raum für notizen

disziplin: alle tage

15. September 2019 - 22:24

früh in der nacht nach hause gekommen. früher gingen die partys länger, waren lauter und lustiger, je später es wurde. aber sie fingen natürlich auch später an, ach.

wie alt ich doch geworden bin.

heute dann wie letzten freitag, der ein 13. war. (hab ich später erst erfahren.) erst übersetzen, anschließend den kommenden wochenendausflug über hamburg hinweg bis an die nordsee geplant. das schreiben dann zum schluss, was man ja nicht tun sollte. egal.

läuft!

zwischendrin im schreiben ein bisschen den balkon begärtnert. war mal nötig, auch gießen zum beispiel. (dass ich das immer, wenn es fast bald schon herbst ist, zu vergessen beginne. als wäre wasser mit einem mal nicht mehr nötig.)

weiter.

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kurzes wochenende

09. September 2019 - 01:08

etwas überraschendes wochenende verbracht. übersetzen vor allem, da ist einfach zu viel aufgelaufen. gestern außerdem noch das kleine x61, mit dem ich abends immer blogge, auch jetzt, auf ubuntu umgestellt. das heißt natürlich: umbauen lassen. war genau die richtige idee. läuft jetzt wieder super, flüssig und ohne unterbrechungen durch überlastung. die akkus halten auch besser, aber wohl auch, weil ich gelernt habe, die dinger zu rekalibrieren. was ich heute dann gleich mal ausgiebig durchgespielt habe. super.

heute dann ein wenig den tv-schrank zurechtgebaut. mit stichsäge, zange, hammer und schleifpapier. jetzt ist da ein neues loch in der rückwand für den videorekorder, den ich zwar vermutlich sowieso so gut wie nie mehr brauchen werde. allerhöchstens sieben bis zwölf videos besitze ich noch, aber wer weiß?!

was weiß man überhaupt. selbst die dvds schaue ich kaum je an, wie ich auch zu vielen büchern nie komme. trotzdem war das ein wochenende ohne schreiben. stattdessen mit bauen, umbauen und rumräumen. zuletzt noch ein wenig an die übersetzung, das ist pflicht, nicht kür. alles in allem irgendwie eine wohltat.

das dürfte jetzt gern so weitergehen, dann käme auch das schreiben, irgendwann. aber das wochenende ist vorbei. da geht das erst mal nicht mehr, so ungefähr bis mittwoch. oder freitag vielleicht. doch wer weiß schon, was bis dahin ist.

alles anders vielleicht.

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alles schreiben

03. September 2019 - 00:46

wo sind die tage? ich tue dies und das, vieles muss und manches macht sogar spaß. mit einem dreikiloluftkajak gegen den wind paddeln, zweieinhalb stunden lang. holla! zweidrei tage lang schnell noch ein bisschen was übersetzen, höllisch. aber dann eine schöne rechnung schreiben. immerhin und hochvonnöten.

mit anders an ihrem schrank rumbasteln, endlich, zwischen frühstück und abendspaziergang mit caprieisabschluss. gelungen.

das schreiben hängt. andererseits wiederum auch nicht, denn es gibt vieles sehr sorgfältig zu bedenken. wenn es auf den schluss zugeht. kurz vor der landung, sozusagen. und das tue ich. ich versuche es auf jeden fall. den kopf frei zu haben, zu halten. für das denken und bedenken. das lässt mich nicht los.

ohnehin ist doch alles schreiben vor allem anderen denken.

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in ordnung

28. August 2019 - 00:42

wo ist der tag? was habe ich getan? andere verstehen sich besser darauf. ich vertue sie manchmal einfach nur. meine tage, meine einzigen. zutiefst unzufrieden inmitten der unordnung, die mich umgibt. die die meisten menschen, die wenigen, die mir in die wohnug kommen, so stringent finden. ordentlich eben, genau genommen pendantisch. ich weiß ja. ich bin schon in ordnung.

aber ich schaffe sie nicht, diese ordnung. sie ist einfach da, wie von selbst. eine illusion mit nur einem sinn. den der beruhigung. denn alles ist chaos, letztendlich. nichts ist anders.

und das ist es. das frisst mir die tage. dieses chaos in allem, das ich sehe.

weiterschreiben.

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zuviel?

