am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

glück auf!

mein opa war ja kumpel in essen, also bergmann, noch genauer anschläger, also signalgeber, und worte wie lengede oder alter mann muß man da einfach kennen. und kennt man dann auch, ohne wenn und aber. (niemals denke ich bei anschläge auf anhieb an den 11. september oder so.) um so erstaunlicher, daß die art und weise der rettung der chilenen heute offensichtlich genauso funktioniert wie damals. und auch so gut wie genau so aussieht. nur eben in farbe und von kleinen kameras rundumbegleitet, wo in lengede vor allem das radio vor ort war.

facebook is a bugger

kaum hab ich mich gestern bei den ebay-kleinanzeigen angemeldet, um einen ollen sessel zu verschenken, krieg ich heute auf meinem facebook ständig werbung für ebay-kleinanzeigen vorgesetzt. und neue sessel natürlich. gut, daß ich den laden nur mit meiner spamsammeladresse betrete.

arschkalt hier. 16° im wohnbüro und die heizung kommt nicht auf touren. ich hab jetzt alles aufgedreht, um die anlage mal so richtig in schwung zu bringen. und wenn dann alles heiß ist, vielleicht mal eine kleine entlüftungsrunde? keine ahnung, hab ich hier noch nie gemacht. so ein gesamthaussystem ist mir irgendwie unklar.

mit den dingen verschwindet die liebe, irgendwann. das ist meine hoffnung. und der größte schrecken dieser welt.

on the way

glam schreibt über angst heute. über seine angst, die angst, die ihm schon einmal thema war. jeder geht seine runden, schreibe ich dazu, weil mir besseres nicht einfällt. weil auch in mir der herbst beginnt, der winter vielleicht. noch so ein winter, warten auf das licht.

ich bin anders, kein fetzen angst und schon gar keine panik tritt jemals an die oberfläche. vermutlich bin ich auch tatsächlich kein besonders emotionaler mensch. kalt wie eis, hat meine mutter das genannt. kein mensch, nur ein fisch. natürlich hat sie unrecht. was angst ist, weiß ich. und mich weiß, was aus angst wird, wenn sie einfach nie aufzuhören scheint. jahre und jahrzehnte hatte ich kein anderes thema. keine ahnung, wieviele tage, wochen und monate (am stück gerechnet) ich andere damit genervt habe. auf die eine oder andere art, besonders die eine freundin. in mir sind es eben jene jahrzehnte. in mir war es niemals still davon, kein tag und keine nacht.

bis vor ein paar jahren, nach all der arbeit war plötzlich schweigen. ich weiß nicht warum, aber seitdem herrscht stille. selbst musik regt mich kaum noch auf. ich lebe wie im vakuum, im nichts. die früh gelebte qual hat keinen wert mehr. bleibt also ratlosigkeit, für die nächsten jahre und jahrzehnte.

herbstliches in den wochenblättern (91)

der freitag wieder einmal. den lese ich ja auf papier, in meinem alter braucht man das einfach, dieses haptische. das geht nicht anders. ich schreibe ja auch noch mit mit der hand, sehr gerne sogar. besonders gerne mit weichem bleistift oder feinem schwarzem füller. (lesen kann das aber kaum noch wer.) dieser papierfreitag also, immer diese suche nach der onlineversion, wenn ich mal was verlinken will. und diese grundsätzliche lahmheit des freitagservers. das kann schon ziemlich nerven.

aber gut, für diese treffliche analyse auf papierseite eins lohnt es sich. zum schluß heißt es da:

Auf diese Weise setzt Merkel das ewige Gemäkel an ihrem Stil wie einen Hebel zur Durchsetzung einer Politik ein, die in kürzestmöglicher Zeit den maximalen Schaden am Zusammenhalt der Gesellschaft anrichten könnte. Der Vorgang ist aus dem Kampfsport bekannt: Nutze den Schwung des Gegners, um ihn aufs Kreuz zu legen. Das ist der traurige Kern des so genannten Herbstes der Entscheidungen.

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