neulich morgens festgestellt, daß mir jemand über nacht das lenkradschloß der kawasaki geknackt haben muß. sonst weiter nichts, einfach nur zerbrochen das ding. soll ja ganz einfach sein. aber keinen meter gefahren, oder auch nur geschoben. nix.
seitdem denke ich darüber nach, ob es nicht vielleicht gefährlich ist, mit dem demolierten innenleben des einen gabelholms einfach so weiterzufahren. keine ahnung, wie es drinnen aussieht. ob sich da nicht was verklemmen kann. und dann? außerdem denke ich darüber nach, ob nicht ein bremscheibenschloß wesentlich effektiver ist.
weiter denke ich aber offensichtlich nicht. als ich heute mittag mit dem rad loswill und mit dem ersten schlenker nur zufällig kurz rüber zum motorrad sehe, hängt hinten am koffer weithin sichtbar mein schlüssel. den ganzen abend und die ganze nacht lang. der koffer ist offen, aber drinnen fehlt nichts. das bißchen werkzeug, die schmierfette und die allgemeine betriebserlaubnis für die neue bremsleitung. alles da. wie die maschine selbst. unversehrt und anwesend.
ich gebe zu, daß mir das schon des öferen passiert ist, damals in wtal. aber da schien es mir vergleichsweise harmlos, dort habe ich in einer art schlafstraße gewohnt. da war nach acht so gut wie niemand mehr unterwegs, den man nicht vom sehen kannte. aber hier? im üblen norden neuköllns. plötzlich habe ich so meine zweifel an der sprichwörtlichen härte des kiezes. wenn nicht einmal gelegenheitdiebstähle noch wahrgenommen werden. wo kommen wir da hin?
andererseits könnte es natürlich auch an meiner über zwanzig jahre alten, verdreckten und verbeulten maschine gelegen haben. wer klaut schon sowas?
gestern oder vorgestern, irgendwann am nachmittag, kurz vor einem termin. mit der geliebten für eine weile auf dem sofa sitzen, die hände verschränken, die köpfe aneinanderlegen. und einschlafen, tatsächlich. im sitzen sogar. für eine halbe stunde nur, mehr nicht. so gerade eben am rand der träume entlang. daß es das geben kann. eine art wunder, fast.
gute nachrichten

das Café du Congo in wuppertal, das sich bei meinem letzten besuch 2006 ganz und gar unpassenderweise als goldene 118 darstellte – hier im bild leider nur undeutlich zu sehen, der kleine originalschriftzug im fenster ganz rechts – soll, wie aus insiderkreisen verlautbar wurde, mittlerweile wieder in seinen ursprünglichen zustand zurückgekehrt sein. (herrn kid, der von dem ganz anderen café, wirds dennoch freuen, denke ich. – klicken und runterscollen.)
literarisierung, nachtrag
nein, ich habe nichts gegen fakeblogs. aber gut gemacht sein müssen sie. am übelsten sind nämlich nicht die verlogenheiten (im netz), sondern viel eher die geschichten, über die im nachhinein gesagt werden muß, daß es aber doch ganz genau so gewesen sei.
literarisierung II
jene frage, die gerade an der blogbar verhandelt wird, zielt ja – platt ausgedrückt – auf das thema wahrheit. also, schreibe ich die wahrheit ins netz? oder verfälsche ich die gegebenheiten, um des lieben friedens willen? (auch wieder platt ausgedrückt.) mit literarisierung hat das allerdings wenig zu tun, denke ich.
literarisiert ist alles, was geschrieben steht, und das nicht nur wegen der verschriftlichung. in jedem fall hat doch eine gestaltung stattgefunden, ob es dabei nun um die wahrheit geht oder nicht. ohnehin hat authentizität oft recht wenig mit wahrheit zu tun, viel eher mit wahrhaftigkeit. sprache dient dabei beiden herrn, ist also ebenso wahrheitsliebend wie auch ein ding der lüge. je nachdem.
so gesehen ist hier natürlich nichts wahr. andererseits ist aber auch nichts wirklich gelogen. die grenzen sind fließend, von hier rüber zu den bones, die ja erklärtermaßen fiktiv sind. ganz ehrlich geht es aber gerade da manchmal persönlicher zu, als es zunächst den anschein haben mag. was zu behaupten natürlich ebenfalls ein literarischer trick ist. ;-)
literarisierung I
an der blogbar ist eine interessante frage aufgeworfen. wie gehe ich in der (blog)öffentlichkeit mit meinem privatleben und dem privatleben anderer um? sage ich die wahrheit, ohne rücksicht auf verluste? oder lüge ich lieber?
die antwort ist eigentlich ganz einfach. ich tue das, was ich immer tue. ich entscheide im einzelfall, ich nehme rücksicht, und ich tratsche nicht blöd in der gegend herum. das ist eh langweilig. mir selbst gegenüber bin ich grundsätzlich rücksichtsloser als mit anderen, aber auch ich habe klar gezogene grenzen. hin und wieder geht natürlich trotzdem was daneben, dann komme ich mir blöd vor. wenn es sich nich tum ein mißverständnis handelt, was ja bei der interpretation von worten an der tagesordnung ist. einmal habe ich einen beitrag ‚überarbeitet‘, weil sich jemand ‚beschwert‘ hat. so ist es korrekt, meiner meinung nach. sowohl das ansprechen, als auch das ändern.
verweis ins hsb
oups!!! kaufrausch verpaßt! ;-)
die html-idiotin wundert sich schon wieder:
über die knallrothaarige kommunikationsdesignstudentin, zum beispiel, derzeit praktikantin in einer agentur und deshalb auf das erlernen von dreamweaver angewiesen. gestern, während des unterrichts, verfasste sie vorwiegend emails auf spanisch, immerhin. in den praktischen übungen fragte sie dann mich, wo, wie, was und warum. als ob ich das wüßte. (wußte es dann aber doch, hin und wieder.) heute ist sie gar nicht erst erschienen. zuviel sonne, schätze ich.
über mich selbst aber auch. ich bin zufrieden, die basis ist gelegt. einstweilen ist zwar noch üben, üben, üben angesagt. doch mit wp-themes zumindest werde ich bald schon nahezu ausgezeichnet zurecht kommen. im vergleich zu vorher, meine ich. ;-)