26. August 2019 - 16:06

also arbeitsurlaubstag, heute. morgen auch noch, wenigstens. dann mal sehen. lust habe ich keine, leider.

gestern war ich ja paddeln in tiefwerder. das heißt mehr so auf den kanälen herumdümpeln, sehr schön. fotos habe ich keine gemacht. doch eines, aber das hochladen von fotos hier klappt derzeit nicht so recht. deshalb gibt es erstmal keine. aber ich bin ja sowieso ein wortmensch, nahezu in reinkultur.

auch das mit dem dümpeln stimmt nicht so ganz. die drei bis vier stunden auf dem wasser waren doch ziemlich anstregend, ich war ja auch auf der havel zwischendurch. und da heißt es abeiten, wenn man vorankommen will. bislang weiß ich noch nicht, ob das jetzt nur muskelkater ist oder sonstwas. aber die rechte schulter und das rechte handgelenk sind ziemlich durch. meine beiden restschwachstellen. abwarten.

und trotzdem. jetzt, nach knapp drei stunden übersetzen im heimischen wohnbüro, ich mache derade ein bißchen pause. da denke ich sofort darüber nach, meine wohnungsumbauaktivitäen endlich wieder aufleben zu lassen. auch das noch! als hätte ich zeit übrig. aber da steht so viel auf der liste. und an handwerkliches arbeiten war ja seit februar oder so kaum zu denken, weil der körper nicht mitwollte. jetzt hingegen, trotz muskelkater. oder was auch immer.

zur auswahl stehen größere und kleiner projekte, pflichtaufgaben und kreativzeugs. außerdem zwei kleinere möbelbauaktionen und ein richtig fettes projekt. letzteres lass ich wohl besser erstmal. oder?

und tango? ach …

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the ways of essen

18. August 2019 - 21:43

in meiner geburtsstadt angekommen und sofort irgendwie anders gewesen. verloren. alles hat sich verändert, und es braucht, bis ich die richtige richtung, bis ich die wege finde. es braucht google maps, weil ich der intuition nicht vertraue. die oft nicht richtig ist, an entscheidenden punkten aber doch. überraschender weise. wie ich stunden später merke. da hat mich dann google maps schon im kreis laufen lassen.

nachts durchfeiern und durchtanzen bis gegen vier ist auch nicht mehr so meins. dazu diese völlerei, 3 x buffet mit alkohol, der haselnussbrand nicht eingerechnet. später die mitternachtscurrywurst. und kaffee. irgendetwas davon war zuviel. die halbe nacht war mir schlecht. wobei das ja schon die zweite hälfte der nacht war.

duschen und frühstücken noch halb im dschum. aber nett hier, sehr nett. mit einem reichhaltigen frühstücksbuffet. so reichhsaltig, dass ich gegen mittag schon wieder überfressen war.

so habe ich nichts von von dem gemacht, was ich eigentlich vorhatte. vor allem bin ich nicht in die alte synagoge gegangen, wie ich es schon lange wollte. seit jahren. das wird mir leid tun.

stattdessen an den rechner und gleich in den text. in meinem riesigen comfortbusinesshotelzimmer mit großartigem conferenztisch. stundenlang durch die letzten vier seiten gepflügt, bis ich hinten raus. also durch. jetzt fertig, nicht nur körperlich. vielleicht auch mit dem kapitel.

ansonsten habe ich ja morgen zeit im zug, früh am abend.

was für eine reise, welch ein durcheinander. ein bisschen bin ich nach den schreiben dann doch noch in dieser stadt umhergelaufen. nicht weit und auch nicht gezielt an bestimmte orte. nur zu meiner allerersten wohnung, weil die nicht weit von hier. das habe ich getan. das haus steht noch, es ist unrenoviert. dabei war es damals schon ziemlich runtergekommen. die ziegel liegen frei, das dach ist mit bitumenbahnen geflickt, in der dachrinne wächst ein kleiner baum. aber es steht. und es ist bewohnt.

mein zimmer in der wg damals hatte vier fenster, in drei verschiedene richtungen. es war riesig und verfügte über eine armselige nachtspeicherheizung. die tapeten standen an den wänden, an denen sie längst nicht mehr klebten vor lauter anstrich. den boden malte ich schwarz, aber es hielt nicht gut. streichen ist nicht meine stärke.

es war fürchterlich, alles in allem. auch ich als mensch. und einzigeartig. nur für ein paar monate, kaum ein jahr.

seitdem wohne ich allein.

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schreibzeit (28)

16. August 2019 - 22:49

schnell noch ein bisschen, unter qualen. so ist es dann eben auch, immer wieder mal. im grunde nur themen und punkte markiert, die ausgearbeitet werden müssen. eingearbeitet und zusammengeschrieben, irgendwie.

vielleicht sonntag. oder am montag abend im zug. oder sonst wann, was weiß denn ich. es wird.

jetzt träumen.

