ich denke, also spinn ich.
koma
vermutlich braucht es nicht die buddhistische grundannahme von ursache und wirkung als kreislauf des leidens, um zu wissen, daß und wie der geist es ist, der das gemüt beherrscht, das wohlbefinden und die kreativität eines menschen. ein einziger nichtiger gedanke, der sich festsetzt, eine falsche annahme, eine dumme illusion, über tage, wochen oder jahre gar gepflegt, vermag eine eigenartige art von angst in gang zu setzen, die nicht nur das gegebene potential gegen null fahren, sondern ebenso körperliche übelkeit verursachen kann. und, als wäre das nicht genug, bleibt der geist dennoch wach dabei, rege und aktiv.
nur völlig machtlos, gefangen. ein schatten der vergangenheit. so war der tag, der gestrige auch und der davor. so lebe ich. manchmal. nicht, daß das wichtig wäre. es ist nur einfach so. und sollte auch mal gesagt sein.
unglaubliches in den täglichen nachrichten (67)
ich bin fassungslos. die spinnen, die schweizer!
ungeklärtes im wochenblatt (66)
Frauen und Blogs. das ist ein zähes, altes thema, ich weiß. immer und immer wieder durchgekaut in den letzten jahren. aber man kann es ja auch mal klug und konsequent aufziehen, wie zum beispiel anne roth gerade im freitag:
Nicht zuletzt spielt sicher auch irgendeine Rolle, dass Feminismus total mausetot ist und in der Konsequenz sich die Situation von Frauen in Deutschland nicht direkt verbessert …
karma
das mit den ämtern ist so eine sache. den einen tag flutscht es, am donnerstag zum beispiel. da ließ sich alles an einer einzigen stelle klären und das ohne wartemarke. ich hatte mit drei stellen an zwei verschiedenen orten gerechnet und das ganze schon einmal vorsorglich auf zwei tage verteilt. und dann funktionierte es, einfach so, ganz von allein. keine stunde hat es gedauert. außerdem war auch noch mein neuer führerschein endlich da, nach fast sechs monaten. viermal hatte ich schon vergeblich da gestanden.
beinah unglaublich für eines der überlaufensten berliner bürgerämter.
nur zwei tage später nervt es dann wieder, das listen schreiben und aufrechnen. alles zur sicherheit dreimal durchrechnen, jedes wort mit goldstaub abwägen. vor lauter angst, irgendetwas falsch zu machen. sehr geehrte damen und herren, leider kann ich ihnen dieses und jenes nicht beantworten, weil ich die frage nicht verstanden habe. oder wie sagt man das?
stunden gehen dahin und rauben mir den letzten nerv. die seele. so kann ich nicht arbeiten. nicht schreiben. nicht leben. gute nacht.
höllisches durcheinander heute. gefühlt zumindest. finanzielles chaos und ämterstress, arbeitsanforderungen unterschiedlichster art. so eine art spagat, von morgens bis abends. und da ist die steuererklärung noch noch nicht einmal dabei.
dafür all das andere zeug, die bleibende verzweiflung eher privater natur. herbstabstieg ins dunkel. noch bin ich nicht am ende. darauf zu achten, dafür blieb zum glück heute auch nicht viel zeit.
und morgen sieht es nicht viel anders aus. genauso wie übermorgen, denke ich.
worte an sich
strukturen und kämpfe, verwirrung und lüge. egozeug, auf den ersten blick. spielen mit dem ich ist aber normale schreibarbeit.