damit hätte ich kaum gerechnet, aber die lange szene ist durch. heute schon, jetzt schon. abgehakt. immer schön weiter so, möchte ich mir da in die agenda schmieren. das geht fix, ab jetzt, sind ja nur noch 34 seiten.
aber nur nichts beschwören, andererseits. so ein ende ist schließlich auch nicht gerade unwichtig. und es geht immer nur so, wie es eben geht. (weiter. ;-)
wip – wie?
gestern noch im manuskript herumgekritzelt, gerade dann die paar seiten eingearbeitet.
es ist immer wieder überraschend, wie anders die papierversion zu bewerten ist. viele streichungen, ganze abschnitte sind weggefallen. beim einarbeiten kommen dann wieder gedanken hinzu, füllen die lücken. aber nicht unbedingt die, die durch die streichungen enstanden sind. ein bißchen ist es ein glücksspiel, denke ich manchmal. aber das stimmt so natürlich auch wieder nicht. wenn schreiben auch kein system hat und im grunde nicht einmal regeln kennt, gibt es dennoch immer den einen weg, der der beste ist. wenn ich andererseits auch wieder sagen muß, daß der beste weg wiederum jeden tag ein anderer sein kann. also doch, alles zufall. oder wie?
das ist geschwafel, okay. mir ist heute so. ;-)
wip – papier
die zehn seiten der szene sind durch, jetzt geht es an die papierkorrektur. hier und da fehlt noch etwas, ich weiß nicht was. aber es sind keine verbesserungen, nichts sprachliches oder so. ich fürchte, es ist information, die fehlt. nun ja, wir werden sehen. heute noch, gleich sofort, hoffe ich. obwohl ich höllisch müde bin, keine ahnung warum. aber zählt das? letztendlich? ist doch nicht mehr viel.
randbemerkung
nebenbeibemerkt habe ich auf rätselhafte weise ca. 3-4 kilo verloren in den vergangenen monaten. absicht war das nicht, eher bin ich ein wenig erschrocken, da ich mich nicht entsinnen kann, weniger oder auch nur anders gegessen zu haben. trotzdem paßt nun meine winterliebste motorradhose (fast) wieder. ich bin ratlos.
niemand
das will doch keiner wissen, wie es gestern war und die nacht davor. das elend eines großen angriffs, schlaflos und schmerzreich. (ist es schmerz? oder ist es qual?) heiß, bis zur unerträglichkeit. jedes licht ist ein schwert, ein stich ins auge, ins hirn. der kreislauf, der irgendwann auch nicht mehr will. wir kriechen auf allen vieren durch die wohnung, ich und die andere, die ich auch bin. eiskalt ist es, mitten in der hitze, innen. ich friere. ich vergesse die zeit. stunden liege ich an einem fleck, der nicht mein bett ist, und ich weiß das. aber es sind auch keine stunden, denke ich, im nachhinein. und es ist sowieso egal, es ist die zeit, die ohnehin nicht zählt. es ist meine zeit. manchmal möchte ich um hilfe rufen. aber ich schweige, jedesmal, wohlwissend, daß es soetwas nicht gibt. ich heule leise meine mantras, bitte um vergebung, vielleicht, bei meinem gott und folterer, der mir das tut. ich frage nach dem warum, doch das macht es auch nicht leichter. es gibt keine antwort. niemals. (lebte ich in amerika, gäbe es waffen im haus, es wäre längst passiert, irgendwann, in diesem zustand, keine frage. vincent hat sich das ohr abgeschnitten, so sagt man, wegen eines tinnitus. daß er sich ins herz schoß, später, hatte dann wohl einen anderen grund.)
an die arbeit, jetzt.

