am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kaum ist ein projekt beendet – gestern war das, oder? – habe ich gleich wieder ein neues. ein bisschen voreilig vielleicht, ich weiß auch nicht. aber es ist so: wenn ich nicht absolut und unbedingt morgen, am ostersonntag, den balkonboden ausbaue, säubere und aufarbeite. dann mache ich das ganz bestimmt das ganze jahr über auch nicht mehr. und es ist wirklich nötig, seit zwei jahren schon denke ich das. also!

eiern

morgen muss ich also nicht arbeiten, nicht schreiben. ich muss nicht einmal an den computer, vor den bildschirm. eigentlich. und übermorgen auch nicht und montag, es ist ja ostern.

was mache ich denn da am besten? damit bin ich überfordert, fürchte ich

bonding (106)

nachtrag: ja, ich bin tatsächlich fertig, die eckdaten stehen eins weiter unten.

das letzte kapitel hatte es noch einmal in sich, aber so richtig. auch die zweite hälfte, wenn auch nicht ganz so schlimm wie die erste. und, wenn ich ehrlich bin, bin ich nahezu unfähig, das ergebnis einzuordnen. es ist jetzt mal so, wie es ist. es ist alles drin, aber der emotionale faktor, die plausibilität. keine ahnung, die aktuelle welt funkt mir doch schwer dazwischen. immer wieder, da kann ich nichts machen. dagegen komme ich nicht an.

was soll’s, ich bin fertig. ich melde mich dann, vielleicht gleich morgen. um zu berichten, ob ich diese tatsache schon begriffen habe.

sandalenfilme und tanzverbot. ach ja, es ist karfreitag.

bonding (104)

den ganzen tag im text, etwa zehn seiten geschafft. blieben vier, zwei davon müssen nur geputzt werden. vielleicht gepflegt, der rest ist ein spiel.

aber mal sehen.

eines steht fest: morgen habe ich fertig. (vermutlich.)

#insight

fast drei wochen bin ich jetzt allein, so gut wie zumindest. in geschäften war ich, in einer apotheke, immer dieselbe, und beim arzt. sonst nirgends. fast alles, was an events geplant war, theaterbesuche oder konzerte zum beispiel, ist abgesagt und längst vergangen mittlerweile. der gesamte sommerurlaub im juni, klagenfurt und wien, hat sich wie von allein demontiert. das wäre grandios gewesen, ich hatte die besten unterkünfte erwischt, die größte freude, schon im vorfeld.

jetzt ist alles leer.

es ist, wie es ist, das lässt sich nicht ändern. aber allein zu sein ist hässlich, das hat mich überrascht. das hätte ich nicht gedacht, im gegenteil. ich dachte, ich wäre gewappnet, geübt sogar. aber für eine weile war es wirklich seltsam, schwer zu ertragen auch. das muss ich zugeben. obwohl ich im grunde alles gemacht habe wie immer. viel arbeit, alles durcheinander, wie jonglieren. immer auf den punkt, nur eben alles zu hause.

irgendwann gestern hat sich das geändert, das unbehagen mit mir selbst und die anstrengung der letzten tage. da war ich dann wieder bei mir. in dem moment, in dem das elendige alleinsein umschlug in die satte klarheit der einsamkeit. ein nur schwer zu tragende brillanz. dort war ich lange nicht, doch genau da bin ich zu hause. an dem ort in mir, den kein anderes mehr teilt. nicht einmal kennt, kein mensch.

so etwas trägt jedes, in sich.

ein bisschen ist das ein glück. für mich, jetzt diese erinnerung aufleben lassen zu können. die jahre in vollständiger verschlossenheit. die reichen, fetten jahre, wenn ich ehrlich bin. das sehe ich heute erst, nicht immer. aber immer öfter. die zeit, in der ich geworden bin.

nichts davon will ich missen.

auch nicht die zeit danach. die hässlichkeit der welt, mit der ich immer nur schlecht zurecht war. doch damit wird schluss sein, irgendwann.

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