raum für notizen

schreibzeit (57)

21. Dezember 2020 - 00:49

lange her, der text hat gelegen, ist gegangen vielleicht. in sich oder auf, wie ein teig. ich weiß es nicht, ich habe nicht hingesehen. ich habe ihn gelassen, war mit mir selbst beschäftigt. ich habe dem text vertraut, meinem text. dem kann nicht wirklich etwas passieren, nicht mehr.

jetzt aber nähere ich mich wieder, ab morgen. es ist zeit weiterzuschreiben. so war es verabredet, seit anfang november in etwa. mitte januar soll dann die dritte fassung fertig sein. das wird immer noch keine endfassung sein, natürlich nicht. aber es soll die werden, die dann anschließend an die verlage geht. noch diesen winter, wenn ich das richtig verstanden habe. es ist also wichtig.

daran mag ich aber gerade nicht denken, das liegt außerhalb meiner reichweite. auch außerhalb des textes, noch. das alles kommt ganz bald, aber doch erst später. erstmal müssen wir noch einmal eng zusammenfinden, der text und ich. nur wir beide.

es ist schreibzeit.

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schreibzeit (28)

16. August 2019 - 22:49

schnell noch ein bisschen, unter qualen. so ist es dann eben auch, immer wieder mal. im grunde nur themen und punkte markiert, die ausgearbeitet werden müssen. eingearbeitet und zusammengeschrieben, irgendwie.

vielleicht sonntag. oder am montag abend im zug. oder sonst wann, was weiß denn ich. es wird.

jetzt träumen.

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schreibzeit (27)

15. August 2019 - 22:48

heute eher nicht, meine zeit habe ich haltlos in der stadt verdaddelt. den ganzen tag. und damit, via mobiltelefon ins netz zu kommen, gestern schon. was gar nicht so leicht war, aber ohne wlan. die wohnung hat nämlich keines. kein netz, das ist dann doch irgendwie komisch. hat aber dann doch geklappt, wie man sieht. und endlich kann ich mal meine sagenhaften 15gb pro monat vieleicht so ungefähr zur hälfte ausreizen.

das schreiben im zug hat mir zu denken gegeben. die ruhe, die bewegung, die reduziertheit auf wenig raum, wenig zeug und wenig alternativen. mit einem mal begreife ich das mit dem schreiben im café. bislang war mir das ja ein rätsel, allerhöchstens für die papierarbeit konnte ich auch mal ins café. andererseits wollte ich mir schon lange mal in meiner berliner gegend etwas passendes suchen, warum auch immer. irgendeine ahnung. das sollte ich mal deutlich forcieren.

ein café mit steckdose für meinen grundsätzlich akkuschwachen rechner. netz ist nicht so wichtig, da weiß ich ja jetzt, wie es geht. und 15gb hab ich immer in der tasche.

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schreibzeit (26)

14. August 2019 - 23:20

nicht wirklich. eigentlich bin ich nur auf der durchreise in die geburtsstadt, wo am samstag eine familienfeier steigt. zwei tage in wuppertal, wo ich auch ein paar jährchen meines lebens verbracht haben. bevor ich nach berlin bin, vor ziemlich genau 15 jahren. fast auf den tag, wie man (und ich selbst auch gerade) hier im blog nachlesen kann.

die aktuellen zwei tage wuppertal jetzt sind allerdings mehr so der stummelige rest einer ganz anderen urlaubsplanung, lange verworfen und vergessen. (oder auch nicht vergessen, aber was soll’s.) deshalb habe ich es schreibzeit genannt, ene minischreibzeit. einatmen, ausatmen. fertig.

und tatsächlich habe gleich im zug schon damit angefangen, mit dem schreiben. die situation war aber auch perfekt. der zug fast leer, niemand neben mir und alle anwesenden menschen richtig schön still.

das war die beste schreibzeit ever. in einem zug, ausgerechnet. wer hätte das gedacht? ich nicht.

das aktuelle kapitel ist damit so gut wie durch. etwas über zwei seiten in knapp zwei stunden. hingeschrieben. danach den rest der fahrt alles satt sacken lassen. notizen gemacht über drei kleine elemente, die noch fehlen. morgen weiter.

und dann?

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schreibzeit (25)

06. Juli 2019 - 22:27

meistens bedeutet schreibzeit, dass ich berlin verlasse, um anderswo in ruhe zum schreiben zu finden. manchmal ist es aber anders. dann muss ich zurückkommen, um festzustellen, dass ich meinen regelmäßigen abgabetermin komplett aus den augen verloren habe. und deshalb dringend loslegen muss.

gut so. und nicht gut, der plan war anders: geldverdienen.

aber schreiben geht vor. schreiben ist arbeit. viel arbeit, doch es läuft. immerhin, bis montag sollte es einigermaßen stehen. anders geht es aber auch nicht, denn dann kommt büroarbeit und das tangofestival und so weiter. und das geldverdienen, natürlich, das übersetzen, das ebenfalls dringend ist. dafür steht ja auf dem plan.

schreibzeit, naja. das ist immer auch eine schwere zeit. es reicht eben nie.

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schreibzeit (24)

06. Juni 2019 - 21:05

schreibzeit ist nicht nur anderswo, schreibzeit ist immer auch hier. schreibzeit ist ganz besonders auch hier.

heute war schreibaustauschvormittag, die so wichtige 14-tägige deadline. mein derzeitiges schreibtempo ist allein dieser, von außen vorgegebenen taktung geschuldet. dabei bin ich so tief drin, so fest verankert im text, dass mir kaum noch etwas danebengeht. auch das trägt natürlich zum zügigen vorankommen bei.

wobei zügig oder gar schnell? zirka zwanzig seiten in vier wochen scheint auf anhieb nicht so viel zu sein. wenn ich aber den gehalt des aktuellen kapitels gewichte, aus dem durchaus ein eigenes buch hätte werden könnte. dann bin ich sogleich befriedet.

das ding wird gut. und immer besser.

nach dem schreibaustauch also gleich nach hause an den schreibtisch und die aktuellen zehn seiten bereinigt. zügig. jetzt geht es an den kapitelabschluss, auch das keine ungewichtige strecke.

gleich morgen vielleicht. oder spätestens sonntag, montag.

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schreibzeit (23)

02. Juni 2019 - 23:28

zurück in der großen stadt, schon lange. gegen elf losgefahren, und noch vor eins schon alles ausgepackt und wieder eingeräumt gehabt. berlin sitzt fest in mir.

danach listen gefunden und zeugs erledigt, tatsächlich auch zwei fenster geputzt. bitte nicht falsch verstehen, saubere, klare scheiben sind überaus erfreulich. ich werde fortfahren, diese herzustellen, bis der punkt auf der liste endgültig getilgt sein kann. außerdem updates gefahren, auf drei rechnern gleichzeitig, ein übersetztes datenblatt korrekturgelesen, formulare ausgefüllt und kopien gemacht.

mit schreiben war so nicht mehr viel zu reißen.

sollte ich also noch einmal derart hadern mit einer deplazierten, viel zu kurzen, aushäusigen schreibzeit. sollte ich erneut der meinung sein, dass ich genausogut hätte zu hause bleiben können, auch weil das zum beispiel billiger ist. dann sei das hiermit wiederlegt und zu den akten gepackt.

zwar neige ich dazu, deutlich mehr zu fressen, wenn ich da so depreviert in der fremde hocke. schokolade, gummibärchen, sogar kekse und kräcker.

aber dafür schreibe ich dann auch, konsequent und ohne frage. ich überlege also, mir alsbald weitere schreibzeiten zu gönnen. (allein, das ist tatsächlich ein wenig teuer.)

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schreibzeit (22)

01. Juni 2019 - 16:57

draußen hat unverkennbar der sommer begonnen. seit zirka zehn uhr sitze ich am und im text und schaue ab und zu aus den drei fenstern vor mir.

der himmel ist hell mit ein paar gefetzten wolken, durchsichtig fast. die luft ist klar, manchmal geht ein wind und spielt mit den bäumen.

es ist der letzte tag, morgen muss ich früh zurück. ich sollte raus in den park, in dem ich diesmal noch überhaupt gar nicht war. ans wasser auch.

aber ich bin noch nicht fertig.

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schreibzeit (21)

29. Mai 2019 - 21:39

früh wach geworden, sehr früh. aber geschlafen. und der schlaf fühlte sich an, wie ein ganz normaler schlaf, durchschlaf beinah.

dann dinge erledigt, sogar endlich die geteilte alte, schwarze glasplatte abgeholt, aus der ich einen kleinen tisch bauen will. oder zwei, ich könnte ja jetzt auch zwei.

dann alles zusammengepackt, natürlich die kurze hose vergessen, losgefahren und angekommen. ist ja nicht so weit. diesmal die obere wohnung, sehr anders, aber auch super. der schreibtisch ist allerdings zu klein, aber es ist eigentlich auch gar kein schreibtisch. deshalb. nur ein bistrotisch, gußeisen mit marmorplatte. dafür widerum ist er gut.

einkaufen gewesen, die sonne scheint, alles ist gut. ein wenig kühl ist es noch, aber das soll sich bessern, jeden tag ein bisschen.

die kleine stadt gibt sich geschäftig, alle sind schnell noch einkaufen oder sitzen draußen, essen eis. aber still ist sie trotzdem, die kleine fremde stadt.

ich weiß nicht, was ich hier soll. oder will. aber egal, immerhin hat diese wohnung eine badewanne. eine dusche und eine wanne. irre.

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schreibzeit (20)

26. Mai 2019 - 21:54

der plan ist, zwei tage arbeiten zu gehen, am abend das eine oder andere zu erledigen, auch am mittwoch morgen noch. und dann ist schon wieder schreibzeit bis sonntag.

so richtig passen tut das jetzt nicht mehr, alles ist anders, und ich würde lieber zu hause bleiben. aber wer weiß? ich muss ein beziehungskapitel zuende schreiben. das ist nicht leicht.

der rest ist heulen und klappern.

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