am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

krankheit (ist krieg)

mirgäne, und diesmal richtig! das ist mir eindeutig zuviel, in letzter zeit. zweimal die woche, im schnitt, das ist kaum noch auszuhalten. diese krankheit ist wie krieg.
meine arbeit mache ich einstweilen trotzdem, das wäre doch gelacht. aber morgen bin ich tot, das weiß ich jetzt schon. und was mache ich dann?

wärme

schluß für heute, morgen ist auch noch ein tag. wie es aussieht wird die sonne scheinen, und ich werde auf dem balkon sitzen, mit einem stapel arbeit auf den knien, bewaffnet. mehr als 50 seiten. aber das macht nichts, denn so soll es sein, ab jetzt. wetten!?
(und jetzt ab in die wärme, das ‚vorgeheizte‘ bett.)

job ergattert

schnell gewesen, schwein gehabt. nicht gerade eine riesensache, nur 1 1/2 tage vielleicht. auch keine berauschende entlohnung. aber rettet mir den arsch zum ende des monats. hoffentlich.

wip – pensum

ich tue, was ich kann, aber ich kann nicht viel. ich bin leer.
etwas über drei seiten der aktuellen szene. ziemlicher mist dabei, voller wiederholungen, was aber nicht schlecht war für heute. ich bin in bester laune, zu kürzen, zu kürzen und nochmal zu kürzen. nur weg mit dem dreck, was denn auch sonst. ohnehin muß diese szene sicherlich noch mehrmals durch die papierkorrektur.
außerdem noch ein paar spuren gelegt, verdichtungen von zwei figuren, die es ohne frage noch braucht.
so sieht es aus.

wip – egal

ich zwinge mich durch die ersten drei seiten der anstehenden szene. es fällt mir nicht leicht, heute. es ist auch schon dunkel, als ich endlich anfangen kann. ich weiß nicht warum, und ich weiß es viel zu gut. es ist kaum noch kraft da, jetzt, wo es in den herbst geht. all die absagen und zusammenbrüche. nichts was stimmt, beruflich gesehen, seit ich in berlin bin.
nur dieses buch ist fast fertig. (das klingt viel, das klingt groß, ich weiß. aber ich spüre nichts davon, zur zeit zumindest bedeutet es mir nichts. alles bleibt leer, wie immer. das ist auch nichts neues. ich habe selten mehr als verachtung für das, was ich tue, so wie ich es von anfang an gelernt habe.) es sind nur noch wenig mehr als 40 seiten zu überarbeiten, das ist so gut wie nichts. das muß also noch geschafft werden, dann ist alles egal.

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