am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das alte berlin

eben in charlottenburg gewesen. ist ja irgendwie eine andere welt, fast schon nicht mehr berlin. charlottenburg eben, da kenne ich mich nicht aus. einmal mußte ich sogar rechts halten, absteigen und auf die karte gucken. und dazu mußte ich den helm abnehmen, um die lesebrille aufsetzen zu können. das war erste mal in aller öffentlichkeit. altern kann sich recht peinlich anfühlen.

freitags

obwohl heute nicht freitag ist, hab ich eben mal wieder in den freitag reingeschrieben. über wählerwürste, von hier recycled, wiederaufbereitet sozusagen.

naja, ist immer noch eine schrecklich lahme seite da drüben, in der herumstöbern keinen großen spaß macht. leider! (ich empfehle also das papierabo, na sowas.)

forever links

okay, kiesern fällt heute mal aus. muß, es geht nicht anders. der nacken spielt nicht mit. schnell noch, wie geplant, bei der werkstatt vorbeifahren, wegen der sache mit den vergasern, ist auch nicht drin. ich kann den kopf heute einfach nicht nach rechts drehen, bin über nacht links wie festgetackert worden. und motorradfahren ohne schulterblick, das ist in berlin einfach unverantwortlich.

was solls, morgen ist auch noch ein tag. morgen wird alles wieder gut, sowieso. und links ist immerhin besser als rechts.

kalte kommentare

ich bin eine schlechte diskutantin. ich stehe nicht auf debatten und diskurse, nicht einmal auf wohlwollende über literatur und theater und so. auch da bestehe ich auf gespräch, auf austausch und ergänzung, wenn es irgendwie geht. sonst bringt das doch alles nichts, nur zeitverschwendung und verwirrung. dadurch öffnet sich nichts, nicht bei mir. nicht einmal der geist, also ganz zu schweigen von raum und zeit und inspiration.

nur manchmal bringt mir solch ein verwirrter kommentarverlauf eine plötzliche erkenntnis. dieses links-rechts-gerangel, das da im HSB immer wieder abgeleiert wird, ist nichts anderes als eine neue spielart des kalten krieges. eine harmlose intonation des kistendenkens, vielleicht mit der einen oder anderen komponente eines stellvertreterkrieges.

fein, so läßt sich das alles doch gleich viel besser ertragen.

echtes leben

mir ist, als hätte ich tatsächlich mal so etwas wie ein wochenende gehabt. eine pause von der welt, auch von den nachrichten, das vor allem. das ist ja kaum noch auszuhalten in letzter zeit. am samstag also eine sehr angenehme, weil sehr entspannte party, ohne sarrazin und stuttgart, ohne jegliche demokratiedebatte. muß auch mal sein. statt dessen eine höchst charmate junge katze als stets verfügbare gespielin und ein prächtiges büffet, das mir ein ganzes kilo zuwachs in einer nacht beschert hat. ich sag nur: mousse au chocolat! nun ja.

deshalb muß ich jetzt an dieser stelle einmal fragen. ist dieses bild jetzt echt? oder vielleicht doch satire? das weiß man so richtig ja nie, via twitter.

auf die bremse

gerade die zwei schrauben an der rechten bremse wieder festgedreht. dabei festgestellt, daß das bremselement, wenn es sich denn ganz losgerüttelt hätte, nach unten hätte wegrutschen können, wo es dann letztendlich durch die bremsleitung gehalten worden wäre. logisch. und aus der position heraus wäre dann ein eleganter schwung in die „aluspeichen“ des vorderrades hinein möglich, vermutlich sogar wahrscheinlich gewesen. die vorstellung amüsiert mich definitiv nicht. darüber denke ich wohl einfach nicht intensiver nach.

auch die frage, ob das womöglich absicht gewesen sein könnte, breche ich besser im ansatz ab. irgendwer hat die bremsbeläge gewechselt, das war im juni oder so. ein anderer jemand hat später dann den reifen gewechselt. keine ahnung, wer von denen mit der bremse blödsinn angestellt hat. ich will es gar nicht wissen. diese art der ungewißheit ist mir auf jeden fall lieber als die vorstellung, daß es da draußen absolut indiskutable neuköllner geben könnte.

wenn man nicht alles selber macht! (ja, ich habe gerade alle auch nur irgendwie sichtbaren und erreichbaren schrauben und muttern gecheckt.)

ungebremst

nachts durch berlin fahren und mich über die seltsamen geräusche wundern, die das motorrad plötzlich macht. irgendetwas vibriert vor mir, am lenker oder an der gabe, immer beim anhalten oder in der kurve. das ist wirklich kein gutes gefühl.

zuhause angekommen stelle ich fest, daß die bremse, die auf der rechten bremsscheibe sitzt, lose ist. soetwas kommt nicht von allein.  jemand hat mir die schrauben, die die bremse halten, gelöst, irgendwann in den letzten wochen. gehört hatte ich das schon einmal, ganz kurz und ganz leise.vor ein paar wochen, in einer anderen nacht. keine ahnung, wie lange es dauert, bis sich die dinger sich so losgerappelt haben. man hört das wohl nicht tagsüber.

im zweifel hat also mein schrauber gepennt, aber sicher bin ich da nicht. wie auch immer, schwein gehabt. und morgen pack ich mir besser mal den knarrenkasten und laufe eine runde um die ganze maschine. sicherheitshalber.

migräne mit medikamenten gebrochen, nach 36 stunden. riskantes spiel, funktioniert oft nicht mehr. und dann ist es zu allem anderen auch noch sinnlos kostspielig. na, was solls. scheint geklappt zu haben.

wasser & tränen

was für ein tag. aufgewacht mit einer migräne der eigenartigen art. wenig schmerz, nur erschöpfung und stumpfheit, außerdem leichte übelkeit. also kein hunger, den ganzen tag nicht. und dann das in stuttgart. das habe ich seit jahrzehnten nicht gesehen, wasserwerfer mit solch einer macht eingesetzt. das gibt es nicht einmal mehr in berlin. vielleicht in hamburg, im schanzenviertel oder wie das heißt. aber auch da bin ich nicht sicher. nur damals in den 80ern, da sah es genauso aus. doch da ging es immer um die chaoten, die steinewerfer des schwarzen blocks, gegen die man (angeblich) nicht anders ankam. so ungefähr jedenfalls.

jetzt sind es also schüler. und eltern mit ihren kindern, die weggeblasen werden. und ältere leute, brave schwabenbürger. na, das kann ja heiter werden.

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