
ist es ein tag? spanisch? oder tatsächlich ein genitiv?
ich bekämpfe das getrolle mit poesie: … in der dritten Nacht, als der Fuchs die Straße kreuzte.
schlage mich gerade wieder einmal mit HSB-kommentaren herum. wie soll man so einen schwachsinn (ff) ertragen?
heute in der buchhandlung einen echten sarrazinbuchkäufer erlebt. vermutlich kein deutscher, der mann sprach englisch mit akzent und wollte den roten brocken als geschenk eingepackt haben. vielleicht ein scherz? oder doch recherche? eventuell sogar scham?
don’t believe it, riet ihm die buchhändlerin vorsichtshalber.
es wird wohl zeit, dieses lied einmal zu singen, wo doch in letzter zeit derart viel dreck über die türkischen vertreter dieses wohl schwierigsten einzelhandelszweiges ausgeschüttet wurde. nachts auf dem großmarkt sein, pünktlich und wach, damit die ware rechtzeitig im laden liegt. jeden deutschen jungen würden sie dafür in den himmel loben.
arm wäre es hier, ohne die türkischen händler. armselig, auf das ewig gleiche angebot der discounter, abgepackte massenware stapelweise, angewiesen zu sein. der türkische supermarkt dagegen funktioniert noch wie ein markt. das gemüse sucht man sich selbst zusammen, genau so viel, wie man braucht und möchte. es gibt kartoffeln, zwiebeln und knoblauch einzeln, das ist wichtig in einem einpersonenhaushalt. es gibt drei sorten knoblauch, wenigstens. der ingwer ist frisch, und es gibt ihn, immer. ebenso die frische minze. kein discounter hat das. die fleischtheke, gut, die ist gewöhnungsbedürftig. kennt man ja heute kaum noch, so unabgepacktes rohes fleisch. nur früher, mit meiner oma beim metzger, da gab es noch diese schalen in der theke. und das blut, das sich darin sammelte. also, für eine hühnersuppe ist der türkische händler auf jeden fall immer gut. im winter finde ich dann dort, und nur dort, meine liebste salatbeilage: maronen. ohne würmer. naja, die meisten jedenfalls. in deutschen läden liegen die dinger, wenn es sie überhaupt gibt, meistens so lange, daß man die hälfte wegwerfen muß, weil sie schon zerfressen ist. kein spaß, bei dem preis.
überhaupt der preis. es ist nicht immer a-ware, das stimmt. aber wer braucht die schon? meine gurken müssen nicht gerade sein und kleine kartoffeln sind schneller gar. das preis-leistungs-verhältnis ist ohne zweifel auch besser als im discounter. zumindest beim gemüse, aber darum geht es hier ja.
nicht zu vergessen auch die brote. kaum zu glauben, daß ich ohne fladenbrot aufgewachsen bin.
meine balkonspinne war sehr fleißig heute, gleich zwei fette insektenpakete hat sie gepackt und in ihrem netz zwischengelagert. die kleine dagegen habe ich nicht mehr gesehen, seit vorgestern schon nicht mehr. vielleicht ist sie schon erwachsen und mußte ausziehen. keine ahnung, ich kenne mich wirklich nicht aus mit spinnen. möglich, daß die alte sie gefressen hat. manche mütter machen das.
während die kaffeemaschine kalkbröckchen vor sich hin spuckt, das berliner wasser eben, stehe ich daneben und sehe aus dem fenster. gegenüber sitzt ein mann vor einem bildschirm, hinter ihm im zimmer leuchtet eine ikeastehlampe gegen die decke. in der wohnung daneben sieht es nicht viel anders aus, die frau wird vom bildschirmlich leicht grünlich angestrahlt. die balkontür steht noch etwas offen. heute ist die letzte sommernacht.
und ich weiß jetzt, wie ich für meine nachbarn aussehe. vor dem bildschirm sitzend und blaß im gesicht. (immerhin nicht grünlich.)

es hat geklappt, ich bin jetzt offiziell anerkannte balkonspinnenzüchterin. gerade habe ich sie entdeckt, die kleine. es gibt also wirklich spinnennachwuchs in den tomatenpflanzen auf dem balkon. wobei ich gar nicht so genau weiß, wie spinnen eigentlich nachwachsen.