am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

futter

bloglines mag mich nicht mehr. etliche feeds sind offensichtlich seit geraumer zeit tot, ohne daß ich es auf anhieb gemerkt hätte. jetzt spiele ich mit einem heruntergeladenen feedreader herum, der natürlich den nachteil hat, daß er nur auf einem rechner funktioniert.

weiß jemand einen guten online-reader? außer google, muß ja nicht immer alles von google. lohnt sich netvibes? was ist eigentlich netvibes?

(irgendwie ist mir ja deutsch immer lieber, wenn es um technik geht. das muß ich jetzt einfach mal unumwunden zugeben. wenn ich doch sowieso nur bahnhof verstehe, muß das nicht auch noch fremdsprachlich sein.)

konkurrenz?

Ich kann auch Texte von Deutsch auf Englisch oder umgekehrt übersetzen.

ist das nun abzocke oder naivität? im zweifel für die angeklagte tippe ich auf letzteres. von lesbarkeit hält sie offensichtlich ohnehin nicht viel, nicht einmal optisch, wie man an der farbwahl in ihrem blog sehen kann. aber das will ja eh niemand wissen.

wie auch immer, vor diesem doch eher amüsanten hintergrund scheint mir ein deutlicher hinweis auf die angenehm streitbare protextbewegung angebracht.

umwege. schottmüllers katze

als alte wuppertalerin hat mich der tod von pina bausch gestern natürlich wie der blitz getroffen. (who the fuck ist michael jackson?) einmal nur habe ich sie selbst tanzen gesehen. unauffällig fast, beinah am rand, einer, ihrer gruppe verbunden. wenn ich mich recht erinnere. aber in diesen stücken war und ist ja immer jedeR solistisch am werk, selbst in den massenszenen. irgendwie. wie könnte oder sollte man das beschreiben? und warum?

es gibt wege, umwege und bögen zur kunst. wozu braucht es da worte? unser täglich brot.

stücke von pina bausch habe ich einige gesehen, mal die mit, manchmal auch die ohne namen. nein, es ist nicht ganz so schwer, wie es immer heißt, an karten zu kommen. es kommt auf das timing an, das ist alles. in wuppertal ist das natürlich bekannt. man notiert sich einfach den vorverkaufsbeginn im kalender. obwohl es sicher auch geholfen hat, daß die beiden hunde einer arbeitskollegin in einem stück als darsteller auftraten und eine andere kollegin hin und wieder die kinder einer tänzerin gehütet hat.

eigentlich wollte ich ja ende des jahres versuchen, noch einmal die sieben todsünden zu sehen, die dann nach berlin zu den berliner festspielen kommen. sieht aber so aus, als wäre es dazu dann doch zu spät. ausverkauft. außerdem hätte ich mir das auch kaum leisten können.

in die trauer mischt sich die schmutzige traurigkeit dieser seltsame stadt, wuppertal, das so viel zu bieten hatte, als ich 1987 dort hinkam. und das mir so sehr im sterben zu liegen schien, als ich das letzte mal dort war. und das sehe offensichtlich nicht nur ich so, sondern zum beispiel auch rainer grassmuck:

Wuppertal — was ist los? Taumelst seit Jahrzehnten unkontrolliert durch die Städtelandschaft des Bergischen Landes. Bekommst nichts mehr richtig auf die Reihe, deine Bevölkerung kehrt dir langsam aber stetig den Rücken.
So stirbst du.

wobei ich zugeben muß: ja, auch ich bin gegangen. fort aus diesem kleinen, eigentlich großartigen ort.

zu spät

etliche löcher sind gebohrt auf der suche nach dem kaminschacht. viel staub aufgewirbelt und schweißtropfen investiert. jetzt aber ist es gleich soweit, nach nur etwa drei stunden: fertig.

der arbeitstag hat sich erledigt. ich bin auch erledigt, aber was solls. muß eh gleich los, zur arbeit.

zu früh

tatsächlich. kurz nach sieben stehen zwei kabelmänner vor der wohnungstür und wollen sich einen überblick verschaffen. jetzt arbeiten sie sich langsam von unten nach oben. das kann dauern. ist aber immerhin gesichert, den näherkommenden bohrgeräuschen zufolge. und dem toten tv.

sieben

mußte heute den schreibtisch halbschräg in den raum schieben, weil morgen früh gegen sieben ein handwerker herkommen und an meinem kabelabschluß basteln will. abgesehen davon, daß ich sieben uhr nicht für eine zeit halte, zu der man sich mit fremden menschen auseinandersetzen sollte, ist es ein sehr seltsames sitzen und arbeiten hier hinten in der ecke. andererseits ist es natürlich immer wieder mal ganz gut, andere positionen einzunehmen und sich mit den geänderten gegebenheiten zu beschäftigen.

und hinter dem schreibtisch staubsaugen war auch schon lange wieder mal angesagt.

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