am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

schreibzeit (20)

der plan ist, zwei tage arbeiten zu gehen, am abend das eine oder andere zu erledigen, auch am mittwoch morgen noch. und dann ist schon wieder schreibzeit bis sonntag.

so richtig passen tut das jetzt nicht mehr, alles ist anders, und ich würde lieber zu hause bleiben. aber wer weiß? ich muss ein beziehungskapitel zuende schreiben. das ist nicht leicht.

der rest ist heulen und klappern.

glasklar

heute habe ich fenster geputzt, übrigens. unter anderem, so zwischen übersetzen und listenpunkterledigung. das wohnbürofenster vor allem, direkt vor mir jetzt, und die balkontür. dazu natürlich auch den schreibtisch, der direkt unter dem wohnbürofenster steht, das ergibt sich quasi von selbst. der rest folgt später, recht bald, wie ich hoffe.

solcherlei glasklarheit macht etwas mit dem innen und dem außen, es verbindet die beiden. glasklarheit macht durchlässig, das ist gut. genau das strebe ich an, nicht nur hier in meinem beiläufigen bloggeschreibsel. auch sonst, tag für tag. so lebe ich. ich mag mich nicht mit einer durch verschleierung erkauften schmerzfreiheit umgeben.

das ist nicht neu, so bin ich geboren.

es mag also eigenartig anmuten, wenn ich kopfüber, wie hingehängt im grunde, nach worten und bildern angle. und es mag mittel und wege geben, mich aus diesem misslichen zustand zu befreien, die ich noch nicht kenne. gleichwohl weiß ich durchaus viele möglichkeiten, die mich sowohl aus dieser lage heraus und auch wieder in diese hinein manövrieren.

es ist m/eine schreibhaltung, m/ein natürlicher zustand also. es ist notwendig. und keine rettung, erlösung oder auch nur erleichterung erforderlich.

no roses

auch am tag danach noch sehr traurig. ich feiere selten und nicht besonders gut. auch nicht gerne. ich rauche nicht, ich trinke auch nicht, nicht viel zumindest. selbst essen ist mir weitgehend egal. ich habe es lieber still und tief, ich bin eine spaßbremse.

am liebsten feiere ich andere. und wohl nie wieder in meinem leben wird es eine gelegenheit geben, so verdient und gerechtfertigt jemanden zu feiern, wie es gestern der fall gewesen wäre. ein familienfest sozusagen, wo es für mich kaum je solche geben wird. wirklich wissen tue ich das erst jetzt, aus der ferne. nachdem ich überall das glück aller aus dem netz lesen durfte.

ich bin rosenlos, was noch nicht einmal an der aktuellen trennung liegt. in meiner art zu sein und zu lieben bin und bleibe ich nicht zu fassen. dabei ist alles so einfach. ich traue den verletzungen, die ja doch unausweichlich sind. ich gehe den weg, weil ich weiß, was dahinter liegt. oder darunter.

nur gehe ich allein.

der tag endet recht anders als er begann, schmerzfrei vor allem. voll und ganz beweglich, fast in jeglicher hinsicht. der verrenkte nacken knirscht entspannt vor sich hin, so wie immer, sogar die geschwollenen hände fühlen sich schlank an, auch wenn sie nicht so aussehen. alles ist, wie es ist und damit gut. ich bin gespannt, was davon die kommende nacht mir wieder nimmt.

für arbeit war kaum zeit, das steht auf einem anderen blatt. weder schreiben noch übersetzen, aber auch die zwei oder drei dinge auf der liste habe ich nicht einmal angesehen. statt dessen bügeln, immerhin. stand zwar nicht auf der liste, lag aber schon länger herum.

außerdem bügeln, das ist ja mein liebster sport. fördert die beweglichkeit.

die liebe, ohne mich

früh aufgewacht vor schmerzen, beinah bewegungslos darunter, völlig verdreht, verspannt. die neu angesetzte medikation wirkt nicht gegen schmerzen, nur gegen entzündungen. das ist mir klar, aber das ist erstmal nicht so besonders hilfreich.

die vage idee, heute früh womöglich doch noch ganz spontan nach münchen zu fahren, hatte sich damit schnell erledigt. es hat stunden gedauert, auch nur die treppe hinunterzukommen, zum briefkasten und wieder in die wohnung. so ist das jetzt wohl.

in münchen feiern sie nun die liebe. mehr noch das zusammensein, wie mir scheint, das zusammenbleiben und zusammengehören. das ist es wohl, ein mehr als würdiger anlass.

ohne mich.

doch auch das scheint mir passend. mir bleibt die liebe schließlich nicht, niemals, obwohl mir selbst das so selbstverständlich ist.

nach der arbeit nach hause kommen und noch dieses und jenes erledigen. müssen. dringendes mitunter, doch ich schaffe kaum die hälfte. der rest geht vergessen, verloren. vielleicht sollte ich mal auf die liste schauen. es gibt eine liste, das weiß ich genau.

ich weiß auch nicht. ich kann nur hoffen, dass alles irgendwie passt. am ende.

bonding (57)


gestern ein wenig angegeben. heute dafür bezahlt und nur wenig geschafft und fast gar nichts gezaubert. aber gelogen war das nicht, dann eben später. zaubern muss sein, irgendwann.

also das gerüst überarbeitet, mit gesprochener sprache und leben unterfüttert. es wird, ganz ohne frage. es entwickelt sich gut. aber es wird und wächst langsam. und es ist natürlich mehr, viel mehr zu sagen, zu schreiben, als ich mir das so dachte. im vorfeld, bei der erarbeitung der kapitelstruktur. bis ganz zum ende habe ich mich gewagt, du liebe zeit. und jetzt muss ich da durch.

na gut, ich bin einverstanden.

pro sommer

der schönste balkon in ganz berlin ist nahezu perfekt in diesem jahr. alle möbel gebaut oder aufbereitet, wie geplant. neue, coole beleuchtung angebracht, natürlich auch selbst gebaut. die bepflanzung endlich ausreichend reduziert, und gerade deshalb ist sie schier vollkommen.

der sommer kann losgehen. mein sommer, ganz für mich.


die gestrige aufbereitung des alten lehnstuhls (nicht im bild) war anstrengender als gedacht und hat mich schnell wieder an meine derzeit eng gesetzten körperlichen grenzen geschoben. und darüber hinaus, was ich am abend schon bereuen musste. alles, egal was, tut man letztendlich aus der wirbelsäule heraus, dort wohnt die kraft. auch in der halswirbelsäule.

aber es geht besser als letzte woche, als das bett dran war, diese höllische latexmatratze. (beinah hätte ich LaTeX geschrieben. ; ) die schultern frei genug, um schnell noch das tomatengerüst auszubessern, auch kopfüber. wer hätte das gedacht. nur die hüften und knie meckern noch, wegen des ausgiebigen vornübergebeugten schleifens, streichens und wischens vermutlich.

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