am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

es ist gerade erst elf und ich bin platt. das sind so die randerscheinungen eines ausgedehntes demotages. zwei stunden demolatschen, plus nochmal zwei stunden herumschlendern, außerdem noch eine gute stunde – zirka 14 bis 16 kilometer, denke ich – radeln. das kommt einem mittelmäßigen fitnessprogramm gleich, an das ich nicht recht gewöhnt bin.

deutsches volk vor dem reichstag

pünktlich gegen 13 uhr geht es los. ich latsche meine runde, sambatanzend und trillerpfeifend, ziemlich an der spitze des zuges. nach 90 minuten dann umwandern wir dann artig die abgesperrte reichstagswiese, gähnende leere vor der heimstatt des bundestages. die füße qualmen, der rücken schmerzt, doch bald ist es geschafft.

von wegen. der blick über den fluß, hinüber zum hauptbahnhof verblüfft mich: von dort geht die demo immer noch los und los und los und hört nicht auf. ein hinüber gibt es für mich nicht, die schmalen brücken sind mir zu voll. also will ich zurück zum brandenburger tor, wo mein fahrrad steht. schließlich habe ich meine schuldigkeit getan, denke ich. dabei kreuze ich das schier endlose ende des demozuges. die menschen haben inzwischen die reichstagsstufen erobert und auch die wiese ist geflutet. wahnsinn!

mehr dazu auch im HSB von harald.

mengenlehre

meine gesammelten knöpfe befinden sich übrigens in jener kleinen plastikschachtel, in der zu meiner grundschulzeit die kleinen bunten dreiecke, kreise und quadrate für die mengenlehre wohnten.

ich bin so unglaublich diskursmüde, schon seit tagen, wenn nicht wochen. ist doch alles nur geschwätz, vor allen die politik. manchmal möchte ich keine antwort. manchmal möchte ich einfach nur reden oder eben schreiben, damit ich die welt nicht völlig verliere. meine welt, die doch niemand kennt. oder gar versteht.

kiesern hatte heute mittag fast etwas meditatives. tiefe, kraft und stille. naja, kraft. die meisten ziehen, drücken und schieben mehr als ich, auch die frauen. ich bin mehr so eine lusche. nur in den händen nicht. keine ahnung, warum. vielleicht das dauernde greiftraining auf dem motorrad.

hammer und nadel

eigentlich hatte ich ja einen neuen knopf an die hose nähen wollen. dann hab ich aber doch den hammer genommen, damit kenne ich mich einfach besser aus. ging auch viel schneller. (ob das jetzt ein beitrag zum thema feminismus ist?)

ein bißchen frust

heute war so ein tag, an dem plötzlich doppelt soviel los war als urspünglich geplant. na gut, kommt vor. und dann muß es eben sein, egal, was ursprünglich auf der liste stand. sorgfältig sortiert. hat auch soweit alles geklappt. so einigermaßen. ein bißchen frust bleibt halt immer. aber jetzt mal wieder runterkommen hier. schnell. morgen geht es schließlich wieder von vorne los. also.

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