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the wtal memories (3)

16. August 2019 - 21:04

was für ein drive! ich bin hier zuhause, zwei tage, zweieinhalb. und es macht mich glücklich.

heute viel geschwebt, einfach so. die neuen bahnen sind hellblau und ziemlich leise. sie schaukeln auch nicht mehr so sehr, außerdem gibt es jetzt an allen schwebebahnhöfen aufzüge. (soweit ich das gesehen habe.) endlich.

und viele treppen gestiegen, rauf und wieder runter und wieder rauf. auch solche, die ich noch nie gesehen habe. hier sind überall treppen, das ist gut. alles abkürzungen für fußgänger. anstrengend, aber praktisch. jetzt spüre ich deutlich meine waden und fußgelenke. und trabe locker bis in den vierten stock, in meine momentane wohnung. wieder voll im training.

unterwegs wieder viel geplappert, mir und der exfrau alles wichtige erzählt. alle überraschungen und erkenntnisse geteilt. mit ein bisschen mehr freude, denn womöglich hätte sie es doch ganz gern gehört. habe ich mir sagen lassen.

gut, morgen ist schluss damit. dann reise ich weiter in meine geburtstadt. in ein hotel diesmal, mit ebenerdiger dusche, frühstück, schreibtisch, minibar und wlan. soweit ich weiß. und es folgt die hartcore memory-variante. oder auch nicht, wer weiß?

viel zu plappern gibt es von da aber vermutlich nicht. statt dessen eine familienfeier. mal sehen.

und schreiben muss ich ja auch noch. nicht rumbloggen, roman schreiben. okay?!

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schreibzeit (27)

15. August 2019 - 22:48

heute eher nicht, meine zeit habe ich haltlos in der stadt verdaddelt. den ganzen tag. und damit, via mobiltelefon ins netz zu kommen, gestern schon. was gar nicht so leicht war, aber ohne wlan. die wohnung hat nämlich keines. kein netz, das ist dann doch irgendwie komisch. hat aber dann doch geklappt, wie man sieht. und endlich kann ich mal meine sagenhaften 15gb pro monat vieleicht so ungefähr zur hälfte ausreizen.

das schreiben im zug hat mir zu denken gegeben. die ruhe, die bewegung, die reduziertheit auf wenig raum, wenig zeug und wenig alternativen. mit einem mal begreife ich das mit dem schreiben im café. bislang war mir das ja ein rätsel, allerhöchstens für die papierarbeit konnte ich auch mal ins café. andererseits wollte ich mir schon lange mal in meiner berliner gegend etwas passendes suchen, warum auch immer. irgendeine ahnung. das sollte ich mal deutlich forcieren.

ein café mit steckdose für meinen grundsätzlich akkuschwachen rechner. netz ist nicht so wichtig, da weiß ich ja jetzt, wie es geht. und 15gb hab ich immer in der tasche.

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the wtal memories (2)

15. August 2019 - 22:00

gestern ein noch ein wenig fremd gefühlt, hier. in dieser stadt, in der ich alle wege kenne, immer noch.*

hier würde es sinn machen, wenn ich einfach einen roller nehmen könnte, der irgendwo am straßenrand steht. auch die eigenartige wuppertaler einbahnstraßenführung, die niemand von außen auf anhieb beherrscht, würde ich mir noch zutrauen. oder diese elektrotretscooter, das wäre ein spaß. aber so etwas gibt es hier dann doch (noch) nicht. aber auch zu fuß unendliche erinnerungen ablaufen kann.

der blöde job in diesem copyshop, den es immer noch gibt. das tanksstellencafé, das, von einem auf den anderen tag plötzlich verlassen, zügig um sämtliches biergartenmobiliar geplündert war. auch von mir. das von der heyd-museum, bei dessen eröffnung ich gelesen habe. von dem blinden, der die bilder sucht. die winzigen, felsigen hinterhöfe im luisenviertel, die im winter so elendig klamm sind. und jetzt so überraschend, so schön.

einiges hat sich auch verändert hier. es gibt etliche best-burger-läden, exklusive kaffeeröstereien und kunstgalerien neben ein-euro-läden. alles gut gemischt, wie in berlin. vermutlich sogar hipster, nur haben die hier keine bärte. oder keine bärte mehr, wer weiß.

in essen bin ich geboren, hier aber bin ich geworden.

ich sollte jo auf die erste seite schreiben, wenn das neue buch erscheint. der erste lehrer, den es zu überwinden galt. wie man nur die besten überwinden muss, irgendwann. und ich sollte es tun, wie es ihm gebührt.

fremd war ich auch heute, hier, bei aller vertrautheit. die jungen leute, die in den läden bedienen, duzen mich als gehörte ich dazu. während ich sie selbstverständlich siezen möchte. ich bin nicht nur alt, ich bin anders. ich bin.

in berlin bin ich, doch auch das wird vergehen. ist auch nur vergänglich, dieses ich.

* die rede ist natürlich von elberfeld, dass das klar ist.

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