steinewerfer des schwarzen blocks, gegen die man (angeblich) nicht anders ankam. so ungefähr jedenfalls.

jetzt sind es also schüler. und eltern mit ihren kindern, die weggeblasen werden. und ältere leute, brave schwabenbürger. na, das kann ja heiter werden.

throwing bones

manchmal finden sich die geschichten ja am wegrand, irgendwo im dreck vielleicht, mehr oder weniger zufällig. oft sind das die besten geschichten, auch wenn es meist recht kleine geschichten sind. oder zumindest geschichten, die zunächst klein und harmlos daherkommen. am ende entfalten sie häufig dennoch eine gewisse wucht.

nachgedacht hatte ich eigentlich nur über grammatik. darüber wie komplex doch der einsatz der verschiedenen zeitformen erfolgt. und wie wenig das oft mit den klassischen regeln der gegenwart, vergangenheit und vorvergangenheit zu tun hat. wichtiger ist ja in jedem fall die erzählhaltung, in jedem text gibt es immer auch den augenblick. das gedachte, wie ich es gerne nenne. das nicht gesagte, nicht geschriebene. also das, was ein mensch über das leben und die welt denkt und weiß. das weiß er schließlich auch, wenn er seine geschichten erzählt.

über diese strukturen dachte ich nach, über die vielen schichten der sprache. über die komplexheit des umgang damit, wie man an der einen ecke etwas zurechzieht und sich dann an der anderen ecke alles verändert hat. wie bei einem mobile. und dann lag da auf einmal eine kleine geschichte am rand der großen straße: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu großzuziehen.

schachern

ich rieche es förmlich, daß da oben schon wieder die markenkerne geschliffen werden, fein säuberlich und anschließend poliert. ich spüre es genau, wie die vorformulierten alleinstellungsmerkmale durchdekliniert werden, satz für satz. immer und immer wieder. und ich sehe, wie jetzt schon vorsorglich die wählerpfründe erschlossen werden, lange vor der zeit. mensch, da ist doch noch platz, an der stelle, wo sarrazin die beute fett gemacht hat. das kann man doch versuchen, da kann man sich doch mal breit machen.

nur die grünen lassen lässig ihre güldenen überflügel spielen, einstweilen. das alles geht vorbei. nur mein ekel bleibt unverdrossen.

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