am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ansonsten zu müde für irgendwas. morgen wird hingerichtet.

so. letzte umbauarbeiten erledigt. der pc arbeitet sich wieder mit einem dumpfen u-bootgrummeln durch den tag, der zugriff aufs laptop steht auch endlich und sogar der sound ist wieder satt da. mehr war doch nicht. alles im lot.

totes land (40)

am anfang ist chaos. alles.
die namensgebung zieht zwangsläufig anderes nach sich. alter und berufe zum beispiel. mit figuren zu arbeiten, die keinen beruf haben, ist nicht besonders empfehlenswert. selbst, wenn das für die geschichte selbst keine rolle spielt. es gibt kaum menschen ohne beruf. und es gibt auch kaum menschen ohne arbeit, allen arbeitslosenzahlen zum trotz. selbst wenn dort millionen gezählt werden, die meisten tun dennoch etwas.
außerdem gilt es, die geburtsdaten festzulegen. es ist ebenfalls nicht besonders günstig, die figuren nicht ihrer zeit zu verorten. dazu gehören auch die geburtsjahre, zumindest, der eltern und der großeltern. die, der freunde und kollegen ebenso. ein zahlenspiel, das generationenspiel. oft genug nehme ich den taschenrechner her, manchmal schaue ich auch die sternzeichen nach. sollte aber nicht ins stereotype gleiten, weder in bezug auf die generationen noch in zusammenhang mit astrologie. oder sonstwas.
basisarbeiten also. und in diesem chaos schwimmt die story, steht und fällt mit den entscheidungen. kippt an dem einen oder anderen ende. schwebt und wartet. manches geht nicht, das steht jetzt schon fest. das alter der hauptfigur, die zeitstruktur, da paßt so manches nicht, wie ich will. und es läßt sich auch nicht passend machen. das ist schade, doch etwas anderes wird an diese stellen treten. das ist ebenso gewiß.
mehr noch, die chaoszeit ist auch die zeit der geschenke. fetzen, die sich manifestieren. plötzlich sind ganz andere, ganz neue möglichkeiten eröffnet. dinge, die sich vorher kaum denken lassen, also auch nicht planen. und tief innere zusammenhänge, die letztendlich nur mich etwas angehen.

konjunktiv?

wenn ich demnächst in eine lesung von frau roche ginge, und sie, nach dem verlesen des ersten satzes, sogleich verkündete, wie „riesig“ der denn sein, so gestern in wenigstens zwei verschiedenen ausführungen auf verschiedenen fernsehkanälen zu sehen, ich wüßte wirklich nicht, was ich täte oder gar dächte. wo ich die frau doch eigentlich ganz okay finde und außerdem genau weiß, wie man sich zu wiederholen beginnt, wenn man immer wieder dasselbe tut. deutsch für anfänger, heißt es allerdings an anderer stelle. und auch hier war ja schon vorsichtig davon die rede. macht mich manchmal ein wenig ratlos, wie dieser handel mit büchern funktioniert. keine ahnung.

totes land (39)

bleistiftkritzeleien, kam lesbar, zum teil nicht einmal schrift. zu den namen gehören bilder, innere wie äußere. alter auch und wohnorte, berufe, familien. da ist immer so viel, was einen menschen ausmacht.

aufräumarbeiten, so eine art frühjahrsputz vielleicht, das ganze wochenende lang. einstweilen nur auf der festplatte, und da auch nur in der musikabteilung. die wuchert seit jahren wild vor sich hin, ohne sinn und struktur. allerhöchste zeit also.
hat aber nachteile, so eine aktion. jetzt mag ich keinen bildschirm mehr sehen.

totes land (38)

nach der namensgebung, grob zwar, aber immerhin. personen finden sich ein, charaktere, echte menschen. und sie bleiben nicht nur, sie positionieren sich zueinander. das ist gut, so muß das sein.
an der geschichte hapert es noch, besonders an den feinheiten. ein strang ist noch ziemlich leer, obwohl er beileibe nicht unwichtig ist. die grobe struktur aber fängt an, ineinander zu wirken. punktuell melden sich bereits einzelne szenen zu wort.
alles okay also, ganz normal. kein grund zur sorge. ich hab ein gutes gefühl. sicher vor allem, zum ersten mal seit einer ganzen weile jetzt. jahre vielleicht?

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