ist jetzt tot.
(ich habe es nicht selbst getan, aber ich war dabei. und es ging schneller als im traum.)
die existenz
und die angst, und beides nackt, das paßt doch.
was mich schon eine ganze weile nicht mehr im griff hatte, hat mich derzeit wieder voll gepackt, im nacken, im genick, gnadenlos. kein wunder, am neuen ort, in fremder umgebung und ohne job, wirklich absolut kein wunder. müde bin ich, müde vom im grunde nicht viel tun können. außer denken natürlich, sinn- und zweckloses im kreis denken. und die letzten arbeiten in der wohnung natürlich, die silikonkante in der küche und die regalplanungen für die beiden kammern. anschließend ist dann auch der letzte kram aus dem weg. immerhin, das beruhigt.
aber sonst?
berlin zahlt nicht viel, für was auch immer, das war ja klar. aber daß berlin vorwiegend call-center-agents sucht, das war mir nicht wirklich bewußt. zu dumm, daß ich unvermittelt von fremden leuten angerufen und stumpfsinnig geschult vollgetextet zu werden grundsätzlich als belästigung empfinde und aus diesem grund schon lange nicht mehr im telefonbuch zu finden bin. sonst könnte aus mir hier glatt noch was werden. obwohl, da wäre dann noch die sache mit dem alter. ich bin definitiv nicht zwischen 18 und 29.
ich?
eine alternative zur jobsuche wäre im übrigen so etwas wie die ich-AG. ist zwar irgendwie lächerlich, könnte mich aber vorm sozi bewahren. und auf die erfahrung verzichte ich liebend gern. die chancen stehen aber eher schlecht. ich glaube kaum, daß sich ein vor 18 jahren fürs studium aufgegebener anspruch auf arbeitslosenhilfe dazu reaktivieren lassen wird. aber wer weiß…
im schlaf
heute morgen habe ich geträumt ich würde eine katze einschläfern. nein, nicht lisa, das tier war wesentlich größer. und es war zäh, ich mußte immer wieder nachspritzen, bis der kolben – endlich – leer war und das tier verschwunden. ich weiß nicht, warum ich ihm nicht gleich beim ersten mal die volle ladung gegeben habe. als wäre ein bißchen tod aus meiner hand erträglicher. statt dessen dann peu à peu, eine quälerei. na, das war ein erfolgserlebnis. :-(
jetzt
vier wochen in berlin. naja, eigentlich drei, die erste kann ich nicht wirklich mitzählen, da war ich in gedanken noch in wtal. und schließlich auch noch fast drei tage vor ort zur wohnungsauflösung. drei wochen also, größtenteil allein, mitten im organisatorischen chaos, das sich aber langsam zu lichten beginnt. beinah könnte man es schon wohnen nennen. noch nicht ganz, aber doch. irgendwie. es wird.
kaum ist also ein bißchen zeit übrig, kaum öffnet sich der horizont langsam über die besagten vier wände hinaus, auch über die zu besuchenden ämter und behörden. da setzt der schmerz ein, die konsequenz der tat. ein bißchen auch angst vielleicht, weniger vor der größe als vielmehr vor der fremdheit. vor mir. die schritte, die wege, immerzu mit stadtplan. dennoch laufe ich immer wieder auch in die falsche richtung. besonders auf dem motorrad ist das anstrengend, das trau ich mich noch kaum. aber das muß auch nicht, es gibt wenig anlaß. außer morgen vielleicht, futter für das tier, das stickt wie ein puma, weil sie immer noch kein wiedererwachendes interesse an fell- und intimpflege an den tag legt. ich hoffe das legt sich mal wieder. auch die pflanzen kränkeln noch, und die eine oder andere wird wohl aufgeben, denke ich.
alles in allem also kein wunder, daß auch ich irgendwann dran sein muß. kränkeln oder zweifeln, im alleinsein vergehen. obwohl das wirklich nicht mein problem ist. normalerweise. eher im gegenteil. der gürtel ist auf dem vorletzten loch angekommen, mußte ich heute zu meiner überraschung feststellen. keine ahnung warum, da war ich seit jahren nicht mehr. ein paar von den hosen, die ich noch vor dem umzug resigniert entsorgt habe, hätte ich also durchaus behalten können. aber das soll jetzt nicht mein problem sein.
jetzt ist alles anders.
