am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wieder dieses regenbogenflimmern, links. löcher im blick, erst ein winkel im unteren quadranten. zuletzt ein flacher halbbogen, nach innen offen. beweglich. als würde die welt gefressen, von links nach rechts. und plötzlich ist dann alles wieder weg.

alles gut. oder zumindest so ähnlich.

alles falsch

so. alle uhren und alle blogs auf sommerzeit umgestellt. das heißt natürlich, nur die, die es nicht von allein tun. das hält sich bei mir inzwischen die waage, ich bin also so mittelmäßig technologieversorgt. was völlig okay ist. eher irritieren mich die uhren, die man nicht absichtlich verstellen kann. also absichtlich falsch stellen. falsch ist nämlich manchmal ganz richtig.

ich lerne den wert von dreieckschleifern zu schätzen. wieso komme ich eigentlich erst jetzt darauf? mein leben lang quäle ich mich mit schwabbelingen schwingschleifern herum, greife zur not zum stinkenden abbeizer. dabei gehen mit so einem multidreieckschleifgerät sogar drei farbschichten weg, zweimal schwarz und einmal weiß übereinander. dauert auch nur drei stunden, für drei schmale bretter, tja.

und macht ein bißchen lärm, draußen auf dem balkon, sicherlich die ganze straße entlang. irgendwann stand sogar der hausmeister irritiert mitten auf der straße, auf der suche nach der ursache der geräuschkulisse. nachdem er mich entdeckt hatte, erlaubte er mir dann aber gnädig, weiterzumachen. es gab wohl keine andere wahl. aber er ist halt ein wenig ein immer-alles-wissen-wollender, mein türkischer wohnblockbeauftragter.

verweis ins hsb

beschäftige mich wieder einmal mit HSB-kommentaren, diesmal zum thema bedingungsloses grundeinkommen und MAEler. beide artikel sind zwar nur hinweise auf anderweitige veranstaltungen, aber ich darf jetzt all den murks lesen, den manche meinen, dazu beizutragen zu haben. zum teil wirklich unglaublich.

wobei letztendlich auch nicht unbedingt klar ist, ob den links überhaupt nachgegangen wird. ob also die musenstube etwa oder das gemeine wesen irgendeine resonanz verspüren, möglicherweise sogar eine positive?

ikeaantik

es wird immer noch gebaut, bei mir, von mir. die arbeiten am schreibtisch zum beispiel, die ich eigentlich für ostern eingeplant hatte, sind bereits erledigt. paßt gut jetzt, die neue buchenplatte zu den uralten kiefernunterschränken. farblich zumindest, und das war es ja, was ich wollte. ansonsten sind die alten kisten an die dreißig jahre alt, da ist nicht mehr viel zu reißen. sicher vierzig schrauben habe ich zu sicherheit in die wackeligen konstruktionen gedreht. jetzt quietscht und knatscht zumindest nichts mehr, aber aussehen tun sie schon sehr eigenartig, zum teil eher dreckig als gebeizt. irgendwie antik, könnte man sagen.

und das soll mir mal wer nachmachen: originale schwedenmöbelware nach dreißig jahren tatsächlich in einen echt antiken zustand gelebt zu haben.

angeschlagen

völlig verschobener tag heute, auch das gehört zum frei sein. statt am frühen nachmittag also erst gegen abend zum termin und damit ziemlich aus dem tritt. angeknockt, wie beim boxen. und jetzt wieder groggy. oder immer noch, seit sonntag. rückenschmerzen vom feinsten. (immerhin kein kopf.)

dieser sonntag. völlig erschöpft die ganze zeit nur rumgehangen, mehr noch gelegen. nichs half. diese tage, an denen meine welt zugrunde taumeln will. fucking gravitiy. dieses bleierne gewicht irgendwo hinten in meiner mitte, das mich schitt für schritt nach unten zieht. so ungefähr muß sich das anfühlen, apäter im alter.

am abend dann quer durch die stadt gekrochen und bei einem tollen essen endlich wunderbar regeneriert.

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