am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

neue migränetaktik: ignorieren.

rauchzeichen I

die sache mit dem rauchen (pdf) ist nicht ohne, ganz im gegenteil. schließlich handelt es sich um eine höchst zweischneidige sache, angesiedelt irgendwo zwischen absurdität und moral.
absurd ist es etwa, herrn schmidt und seine frau anzuzeigen, weil sie öffentlich rauchen. herr schmidt und seine frau können nicht anders, es ist ihre art zu atmen. obwohl das allein natürlich kein argument ist, da könnte ja jeder kommen. nein, herr schmidt genießt lebenslange immunität, darauf kommt es an. und das weiß doch schließlich jeder.
ebenso deplaziert ist es allerdings, das läpische rauchverbotsthema mit hochbrisanten dingen wie dem laschen widerstand gegen die vorratsdatenspeicherung oder dem offensichtlich wortlos akzeptierten gebaren der sogenannten großmächte in verbindung zu bringen, wie es hier und da zu vernehmen ist. das erschließt sich mir so gut wie gar nicht, läßt mich, im gegenteil, vorwiegend ratlos dastehen. was für eine energieverschwendung. denk ich mir so.
natürlich sind diejenigen, die jetzt mit fingern auf illegal rauchende zeigen, ungefähr so sexy wie menschen, die tagtäglich vom küchenfenster aus falschparker notieren. aber das ist völlig alltäglich, banales und lächerliche verhalten. nicht weiter erwähnenswert. ebenso wie es alltäglich ist, trotzdem falsch zu parken, bei rot über die straße zu gehen und trotzdem zu rauchen, wenn sich die gelegenheit ergibt.
in den äußerungen jedoch – im wahren leben wie auch in blogs – ist derzeit gar von blockwartverwalteter unmündigkeit die rede, von vorauseilendem gehorsam und denunziantentum oder ähnlichem. na, ich weiß wirklich nicht.
(ich hab da vermutlich schlicht und einfach einen eher pragmatischen standpunkt. neulich bin ich zum beispiel zum ersten mal im leben nach über drei stunden unverstunken und rauchkaterfrei aus einem kneipenlokal gekommen. mir gefällt das! aber gut, darum geht es in den oben genannten kausalitäten vermutlich nicht.)

heute ist irgendwie kein tag, für gar nichts. vollmond war aber doch schon am montag.

tannöd

seltsam. auf tannöd von andrea maria schenkel hatte ich mich gefreut, vielleicht wegen der vielzahl von ausschließlich überschwenglichen berichten. auf denis scheck ist doch sonst verlaß. (auch wenn diese rezension auf das nachfolgewerk bezieht.) vielleicht hätte ich skeptischer sein sollen, bei soviel jubel, und mehreren preisen noch dazu. krimis mag ich ja sowieso nicht, eigentlich. aber es hieß doch immer, dass es nicht so richtig ein krimi sei. nur so ein bißchen. tja.
ein ziemlich langweiliges buch, nichtssagend, mit ganz und gar offenliegender struktur und – was wohl am schwersten wiegt – ohne sprache. und damit ohne seele. leider. sehr schade, denn der stoff gäbe doch so einiges her, möchte man meinen.
irritierend übrigens, daß ausgerechnet dieses buch so derart erfolgreich gewesen sein soll. die amazon-kundenrezensionen sprechen eigentlich eher dagegen. aber gut, das heißt nichts, immerhin sind es über 200.

gerade bei der bearbeitung meiner autorenpage (vermutlich sollte es autorINNENpage heißen, oder?) beinah alles zerstört. irgendwie die indexdatei gekillt. und bis ich das mal gemerkt habe, ich idiotIN. (sic!)

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner