am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

besser spät als nie

aber manchmal bin ich schon sehr spät. gestern habe ich bei der büchergilde gutenberg Erich Fromm, Die Kunst des Liebens erstanden. weil man da ja nun mal alle drei monate wenigstens ein buch zu erwerben hat. auch wenn ich es mir derzeit bücher nicht leisten kann, es hilft ja nichts. da schien mir dieses einfach mal angebracht. zumal mir auch noch auffiel, daß ich innerlich partout darauf bestand, es ‚Die Kunst zu Lieben‘ zu nennen. auch gerade eben noch. da mußte ich also einfach mal ran.
und es ist wirklich alt, du meine güte. man merkt es schon auf den ersten seiten, wo von den vielen bunten waren in den unzähligen schaufenstern gesprochen wird, an denen so gern vorübergebummelt wird. geld regiert, nicht wahr. (jaja, ich übertreibe.) 50er jahre, eindeutig, es gibt noch nicht einmal versandhauskataloge, ganz zu schweigen vom internet. (nachtrag: was rede ich, versandhauskataloge wird es doch wohl gegeben haben.) außerdem ein recht scherenschnittartiges geschlechterbild. männer suchen macht, frauen dagegen kosmetik. nun ja.
aber ich will mal nicht so sein. gleich lese ich dann also über Die Theorie der Liebe.

a question of honor?

back to MEMORY, immer wieder. nur ein versuch, mehr nicht, einen kurzer text über den text zu fassen zu kriegen. zwei, drei sätze in einer mail, das ist alles. keine rede davon, daß ich etwa in die arbeit eingestiegen wäre, in den text hinein. obwohl auch das nicht schaden könnte. nichts dergleichen. dennoch, als ich den satz schreibe: ‚Kernthema ist das Erleben von Krieg… insbesondere bezogen auf Kinder.‘
es hält mich nichts auf dem stuhl, am bildschirm. ich laufe durch die wohnung, suche halt, irgendwo, in der welt. aber was ist das? die welt. (da wird mir die jelinek nah, die sich eingeengt fühlt, ohne frage, von der derzeitigen ehre.) wie soll man leben? mit dem text in der welt, und mehr nicht. (ob nun mit oder ohne ehre. diesbezüglich zumindest besteht kein unterschied.)

kontraproduktiv

heute mach ichs mir mal leicht, denke ich, gleich nach dem aufstehen. nur kein streß, keine langen listen abarbeiten. was von allein passiert, was sich dennoch erledigt, alles das gilt als bonus. heute mal. einfach nur sein. mein persönlicher sonntag, sozusagen.
dann fische ich aus der post den brief von der bank. immer wieder dieser schreck. derselbe, wie in den momenten, in denen ein polizeiwagen langsam vorbeifährt. auf der suche nach der nächsten pommesbude vielleicht. erwischt! bei was auch immer. gleich kommt die quittung. aber diesmal, was soll das? alle konten im plus, gerade eben noch, was ist denn?
na, was schon? ein dummer werberundbrief. lieber kunde, schauen sie doch mal in unser hübsches, modernes onlineportal. ganz neu und extra für sie kreiert.
vielen lieben dank.

wutwind

wühle mich durch Elfriede Jelinek, Im Abseits. (sorry, ich hab tatsächlich den link verschlampt…)
nachtrag: hier der wiedergefundene link, der inzwischen allerdings hinlänglich bekannt sein dürfte.

lehre?

müde tage, aber ich tue, was ich kann. wenn gar nichts mehr hilft, dann fang ich eben an aufzuräumen. oder zu putzen. zum bügeln gibt es grad nix. leider. das schafft klarheit, ohne frage. außerdem bekomme ich besuch, am samstag.
immerhin prangt gerade wieder ein stapel post vor mir, zum abschicken bereit. lauter bewerbungen im kreativbereich. das wird teuer, das alles zu frankieren. aber wenn nur ein bruchteil dabei rumkommt…
ein paar längst überfällige mails sind auch endlich geschrieben, größtenteils privatpost. die verschleppe ich immer ganz besonders gern.
ansonsten: ?
da war etwas. da war vieles. zum beispiel fand ich, daß sich dieses webloggekitzel anfängt ein wenig auszuzahlen. meinen stil betreffend, und den schreibfluß vor allem. aber das ist schon fast wieder weg, als erkenntnis.
es ist eben alles müde und leer, dieser tage. eine lehre, vielleicht.

reichtum

nach einem durchwachsenen wochenende… ach, was sage ich? düster war es, absolut finster. nach diesen verrunxten zwei tagen also, habe ich mich heute morgen plötzlich beim singen ertappt. einfach so, ohne grund. aber was weiß man schon von den gründen, mitunter, auch wenn es die eigenen sind. da macht es wohl sinn, die eigene stimme zu hören. es macht leicht und reich. das ist seltsam. das paßt nicht ins bild. schließlich ist november, nein, schlimmer noch, dezember.

zu weihnachten

immer wieder diese geschichten, überall, in zeitungen und fernsehepisoden, in denen irgendwo, natürlich unter schwierigsten bedingungen, ein kind geboren wird. wie langweilig, wie einfallslos, wie öde!!

durchboxen?

ansonsten matsch im hirn. ich finde den anfang nicht recht, tue hier ein bißchen, dann wieder da. küchenregal reparieren, texte scannen, den vergessenen träger in der kammer anschrauben. jedes immer wieder aufs neue eine ganz andere baustelle. zufrieden macht das alles nicht, und die liste der erledigungen ist lang. briefe und mails, recherche, listen abarbeiten eben. aber heute habe ich irgendwie keine chance. (nur angst.)
jetzt kommt eh erstmal boxen. (zdf)

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