am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wienrecherche (3)

„Das Wien, an das man denkt, wenn man „Wien“ sagt, … dieses Wien existiert nicht mehr.“
conclusio des eröffnungsessays von Friedrich Torberg im merianheft wien, juli 1968, unter dem titel Wie weit reicht Wien. man bedenke dabei dieses, nur zwölf jahre zuvor.
das ging aber schnell, muß ich sagen. oder ist es die zeit, die nummer, die 68, auch in wien?

berlingänger

sieht fast ein bißchen so aus, als wäre ich inzwischen hier angekommen. oder? auf dem bild, meine ich. immerhin.

es gibt LEBEN im netz

und zwar hier, auf dieser seite, das wurde mir neulich versichert. besten dank dafür, unbekannterweise. (abgelegt unter: interne kryptik)

filmfilm?

sat1 hat ja geraume zeit immer wieder trailer für den sogenannten filmfilm gesendet. irgendein schicker schinken, vorzugweise am wochenende gesendet. war das so? jedenfalls gibt es das jetzt, glaube ich, nicht mehr. ich habe zumindest schon lange keinen solchen hinweis mehr gesehen. oder dieses ‚filmfilm‘ gehört. das ist wirklich zu dumm. ich hatte die ganze zeit gehofft, daß ich vielleicht doch noch herausbringe, was denn dieses blöde ‚filmfilm‘ eigentlich zu bedeuten hat.
tschüßtschüß, ich muß jetzt über wienwien lesen. (oder hätte es ichich heißen müssen?)

wienrecherche (1)

das merianheft wien, mai 1956, ist heute angekommen. Herbert Eisenreich schreibt darin zu abschluß seiner „Meditation über Wien“ mit dem titel „Talent zum Glück“:
„Nicht als Stadt, so schön sie auch ist, sondern als Idee ist Wien wichtig für die Welt, sofern diese noch einmal einen geistigen Ort braucht, an dem sie zur Besinnung kommen kann.“

so sitze ich da, mit dem frühstückskaffee auf dem balkon, die sonne im gesicht, wie gestern vorsorglich vorbereitet, und meditiere über die heimat des pathos.

seit über zwei stunden steht die balkontür weit offen. trotzdem ist es angenehm drinnen, satte 19°. das geht in ordnung mit dicken socken und pulli. außerdem habe ich draußen schleunigst ausgemistet und gefegt, damit ich morgen mit meinem frühstückskaffee da sitzen kann. heute war es schlichtweg zu schmutzig, ansonsten sonne satt. gut, gewischt habe ich dann doch noch nicht. wer weiß, was da noch kommt. wenn ich mir da das bild vom letzten jahr ansehe. exakt ein jahr, tatsächlich. ein trauerspiel, diese klimakatastrophe.

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